Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
23.01.2026
18:39 Uhr

Öffentlich-rechtliche Zufälle: ZDF-Studioleiter als „zufälliger Passant" bei Radio Bremen

Öffentlich-rechtliche Zufälle: ZDF-Studioleiter als „zufälliger Passant" bei Radio Bremen

Man könnte es für einen schlechten Witz halten, wäre es nicht bittere Realität: Bei einer vermeintlich spontanen Straßenumfrage von Radio Bremen zum Thema Brückenästhetik wurde ausgerechnet der Leiter des ZDF-Landesstudios Bremen als „zufälliger" Gesprächspartner präsentiert. Ohne jeglichen Hinweis auf seine Position im öffentlich-rechtlichen Rundfunk durfte Alexander Poel den Zuschauern seine Vorliebe für „schöne klassische Brücken mit Bögen und ein bisschen Schnörkel" kundtun.

Die Illusion der Zufälligkeit

Der etwa vierminütige Beitrag erschien in der Sendereihe „Wochenserie" der Abendsendung „buten un binnen". Neben einem Statik-Experten und einem sogenannten „Kunst-Paten" sollten auch vermeintlich wahllos angesprochene Passanten zu Wort kommen. Dass einer dieser angeblich zufällig ausgewählten Fußgänger ein hochrangiger Funktionär des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist, verschwieg man den Gebührenzahlern geflissentlich.

Alexander Poel ist seit Anfang 2025 Leiter des ZDF-Landesstudios Bremen. Seine Karriere führte ihn zuvor durch die ZDF-Landesstudios Bayern sowie durch diverse Auslandsstudios in Paris, London, Brüssel, Istanbul und Tel Aviv. Ein Mann also, der dem Bremer Sender Radio Bremen mit Sicherheit nicht unbekannt gewesen sein dürfte. Die Frage, ob es sich hier tatsächlich um einen Zufall handelt oder um eine bewusste Inszenierung, drängt sich förmlich auf.

Systematische Intransparenz beim ÖRR

Dieser Vorfall reiht sich nahtlos in eine lange Liste ähnlicher Fälle ein. Immer wieder werden bei öffentlich-rechtlichen Sendern Parteifunktionäre, Aktivisten oder eben ÖRR-Mitarbeiter als vermeintlich neutrale Bürger präsentiert, ohne dass deren tatsächliche Funktion kenntlich gemacht wird. Was einmal als Ausrutscher durchgehen könnte, entwickelt sich zunehmend zu einem Muster, das das Vertrauen in die Objektivität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiter untergräbt.

Die Dreistigkeit, mit der hier vorgegangen wird, ist bemerkenswert. Man scheint sich im Elfenbeinturm der Rundfunkanstalten offenbar sicher zu fühlen – schließlich fließen die Zwangsgebühren unabhängig von der Qualität der Berichterstattung. Über acht Milliarden Euro jährlich kassiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk von den deutschen Haushalten, und was bekommt der Bürger dafür? Inszenierte Straßenumfragen, bei denen sich die Kollegen gegenseitig interviewen.

Die Arroganz der Macht

Besonders pikant erscheint der Vorfall vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Qualitätsstandards im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Während Intendanten und Programmdirektoren nicht müde werden, die hohen journalistischen Standards ihrer Häuser zu betonen, zeigt die Praxis ein völlig anderes Bild. Die Selbstreferenzialität des Systems kennt offenbar keine Grenzen mehr.

Radio Bremen, die kleinste ARD-Anstalt, produziert für das chronisch klamme Bundesland Bremen ein Programm, das sich zunehmend als Echokammer der eigenen Blase entpuppt. Dass ausgerechnet dort ein ZDF-Funktionär als neutraler Bürger auftritt, ohne dass dies transparent gemacht wird, spricht Bände über das Selbstverständnis dieser Institutionen.

Der Bürger als Zahlmeister ohne Mitsprache

Was bleibt, ist ein weiterer Beweis dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk dringend einer grundlegenden Reform bedarf. Die Zwangsfinanzierung durch den Rundfunkbeitrag entkoppelt die Sender vollständig von den Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Zuschauer. Wer zahlen muss, egal ob er will oder nicht, dem schuldet man offenbar keine Rechenschaft mehr.

Die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen deutlich, dass die Bürger diese Praktiken längst durchschaut haben. „Oops, they did it again" kommentiert ein Nutzer treffend. Ein anderer fragt sich, „wie blöd man sein kann". Die Antwort ist simpel: So blöd, wie man sein darf, wenn Konsequenzen ausbleiben.

Es wäre an der Zeit, dass die Politik endlich handelt und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf ein vernünftiges Maß zurückstutzt. Ein schlanker, wirklich unabhängiger Grundfunk wäre im Interesse aller Bürger – nur eben nicht im Interesse derjenigen, die vom aktuellen System profitieren. Und das sind, wie dieser Fall einmal mehr zeigt, vor allem die Funktionäre des Systems selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen