
Nord Stream: Die Spur führt nach Kiew – und Berlin schweigt beharrlich
Es ist eine dieser Nachrichten, die im politischen Berlin niemand hören will. Der Mann, der wegen der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines in Hamburg vor Gericht stehen soll, hat offenbar zum Tatzeitpunkt für die ukrainische Armee und deren Geheimdienst SBU gearbeitet. Was jahrelang beharrlich verschwiegen, verdreht und mit dem Verweis auf ominöse „russische Selbstsabotage“ vom Tisch gewischt wurde, gerinnt nun langsam zu einer unbequemen Wahrheit.
Ein abgehörtes Telefonat als Schlüsselindiz
Wie der „Stern“ unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet, soll der Tatverdächtige in einem von der italienischen Justiz überwachten Gespräch mit seiner Ehefrau selbst offenbart haben, dass er den ukrainischen Streitkräften angehört und im Dienst des SBU gestanden habe. Das Dokument enthalte demnach gleich mehrere Hinweise auf eine Verstrickung staatlicher Stellen der Ukraine in den Anschlag vom 26. September 2022.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Es handelt sich um die erste Anklage einer deutschen Strafverfolgungsbehörde überhaupt in diesem Fall – fast vier Jahre nach der Detonation, die die Ostsee zum Sprudeln und Deutschland um seine Energiesicherheit brachte. Die Bundesanwaltschaft sieht einen hinreichenden Tatverdacht, dass die Sabotage im Auftrag staatlicher ukrainischer Stellen erfolgt sei. Zugelassen ist die Anklage freilich noch nicht, und die Ermittler sollen bislang lediglich Indizien in der Hand halten.
„Alleingelassen“ von seinem Land und seinem Präsidenten
Besonders pikant: In der italienischen Untersuchungshaft habe sich der Festgenommene bitter beklagt, er fühle sich von seinem Land und seinem Präsidenten „alleingelassen“. Zudem soll er den Wunsch geäußert haben, mit seinem „Kommandeur“ sprechen zu dürfen – mutmaßlich ein Hinweis auf einen ukrainischen Geheimdienstmann, der nach der Festnahme schriftlich bestätigt haben soll, dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt unter seinem Befehl gestanden habe.
Ein Mann, der sich von seinem Präsidenten im Stich gelassen fühlt, während dieser jede Beteiligung öffentlich bestreitet – man muss kein Krimineologe sein, um hier eine gewisse Diskrepanz zu erkennen.
Präsident Selenskyj hat eine Verwicklung der Ukraine stets kategorisch zurückgewiesen. Ob diese Beteuerungen angesichts der nun bekannt gewordenen Details weiter Bestand haben, darf jeder Leser selbst beurteilen.
Ein Angriff auf deutsche Infrastruktur – und niemand regt sich auf
Hier liegt der eigentliche Skandal begraben. Die Nord-Stream-Pipelines waren kritische Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland. Ihre Sprengung war nicht weniger als ein Anschlag auf die Versorgungssicherheit eines ganzen Landes. Man stelle sich die Empörung vor, wäre eine solche Tat einem als „Feind“ definierten Staat zuzuschreiben. Doch weil die Spur nun ausgerechnet in Richtung eines politischen Verbündeten weist, den Berlin mit Milliarden alimentiert, herrscht bemerkenswerte Zurückhaltung.
Wo bleibt der Aufschrei jener Politiker, die sonst bei jedem Anlass moralische Fanfaren blasen? Wo die Forderung nach lückenloser Aufklärung? Wer die eigene Bevölkerung monatelang frieren ließ und Milliarden für explodierende Energiepreise zahlen ließ, sollte zumindest ein Interesse daran haben, die Wahrheit über die Täter zu erfahren. Stattdessen: Schweigen im Walde.
Die Rechnung zahlt der deutsche Bürger
Die Folgen dieses Anschlags trägt bis heute der ganz normale Bürger. Explodierte Gaspreise, eine schlingernde Industrie, eine Deindustrialisierung mit Ansage – all das nahm mit dem Ende der günstigen Energieversorgung seinen Lauf. Dass die Aufklärung dieses Verbrechens derart schleppend verläuft und offenbar politisch heikle Fragen lieber unter der Decke gehalten werden, ist ein Armutszeugnis für einen Rechtsstaat, der sich sonst so gern seiner Werte rühmt.
In unsicheren Zeiten, in denen selbst grundlegende Infrastruktur zum Spielball geopolitischer Interessen wird und das Vertrauen in Politik und Institutionen bröckelt, gewinnt ein Gedanke an Bedeutung: die Rückbesinnung auf krisenfeste, physische Werte. Wer sein Vermögen unabhängig von politischen Verwerfungen und den Launen einer sprunghaften Energie- und Wirtschaftspolitik absichern möchte, findet in physischem Gold und Silber seit Jahrtausenden bewährte Anker der Vermögenssicherung – als sinnvolle Beimischung eines breit gestreuten Portfolios.
Hinweis der Redaktion: Der vorliegende Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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