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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
12:58 Uhr

Öffentlich-rechtliche Meinungsmache: BR-Stammtisch konstruiert absurden Zusammenhang zwischen Social Media und Gewaltverbrechen

Es ist ein Trauerspiel, das sich im deutschen Fernsehen mit erschreckender Regelmäßigkeit wiederholt: Ein tragisches Verbrechen geschieht, und noch bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind, nutzen die öffentlich-rechtlichen Medien die Gelegenheit, um ihre eigene politische Agenda voranzutreiben. Der jüngste Fall ereignete sich im „Sonntags-Stammtisch" des Bayerischen Rundfunks, wo eine illustre Runde aus Moderatoren, ehemaligen Sportlern und Kabarettisten einen haarsträubenden Zusammenhang zwischen sozialen Medien und dem gewaltsamen Tod des Zugbegleiters Serkan C. konstruierte.

Die Fakten werden ignoriert – die Narrative bedient

Serkan C. wurde vergangene Woche bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz durch gezielte Faustschläge gegen den Kopf so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Ein 26-jähriger Grieche steht unter Tatverdacht. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keinerlei Hinweise auf eine politische Motivation der Tat. Doch was kümmern Fakten, wenn man eine Sendung zu füllen hat?

Statt sich mit den tatsächlichen Ursachen der zunehmenden Gewalt in Deutschland auseinanderzusetzen, schwadronierte die Runde lieber über die vermeintlichen Gefahren sozialer Medien. Der ehemalige Skirennläufer Christian Neureuther – dessen Expertise in Sachen Medienpsychologie und Kriminologie sich wohl auf seine Erfahrungen auf der Skipiste beschränkt – forderte prompt ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Jugendliche seien schließlich nicht in der Lage, politische Propaganda als solche zu erkennen.

Kabarettist als Experte für gesellschaftliche Verrohung

Moderator Hans-Werner Kilz griff den Ball dankbar auf und fragte den Kabarettisten Wolfgang Krebs, ob man einen Zusammenhang zwischen sozialen Medien und dem Tod von Serkan C. herstellen könne. Die Antwort kam prompt und ohne jeden Beleg: „Ich sehe das absolut so." Algorithmen funktionierten, so Krebs' tiefschürfende Analyse, vor allem über Zuspitzung – „nur durch Hetze und durch Hass".

„Früher hat der Stammtisch regulierend eingegriffen, wenn jemand eine extreme Position vertreten hat. Diese nivellierende Wirkung ist in den sozialen Medien nicht mehr vorhanden."

Man muss sich diese Argumentation auf der Zunge zergehen lassen: Ein Mann wird bei einer Fahrkartenkontrolle totgeschlagen, und die versammelte Expertenrunde im BR macht dafür Twitter und Facebook verantwortlich. Worin genau der kausale Zusammenhang zwischen politischer Polarisierung in sozialen Medien und einer offenbar völlig unpolitischen Gewalttat bestehen soll, wurde selbstverständlich nicht erläutert. Warum auch? Es geht ja nicht um Aufklärung, sondern um Stimmungsmache.

Die eigentlichen Fragen bleiben ungestellt

Was die Runde geflissentlich ignorierte: Die Gewalt in Deutschland hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen – und zwar nicht wegen irgendwelcher Algorithmen. Die Kriminalstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk offenbar nicht hören will. Messerangriffe, Gewalttaten im öffentlichen Raum, Übergriffe auf Bedienstete des öffentlichen Dienstes – all das hat Ursachen, die weit jenseits von Social Media liegen.

Interessant ist auch, was nicht thematisiert wurde: In welchem kulturellen Umfeld wurde der Tatverdächtige sozialisiert? Welche Werte wurden ihm vermittelt? Stand er unter Drogeneinfluss? All diese Fragen hätten einer seriösen Diskussion würdig gewesen. Stattdessen wurde das Narrativ bedient, das den Verantwortlichen offenbar am Herzen liegt: Die bösen sozialen Medien sind schuld, und deshalb brauchen wir mehr Regulierung, mehr Kontrolle, mehr staatliche Eingriffe in die Meinungsfreiheit.

Der rosa Elefant im Raum

Es ist bezeichnend für den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, dass ausgerechnet ein Skirennläufer und ein Kabarettist als Experten für gesellschaftliche Entwicklungen präsentiert werden. Noch bezeichnender ist, dass niemand in der Runde die offensichtlichen Widersprüche ansprach. Wenn Social Media tatsächlich für die Verrohung der Gesellschaft verantwortlich wäre, müsste man in Ländern wie Polen, Tschechien oder Ungarn ähnliche Entwicklungen beobachten. Dort nutzen die Menschen schließlich dieselben Plattformen. Doch seltsamerweise bleiben die Gewalttaten dort auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Der Algorithmus von X (ehemals Twitter) ist übrigens längst öffentlich einsehbar. Wer dort nach den angeblichen „Hass und Hetze"-Funktionen sucht, wird enttäuscht werden. Aber Fakten haben in der Welt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks offenbar nur dann Relevanz, wenn sie ins gewünschte Narrativ passen.

Ein Muster wird sichtbar

Die Sendung reiht sich nahtlos ein in eine lange Tradition öffentlich-rechtlicher Meinungsmache. Immer wenn ein Verbrechen geschieht, das unbequeme Fragen aufwerfen könnte, wird reflexartig auf Ablenkungsmanöver gesetzt. Mal ist es Putin, mal die AfD, mal Donald Trump, und jetzt eben Elon Musk und seine Plattform. Hauptsache, man muss sich nicht mit den eigentlichen Problemen auseinandersetzen, die eine verfehlte Politik der vergangenen Jahre verursacht hat.

Die deutschen Bürger haben längst erkannt, was hier gespielt wird. Die Einschaltquoten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sinken kontinuierlich, während alternative Medien und soziale Netzwerke immer mehr Zuspruch finden. Vielleicht liegt das ja daran, dass die Menschen dort Informationen erhalten, die ihnen der Staatsfunk vorenthält. Aber das wäre natürlich wieder nur „Hass und Hetze".

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