
Öl-Schock am Horizont: Wenn ausgerechnet die Grünen plötzlich um Ölpreise bangen

Es gehört zu den grotesken Wendungen unserer Zeit, dass ausgerechnet jene Partei, die den Deutschen jahrelang das Verbrennen von Öl austreiben wollte, nun mit besorgter Miene vor steigenden Ölpreisen warnt. Anton Hofreiter, seines Zeichens Grünen-Außenpolitiker, prognostiziert nach der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran eine Zukunft mit dauerhaft hohen Ölpreisen. Man reibt sich verwundert die Augen: Sollte der schwarze Rohstoff nicht ohnehin bald überflüssig werden im grünen Utopia?
Die Waffenruhe ist Geschichte – der Nahe Osten brennt wieder
Der Anlass für die neue Beunruhigung ist ernst. US-Präsident Donald Trump erklärte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara die Waffenruhe mit dem Iran für beendet. In der Nacht sollen amerikanische Streitkräfte erneut 90 Ziele im Iran attackiert haben. Trump wirft Teheran vor, das mühsam ausgehandelte Rahmenabkommen tagtäglich zu verletzen. Auslöser der Eskalation seien Angriffe auf Handelsschiffe in der strategisch entscheidenden Straße von Hormus gewesen, für die Washington den Iran verantwortlich macht.
Ausgerechnet während des Nato-Gipfels habe der Iran drei Handelsschiffe attackiert – eine, wie es der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen formulierte, „offensichtliche Provokation" gegenüber den Vereinigten Staaten. Dass die USA einen solchen Bruch nicht folgenlos hinnehmen könnten, liege auf der Hand.
Wenn Politiker plötzlich die Wirtschaft entdecken
Röttgen sieht keine schnelle Entspannung. Die Unsicherheit im Nahen Osten werde bleiben – mit erheblichen negativen Folgen nicht nur für die Region, sondern, so seine Worte, auch „für unsere Wirtschaft und Sicherheit". Zugleich verteilte er einen Seitenhieb Richtung Washington: Die amerikanische Nahostpolitik sei seit Kriegsbeginn ein „Schlingerkurs".
„Wir müssen uns auf einen lang anhaltenden Konflikt und dauerhaft hohe Ölpreise einstellen." – Anton Hofreiter, Bündnis 90/Die Grünen
Und Hofreiter setzte noch einen drauf: Die USA hätten den „Krieg gegen den Iran strategisch verloren". Washington stehe schlechter da als zuvor, als Teheran die Straße von Hormus noch nicht kontrolliert habe. Man mag über diese Einschätzung streiten – interessanter ist die Frage, was hohe Ölpreise für den deutschen Bürger bedeuten.
Wer die Zeche zahlt, steht längst fest
Die Antwort ist ernüchternd: Es ist der Steuerzahler, der Autofahrer, der Häuslebauer mit Ölheizung. Nach Jahren einer Energiepolitik, die Deutschland systematisch von bezahlbarer Energie entwöhnt hat, treffen uns geopolitische Schocks umso härter. Wer die heimische Kernkraft abschaltet, wer die Versorgung ideologisch verengt, der macht ein Industrieland verwundbar. Diese Fehlpolitik rächt sich nun in einer Zeit, in der die Welt gefährlicher geworden ist.
Krisen sind das Umfeld, in dem Sachwerte glänzen
Was lehrt uns die Geschichte? In Zeiten geopolitischer Turbulenzen, steigender Energiepreise und einer heraufziehenden Inflationswelle suchen kluge Anleger Schutz. Steigende Ölpreise heizen die Teuerung an – und eine ausufernde Inflation frisst Papiervermögen wie Sparguthaben oder Anleihen erbarmungslos auf. Gold und Silber hingegen haben in Jahrtausenden bewiesen, dass sie ihre Kaufkraft bewahren, wenn ringsum die Gewissheiten wanken. Wer sein Vermögen breit streuen und krisenfest machen möchte, dem bieten physische Edelmetalle eine bewährte Ergänzung eines soliden Portfolios.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche beruhen. Für getroffene Entscheidungen und deren Folgen ist jeder Anleger selbst verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Verluste.

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