
Niederlande vor dem Blackout: Wenn grüne Träume das Stromnetz sprengen

Was passiert, wenn ideologiegetriebene Energiepolitik auf die unbarmherzige Realität der Physik trifft? Die Niederlande liefern gerade ein Lehrstück, das auch Deutschland als dringende Warnung dienen sollte. In gleich drei zentralen Provinzen des Landes hat das Hochspannungsnetz seine absolute Kapazitätsgrenze erreicht. Der Netzbetreiber TenneT schlägt Alarm – und spricht offen von der Gefahr großflächiger Stromausfälle.
Ein Stromnetz am Rande des Kollapses
Robert Kuik, Direktor für Netzplanung bei TenneT, bezeichnete die Lage als „dringende Warnung". Das Hochspannungsnetz arbeite in den betroffenen Provinzen mit voller Kapazität, neue Nutzer könnten kaum noch angeschlossen werden. Bereits im Sommer könnte ein vollständiger Anschlussstopp verhängt werden – mit verheerenden Folgen für Wohnbauprojekte, kleine und mittlere Unternehmen sowie das gesamte Wirtschaftswachstum der Region. Rund 14.000 Unternehmen und Institutionen im ganzen Land warten bereits auf Netzanschlüsse oder Upgrades, wobei die Situation in den zentralen Niederlanden am dramatischsten sei.
Die scheidende Klimaministerin Sophie Hermans räumte inzwischen „erhebliche Folgen" für die betroffenen Regionen ein – insbesondere für die Provinz Utrecht. Eine bemerkenswert späte Einsicht, möchte man meinen. Denn die Warnzeichen waren seit mindestens einem Jahr unübersehbar.
Der Preis der „Energiewende": 200 Milliarden Euro für ein marodes Netz
Bereits vor einem Jahr wurde bekannt, dass die Niederlande in den kommenden Jahren rund 200 Milliarden Euro investieren müssten, um das Stromnetz an die Anforderungen des sogenannten „grünen Wandels" anzupassen. Eine schwindelerregende Summe – und das Ergebnis? Stromkosten, die bis 2040 voraussichtlich auf das Zwei- bis Vierfache des heutigen Niveaus steigen werden. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Hunderte Milliarden Euro, damit man am Ende weniger zuverlässigen Strom zu deutlich höheren Preisen bekommt.
Das fundamentale Problem liegt in der Architektur des Netzes selbst. Es wurde vor Jahrzehnten für den einseitigen Stromfluss aus zentralen Kraftwerken konzipiert – nicht für die chaotischen, bidirektionalen Ströme von Millionen Solarpanelen auf Dächern, Windparks, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen. Die dezentrale Einspeisung erneuerbarer Energien kollidiert mit einem steigenden Gesamtverbrauch, der durch die politisch gewollte Elektrifizierung von Haushalten, Verkehr und Industrie unaufhaltsam wächst. Hinzu kommen Verzögerungen beim Netzausbau durch langwierige Genehmigungsverfahren, explodierende Kosten und Engpässe in den Lieferketten.
Wenn Ideologie auf Physik trifft
TenneT warnt in seinem jüngsten Bericht unmissverständlich: Die Überlastung belaste Hochspannungskabel und Umspannwerke derart, dass die Wahrscheinlichkeit großflächiger Ausfälle weiter zunehme. Besonders brisant werde es, wenn Spitzen in der Erzeugung erneuerbarer Energien mit hohem Verbrauch zusammenfielen – eine Situation, die das fragile System schlicht überfordere.
Die Niederlande haben bereits im vergangenen Jahr mit der Rationierung von Strom begonnen, um die Netzbelastung zu reduzieren. Stromrationierung – in einem der wohlhabendsten Länder Europas, im 21. Jahrhundert. Wenn das kein Alarmsignal ist, was dann? Gleichzeitig werden die traditionellen Energieverteilnetze für Erdgas, Erdölprodukte und sogar Kohle systematisch stillgelegt oder eingeschränkt. Man sägt also am einzigen Ast, auf dem man noch halbwegs sicher sitzt.
Die EU gießt Öl ins Feuer
Statt aus den niederländischen Erfahrungen zu lernen, treibt die EU den Wahnsinn auf die Spitze. Das EU-Parlament hat das Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 nun endgültig und verbindlich in Gesetzesform gegossen. Damit wird ein radikaler Klimakurs zementiert – trotz massiver wirtschaftlicher Warnungen und realer Zweifel an der technischen Machbarkeit. Höhere Energiepreise, die Abwanderung von Unternehmen, der Verlust von Millionen Arbeitsplätzen und eine weitere Belastung der Bürger durch teure Umrüstungen und Steuern – all das scheint die Brüsseler Bürokraten nicht zu kümmern.
Während Europa sich selbst deindustrialisiert, bauen China und die USA ihre Industrie massiv aus. Die Wettbewerbsfähigkeit des alten Kontinents schwindet mit jedem weiteren ideologischen Beschluss. Man setzt auf Technologien, die noch nicht marktreif sind, und opfert dafür eine funktionierende Energieinfrastruktur, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde.
Ein Menetekel auch für Deutschland
Was in den Niederlanden geschieht, sollte jeden Deutschen aufhorchen lassen. Auch hierzulande wird die Elektrifizierung mit Nachdruck vorangetrieben, werden Gasheizungen verboten, Wärmepumpen propagiert und der Ausbau erneuerbarer Energien als alternativlos dargestellt. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, pragmatischer zu agieren – doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 sprechen eine andere Sprache. Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen, und die Generationen, die diese Last tragen müssen, wurden nicht gefragt.
Die niederländische Erfahrung zeigt mit erschreckender Deutlichkeit: Wer die Energiewende mit der Brechstange durchsetzt, ohne die physikalischen und infrastrukturellen Realitäten zu berücksichtigen, riskiert nicht nur wirtschaftlichen Niedergang, sondern ganz konkret die Versorgungssicherheit seiner Bürger. Es stellt sich unweigerlich die Frage, ob es sich bei dieser Politik um bloße Inkompetenz handelt – oder ob die Deindustrialisierung Europas womöglich einkalkuliert ist.
Die Überlastung belastet unsere Hochspannungskabel und Umspannwerke so stark, dass die Wahrscheinlichkeit von großflächigen Ausfällen weiter zunimmt. – TenneT-Bericht
Eines steht fest: Die Bürger Europas zahlen den Preis für eine Politik, die mehr von Ideologie als von Sachverstand geleitet wird. Und dieser Preis wird mit jedem Tag höher. In Zeiten derartiger wirtschaftlicher und energiepolitischer Unsicherheit erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen breit aufzustellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Wertspeicher bewährt – unabhängig von Stromnetzen, politischen Launen und ideologischen Experimenten. Als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen unserer Leser.
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