
Österreich ruft zum Stromsparen auf – droht Deutschland dasselbe Schicksal?

Was nach einem schlechten Scherz klingt, ist bittere Realität im Herzen Europas: Die österreichische Regierung fordert ihre Bürger allen Ernstes dazu auf, zwischen 6 und 24 Uhr Strom zu sparen – also praktisch den gesamten Tag. Der Grund? Die Gasspeicher leeren sich in besorgniserregendem Tempo, und ein erheblicher Teil des österreichischen Stroms wird aus Erdgas erzeugt. Willkommen in der Energiewende, wie sie leibt und lebt.
Wäsche waschen am Wochenende, duschen nach Mitternacht
Die Ratschläge der Wiener Regierung lesen sich wie eine Realsatire: Die Wäsche solle man doch bitte am Wochenende waschen, das Duschen auf den späten Abend verschieben. Man fragt sich unwillkürlich, ob demnächst auch noch Empfehlungen zum optimalen Zeitpunkt des Zähneputzens folgen. Doch der Hintergrund ist alles andere als lustig. Am vergangenen Montag waren die österreichischen Gasspeicher im bundesweiten Durchschnitt nur noch zu rund 39 Prozent gefüllt – ein dramatischer Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als zum selben Zeitpunkt noch knapp 55 Prozent Füllstand verzeichnet wurden.
Erschwerend kommt hinzu, dass der SEFE-Gasspeicher im österreichischen Haidach, der auch Bayern mit Gas versorgt, in dieser Woche aufgrund technischer Störungen weniger liefern kann. Die Einschränkung soll voraussichtlich bis zum 20. Februar andauern. Der Anteil von Erdgas an der österreichischen Stromproduktion lag im Januar bei beachtlichen 28 bis 30 Prozent – ein Wert, der über die gesamten Herbst- und Wintermonate hinweg relativ stabil bleibt.
Deutschland: Noch schlimmere Ausgangslage
Wer nun glaubt, dies sei ein rein österreichisches Problem, der irrt gewaltig. Die Lage in Deutschland ist womöglich noch prekärer. Zum 1. Februar lag der bundesweite durchschnittliche Füllstand der Gasspeicher bei lediglich 31 Prozent. Mehrere Speicher haben den in der Gasspeicherfüllstandsverordnung vorgeschriebenen Mindestfüllstand von 30 Prozent bereits deutlich unterschritten – und das wohlgemerkt mitten im Winter. Rund 22 Prozent des deutschen Stroms werden aus Gas erzeugt. Die Abhängigkeit ist also auch hierzulande erheblich.
Das deutsche Energiesicherungsgesetz sieht in Paragraf 30 ausdrücklich vor, dass die Bundesregierung Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs von elektrischer Energie oder Erdgas anordnen kann, sobald eine drohende Gasmangellage erkennbar wird. Pikantes Detail: Die sogenannte Frühwarnstufe Gas gilt in Deutschland bereits seit geraumer Zeit. Theoretisch könnte die Regierung also jederzeit Sparmaßnahmen verordnen – ganz ohne neue Gesetzgebung.
Politisches Kalkül vor den Landtagswahlen?
Dass die Bundesregierung unter Friedrich Merz bislang keine derartigen Aufrufe gestartet hat, dürfte weniger an der komfortablen Versorgungslage liegen als vielmehr am politischen Kalender. Mit den anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wäre ein öffentlicher Sparappell politischer Sprengstoff. Wer will schon kurz vor dem Urnengang zugeben, dass die Energieversorgung eines der reichsten Länder der Welt auf wackligen Beinen steht?
Bereits im Herbst und Winter 2022 hatte Deutschland einen Vorgeschmack auf solche Maßnahmen bekommen: Damals wurde die Raumtemperatur in Büros auf maximal 19 Grad begrenzt, Flure in öffentlichen Gebäuden durften nicht mehr beheizt werden. Die Erinnerung an den berüchtigten „Waschlappen-Vorschlag" eines grünen Ministerpräsidenten dürfte vielen Bürgern noch lebhaft im Gedächtnis sein.
Das Erbe einer verfehlten Energiepolitik
Was wir hier erleben, ist nichts anderes als die Quittung für Jahre ideologiegetriebener Energiepolitik. Die überstürzte Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke, die naive Abhängigkeit von russischem Gas, der blinde Glaube an Wind und Sonne als alleinige Heilsbringer – all das rächt sich nun in einer Situation, in der Europas Bürger im Februar 2026 ernsthaft darüber nachdenken müssen, wann sie ihre Waschmaschine einschalten dürfen.
Statt einer verlässlichen, bezahlbaren und technologieoffenen Energieversorgung hat man den Bürgern eine Mangelwirtschaft beschert, die an längst überwunden geglaubte Zeiten erinnert. Die Energiepreise in Deutschland und Österreich gehören zu den höchsten weltweit – und nun sollen die Menschen auch noch ihren Verbrauch einschränken, weil die Politik es versäumt hat, rechtzeitig für ausreichende Reserven zu sorgen.
Es ist eine bittere Ironie der Geschichte: Während man in Berlin und Wien jahrelang über Klimaneutralität, CO₂-Steuern und das Ende fossiler Energieträger philosophierte, hat man schlicht vergessen, dass eine Industrienation zunächst einmal eine sichere Energieversorgung braucht. Die Zeche zahlen wie immer die Bürger – mit höheren Rechnungen, kälteren Wohnungen und dem demütigenden Ratschlag, doch bitte nach Mitternacht zu duschen.
Vorsorge als Gebot der Stunde
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der Wert von Vorsorge und Eigenverantwortung. Wer klug ist, hat Vorräte an Lebensmitteln und Wasser für einige Tage angelegt, Kerzen und Taschenlampen griffbereit. Das ist keine Panikmache, sondern schlichte Vernunft in einem Land, dessen Energieversorgung zunehmend auf Kante genäht ist. Und auch bei der finanziellen Vorsorge empfiehlt es sich, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Vermögensschutz bewährt – gerade in Zeiten, in denen die Inflation durch milliardenschwere Sondervermögen und steigende Energiekosten weiter angeheizt wird, bieten sie eine solide Ergänzung für jedes breit gestreute Anlageportfolio.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keine Haftung.
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