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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
19:37 Uhr

Nord-Stream-Sabotage: Wusste die CIA von Anfang an Bescheid?

Es ist eine Geschichte, die einfach nicht zur Ruhe kommt – und mit jeder neuen Enthüllung wird das Bild düsterer. Laut einem aktuellen Bericht sollen Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA bereits im Frühjahr 2022 von den Plänen zur Sprengung der Nord-Stream-Pipelines gewusst haben. Monate bevor die Detonationen am Grund der Ostsee drei der vier Leitungsstränge zerstörten und Deutschland in eine beispiellose Energiekrise stürzten.

Geheime Treffen in Kiew

Den Berichten zufolge hätten sich CIA-Vertreter im Frühjahr 2022 in der ukrainischen Hauptstadt mit Spezialisten für Sabotageoperationen getroffen. Bei diesen Zusammenkünften sei auch ein möglicher Angriff auf die Gasleitungen in der Ostsee thematisiert worden. Technische Details der Operation seien erörtert worden – und die amerikanische Seite habe zunächst nicht widersprochen. Erst später hätten CIA-Vertreter die Ukrainer vor einer Umsetzung gewarnt und erklärt, man könne die Aktion nicht unterstützen. Eine finanzielle Beteiligung habe es demnach nicht gegeben.

Man muss sich diese Chronologie auf der Zunge zergehen lassen: Erst zuhören, technische Details besprechen, dann irgendwann warnen – aber offenbar niemanden sonst informieren. Nicht die Deutschen, deren kritische Infrastruktur da gerade ins Fadenkreuz geriet. Nicht die Europäer, die auf das Gas angewiesen waren. Niemanden.

Die CIA dementiert – wie immer

Eine Sprecherin der CIA bezeichnete die Darstellung als „komplett und völlig falsch". Weitere Details nannte der Geheimdienst nicht. Auf konkrete Nachfragen äußerte sich die Behörde nicht näher. Wer sich mit der Geschichte amerikanischer Geheimdienstoperationen auch nur oberflächlich beschäftigt hat, den dürfte dieses knappe Dementi kaum überraschen. Es gehört zum Standardrepertoire.

Dabei hatte kein Geringerer als der damalige US-Präsident Joe Biden selbst im Februar 2022 – also noch vor dem Treffen in Kiew – vor laufenden Kameras und in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz erklärt, man werde Nord Stream 2 „ein Ende bereiten", sollte Russland in die Ukraine einmarschieren. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wie er das bewerkstelligen wolle, antwortete Biden mit entwaffnender Offenheit: „I promise you, we will be able to do it." Diese Worte klingen im Rückblick weniger wie eine diplomatische Drohgebärde und mehr wie eine Ankündigung.

Die Mär von der Segeljacht

Im Zusammenhang mit der Sabotage sitzt derzeit der ehemalige ukrainische Kommandosoldat Serhij K. in Hamburg in Untersuchungshaft. Laut einem Haftbeschluss des Bundesgerichtshofs sei die Operation „hochwahrscheinlich" staatlich gesteuert gewesen. Die offizielle Darstellung besagt, dass mehrere Personen im September 2022 mit einer Segeljacht namens „Andromeda" in See gestochen seien und nahe der dänischen Insel Bornholm Sprengstoff an den Pipelines angebracht hätten.

Diese Version wirft allerdings mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Erfahrene Taucher weisen darauf hin, dass Arbeitstauchgänge in rund 90 Metern Tiefe – in Gewässern mit Strömung und schlechter Sicht – mit der Ausrüstung eines Segelboots schlicht nicht durchführbar seien. Für solche Tiefen wären Mischgase, Spezialausrüstung und erhebliche Dekompressionszeiten erforderlich. Die Vorstellung, dass ein paar Männer und eine Frau von einer Charterjacht aus eine der bestgesicherten Unterwasser-Infrastrukturen Europas sprengten, mutet geradezu grotesk an.

Deutschlands teuerster Terroranschlag – und niemand will es gewesen sein

Was bei all dem Nebel aus Dementis, Halbwahrheiten und konkurrierenden Narrativen untergeht, ist die schiere Dimension des Schadens. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines war der schwerste Angriff auf deutsche Infrastruktur seit dem Zweiten Weltkrieg. Die wirtschaftlichen Folgen – explodierende Energiepreise, Deindustrialisierung, Milliardenverluste – wirken bis heute nach und haben den Wohlstand der deutschen Mittelschicht nachhaltig beschädigt.

Und was tat die damalige Bundesregierung? Sie schwieg. Sie ermittelte lustlos. Und sie überwies gleichzeitig Milliarden an Hilfsgeldern an eben jenes Land, das im dringenden Verdacht steht, diese Sabotage durchgeführt zu haben. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um diese Konstellation als zutiefst verstörend zu empfinden. Es reicht, gesunden Menschenverstand zu besitzen.

Auch niederländische und deutsche Geheimdienste sollen vorab Hinweise auf mögliche Anschlagspläne erhalten haben. Wurde die Bundesregierung gewarnt? Wenn ja – warum hat sie nichts unternommen? Wenn nein – warum nicht? Beide Antworten wären gleichermaßen erschütternd.

Ein Vertrauensbruch historischen Ausmaßes

Die Nord-Stream-Affäre offenbart ein fundamentales Problem der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik: die naive Abhängigkeit von vermeintlichen Verbündeten, die im Ernstfall ausschließlich ihre eigenen Interessen verfolgen. Die USA sind der größte wirtschaftliche Profiteur dieses Terrorakts – ihr teures Fracking-Gas hat das günstige russische Pipeline-Gas auf dem europäischen Markt ersetzt. Deutschland hingegen ist das größte Opfer.

Es ist höchste Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier für Aufklärung sorgt. Die deutschen Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wer ihre Energieversorgung zerstört hat – und wer davon wusste. Denn eines steht fest: Wer schweigt, macht sich mitschuldig. Und Deutschland hat lange genug geschwiegen.

In Zeiten solch geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen breit aufzustellen und gegen Krisen abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Entscheidungen, Energiekrisen oder dem Wohlwollen vermeintlicher Verbündeter. Als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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