
OpenAI setzt auf Werbung in ChatGPT – während China den KI-Wettlauf dramatisch verschärft

Die Welt der künstlichen Intelligenz gleicht derzeit einem geopolitischen Schachspiel, bei dem die Figuren in atemberaubendem Tempo über das Brett geschoben werden. OpenAI-Chef Sam Altman hat nun in einem bemerkenswerten Interview eingeräumt, was viele Beobachter längst ahnten: Der technologische Fortschritt chinesischer Unternehmen sei schlichtweg „bemerkenswert" – und das über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.
Chinas rasanter Aufstieg im KI-Wettrennen
Die Volksrepublik China rüstet im Rennen um die sogenannte Artificial General Intelligence (AGI) – also eine KI, die menschliche Fähigkeiten vollumfänglich erreicht oder gar übertrifft – massiv auf. Altman beschrieb das Tempo des technologischen Fortschritts in „vielen Bereichen", einschließlich der KI, als „erstaunlich schnell". In einigen Feldern befänden sich chinesische Technologieunternehmen bereits an der Spitze der Entwicklung, in anderen lägen sie noch zurück.
Was dabei besonders ins Auge sticht: China skaliert systematisch seine heimischen Chiphersteller, die langfristig Branchenriesen wie Nvidia Konkurrenz machen sollen. An den Börsen erleben chinesische KI-Unternehmen bereits massive Kursrallyes, befeuert von Investoren, die auf deren enormes Potenzial setzen. Altman ist bei weitem nicht der einzige westliche Technologieführer, der diese Entwicklung mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt. Microsoft-Präsident Brad Smith warnte erst kürzlich, amerikanische Technologiekonzerne sollten sich „ein wenig Sorgen" über die staatlichen Subventionen machen, die ihre chinesischen Wettbewerber von Peking erhielten.
Ein Weckruf für den Westen?
Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Während sich Europa – und insbesondere Deutschland – mit ideologischen Debatten über Regulierung, Datenschutzbedenken und bürokratische Hürden beschäftigt, investiert China Milliarden in die Zukunftstechnologie schlechthin. Die Frage drängt sich auf: Wo bleibt eigentlich der europäische Beitrag zu diesem epochalen Wettrennen? Die Antwort ist so ernüchternd wie vorhersehbar – praktisch nirgends. Statt Innovationen zu fördern, erstickt man sie in einem Dickicht aus Verordnungen. Der EU AI Act lässt grüßen.
Werbung in ChatGPT: OpenAIs Griff nach neuen Einnahmequellen
Doch Altman sprach nicht nur über die chinesische Konkurrenz. Er gewährte auch Einblicke in die Monetarisierungsstrategie seines Unternehmens – und die hat es in sich. OpenAI plant, Werbeanzeigen in ChatGPT zu integrieren. Das Modell? „Instagram-Style-Ads", bei denen Nutzer Produkte entdecken sollen, die sie angeblich „wirklich mögen könnten und von denen sie sonst nie erfahren hätten". Klingt vertraut. Klingt nach dem bewährten Rezept der Aufmerksamkeitsökonomie.
Die Pläne befänden sich noch in einem frühen Stadium, räumte Altman ein. Man müsse noch herausfinden, welches Werbeformat am besten funktioniere. Zunächst sollen die Anzeigen in den USA getestet werden, bevor sie auf andere Märkte ausgerollt würden. Für ein Unternehmen, in das Investoren laut der Plattform Dealroom bereits rund 70 Milliarden Dollar gepumpt haben und das gerade eine weitere Finanzierungsrunde über 100 Milliarden Dollar abzuschließen versucht, ist der Druck zur Monetarisierung offensichtlich enorm.
Wachstum vor Profitabilität – ein riskantes Spiel
Auf die Frage nach dem Zeitplan zur Profitabilität gab sich Altman betont gelassen. Das Unternehmen wachse „extrem schnell", und solange die Stückökonomie vernünftig sei, wolle man sich auf weiteres Wachstum konzentrieren. Profitabel werde man dann, „wenn es Sinn ergibt". Eine Formulierung, die erfahrene Anleger aufhorchen lassen dürfte – erinnert sie doch fatal an die Rhetorik zahlreicher Tech-Unternehmen der Dotcom-Ära, die ebenfalls Wachstum über alles stellten, bevor die Blase platzte.
Für den gewöhnlichen Bürger und Sparer bleibt die Erkenntnis: Die KI-Branche ist ein hochspekulatives Feld, in dem Milliardensummen bewegt werden, ohne dass auch nur annähernd klar wäre, welche Geschäftsmodelle sich langfristig durchsetzen. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen schützen möchte, tut gut daran, nicht blind jedem Hype hinterherzulaufen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – ganz ohne Werbeeinblendungen, Finanzierungsrunden oder das Wohlwollen staatlicher Subventionen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in Zeiten technologischer Umbrüche und geopolitischer Verwerfungen unverzichtbar ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.
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