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14.04.2026
07:21 Uhr

Nordkoreas Kriegsmaschinerie auf Hochtouren: Kim testet Marschflugkörper von neuem Zerstörer

Nordkoreas Kriegsmaschinerie auf Hochtouren: Kim testet Marschflugkörper von neuem Zerstörer

Während die Welt gebannt auf den eskalierenden Nahostkonflikt und die geopolitischen Verwerfungen durch Trumps Handelskriege blickt, nutzt das Regime in Pjöngjang die strategische Ablenkung eiskalt aus. Am vergangenen Sonntag ließ Diktator Kim Jong Un erneut strategische Marschflugkörper und Schiffsabwehrraketen von seinem Vorzeige-Zerstörer „Choe Hyon" abfeuern – und demonstrierte damit einmal mehr, dass Nordkorea seine militärischen Ambitionen mit beunruhigender Geschwindigkeit vorantreibt.

Fünf Raketen, ein klares Signal

Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag vermeldete, seien zwei strategische Marschflugkörper und drei Schiffsabwehrraketen abgefeuert worden. Der Test habe der Überprüfung des integrierten Waffenleitsystems des Kriegsschiffs gedient, zudem sollten die Besatzungen in Abschussverfahren geschult und die Genauigkeit sowie die Störsicherheit aufgerüsteter Navigationssysteme verifiziert werden. Die Marschflugkörper seien zwischen 7.869 und 7.920 Sekunden in der Luft gewesen, die Schiffsabwehrraketen zwischen 1.960 und 1.973 Sekunden – jeweils über den Gewässern vor der Westküste des Landes. Pjöngjang sprach von „ultrapräziser Treffergenauigkeit". Ob diese Angaben der Realität entsprechen, lässt sich freilich nicht unabhängig überprüfen.

Kim Jong Un persönlich habe den Test gemeinsam mit hochrangigen Verteidigungsbeamten und Marinekommandeuren beobachtet, so der Bericht weiter. Der nordkoreanische Machthaber betonte dabei, dass die Stärkung der nuklearen Kriegsabschreckung oberste Priorität genieße. Er forderte Verbesserungen bei den strategischen und taktischen Angriffsfähigkeiten sowie bei der Schnellreaktionsbereitschaft.

Vom Einzelschiff zur Zerstörer-Flottille

Besonders alarmierend dürfte für westliche Beobachter eine Randnotiz des KCNA-Berichts sein: Kim sei am selben Tag über die Waffensystempläne für zwei weitere Zerstörer im Bau informiert worden. Dies deutet auf die Vorbereitung eines dritten und vierten Schiffs der Choe-Hyon-Klasse hin. Die Erstbewaffnungstests des 5.000-Tonnen-Kriegsschiffs fanden bereits im April 2025 statt, und im Juni desselben Jahres verkündete Kim den Bau zweier weiterer Zerstörer für 2026 sowie die jährliche Indienststellung von zwei Schiffen gleicher oder fortgeschrittenerer Klasse.

Lim Eul-chul, Professor an der südkoreanischen Kyungnam-Universität, ordnete die Entwicklung ein: Die Erwähnung eines vierten Zerstörers sei offenbar die erste offizielle Bestätigung, dass der Bau dieses Schiffs über frühere Ankündigungen hinaus tatsächlich begonnen habe. Die Nennung des dritten und vierten Zerstörers lege nahe, dass Nordkorea die Bildung einer Zerstörer-Flottille beschleunige, anstatt lediglich einzelne Plattformen ins Feld zu führen. Eine schnellere Folgeproduktion sei typisch, sobald die ersten Tests als erfolgreich eingestuft würden.

Globale Ablenkung als strategisches Fenster

Was diese Entwicklung besonders brisant macht, ist der geopolitische Kontext. Der Analyst Lim wies darauf hin, dass Nordkorea offenkundig die globalen strategischen Ablenkungen ausnutze – darunter den Konflikt im Nahen Osten, wo Israel und der Iran in eine gefährliche Eskalationsspirale geraten sind –, um irreversible Fortschritte bei seinen nuklearen Fähigkeiten und Trägersystemen zu erzielen. Die Waffenentwicklung beschleunige sich an mehreren Fronten gleichzeitig.

Man muss kein Sicherheitsexperte sein, um zu erkennen, welches Muster sich hier abzeichnet. Während die westlichen Demokratien mit innenpolitischen Grabenkämpfen, ideologischen Debatten und wirtschaftlicher Selbstschwächung beschäftigt sind, rüsten autoritäre Regime in atemberaubendem Tempo auf. Die nordkoreanische Botschaft in Peking reagierte bezeichnenderweise nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.

Europa muss aufwachen

Für Deutschland und Europa sollten diese Nachrichten ein weiterer Weckruf sein. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen einen ersten Schritt in Richtung Infrastruktur und Verteidigung unternommen – doch ob das ausreicht, um den wachsenden Bedrohungen einer zunehmend multipolaren und instabilen Welt zu begegnen, darf bezweifelt werden. Während Merz am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Berlin empfing, baut Nordkorea unbehelligt an seiner Kriegsflotte. Die Frage, die sich stellt, ist so simpel wie unbequem: Wie lange kann sich der Westen noch den Luxus leisten, seine eigene Verteidigungsfähigkeit zu vernachlässigen, während Diktatoren weltweit aufrüsten?

In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage unverzichtbar sind. Wenn Raketen fliegen und Konflikte eskalieren, verlieren Papierwerte schnell an Substanz – Edelmetalle hingegen haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt und bieten gerade in turbulenten Zeiten einen verlässlichen Anker für die Vermögenssicherung.

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