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Kettner Edelmetalle
04.09.2026
12:34 Uhr
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Patriot-Poker in Brüssel: Kiews Milliarden-Wunsch bleibt liegen

Patriot-Poker in Brüssel: Kiews Milliarden-Wunsch bleibt liegen
Symbolbild: KI-generiert

Die Ukraine will mehrere Milliarden Euro aus dem 90-Milliarden-Kredit der EU – nicht für Straßen oder Gehälter, sondern für amerikanische Patriot-Abfangraketen. Brüssel bestätigte den Antrag am Mittwoch. Doch bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister einen Tag zuvor gab es nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas keinen konkreten Fortschritt.

Von der Leyen preist den Plan – Kallas dämpft

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte vor einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, das Paket sei mehrere Milliarden Euro schwer und decke Kiews Luftverteidigungsbedarf ab, einschließlich hochwertiger PAC-3-Systeme.

Ihre Kollegin Kallas klang deutlich nüchterner. Es habe Telefonate und Gespräche über die Raketen gegeben, sinngemäß aber keinen konkreten Erfolg an diesem Tag. Ihr Vorschlag laute demnach, dass Patriot-Raketen, die nach NATO-Standards ohnehin bald ablaufen, an die Ukraine abgegeben werden sollten.

Die Batterien stehen still

Wie dramatisch die Lage ist, zeigte Mitte August ein Bericht des US-Senders CNN. Ein Reporterteam durfte erstmals eine Patriot-Stellung auf ukrainischem Boden besuchen – unter der Auflage, weder Modell noch Ort zu nennen.

Der leitende Techniker, der aus Sicherheitsgründen nur seinen Vornamen Dmytro nannte, habe demnach seit sechs Wochen keinen Startvorgang mehr gesehen. Präsident Wolodymyr Selenskyj beziffere den Bedarf auf fünf Prozent der US-Bestände, verfügbar sei aber nur ein Prozent. Bei seinem letzten Besuch im Weißen Haus hatte er ein „Winterpaket" von 300 Abfangraketen erbeten.

Produktion am Limit, Lizenz auf dem Papier

Das Problem ist nicht nur Geld. Die Patriot-Fertigung gilt seit Jahren als notorisch überlastet, die Nachfrage unter US-Verbündeten ist hoch – zusätzlich befeuert durch den massiven Verbrauch im Iran-Konflikt.

Präsident Donald Trump hatte im Juli angekündigt, Kiew das Recht zur eigenen Patriot-Produktion zu geben. Zugleich warnte er, man müsse mit Waffengeheimnissen vorsichtig sein, und verglich das mit einem nicht kopierbaren Nvidia-Chip. Der Aufbau einer solchen Fertigung würde ohnehin Jahre dauern. Gegen nächtliche Raketenangriffe hilft eine Lizenz wenig.

Wer haftet am Ende für die 90 Milliarden?

Interessant ist die Herkunft des Geldes. Der Rat der EU hatte das 90-Milliarden-Darlehen im April 2026 finalisiert – nach monatelanger Blockade durch Ungarn. Finanziert wird es Berichten zufolge über gemeinsame EU-Schulden, nicht über die Konfiskation russischer Vermögenswerte. Zurückzahlen soll Kiew nur, falls es je Reparationen aus Moskau gibt.

Im Klartext: Das Ausfallrisiko trägt der europäische Steuerzahler. Und während Brüssel über Umwidmungen diskutiert, fordert Washington Medienberichten zufolge von den Europäern inzwischen eine „Rückzahlung" bisheriger US-Militärhilfen. Am 7. September wollen die EU-Botschafter über den ukrainischen Antrag beraten; Spanien und Griechenland stehen unter Druck, PAC-2-Raketen aus eigenen Beständen abzugeben.

Für viele Bürger bleibt der Eindruck, dass in Brüssel Milliarden verschoben werden, während in Berlin über jeden Euro im Haushalt gestritten wird. Wer sein Vermögen gegen geopolitische Schockwellen und schuldenfinanzierte Politik absichern will, setzt traditionell auch auf physische Edelmetalle als krisenerprobte Beimischung.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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