
Pentagon vor radikalem Umbau: Hegseth plant Zusammenlegung von Kommandostrukturen und weniger Generäle
Die amerikanische Militärführung steht vor einem tektonischen Wandel. Verteidigungsminister Pete Hegseth treibt eine umfassende Neuordnung der globalen US-Kommandostrukturen voran, die weit über bloße Personalentscheidungen hinausgeht. Was sich hier anbahnt, könnte die geopolitische Ausrichtung der Vereinigten Staaten für Jahrzehnte prägen – und Europa dabei in eine unbequeme Position manövrieren.
Das Ende der alten Ordnung
Nach Informationen der Washington Post plant das Pentagon eine drastische Herabstufung mehrerer bedeutender Hauptquartiere. Das US Central Command, das US European Command und das US Africa Command sollen künftig unter einer neu geschaffenen Einheit namens „US International Command" zusammengefasst werden. Ein Schritt, der die bisherige Bedeutung dieser Regionalkommandos erheblich schmälern würde.
Hegseth, der sich seit seinem Amtsantritt als Reformer inszeniert, hat wiederholt angekündigt, den „Status quo brechen" zu wollen. Sein erklärtes Ziel: weniger Vier-Sterne-Generäle und eine schlankere, zentralisiertere Führungsstruktur. Dass er dabei auch die sogenannte „woke Agenda" aus den Streitkräften verbannen möchte, dürfte bei konservativen Beobachtern auf Zustimmung stoßen.
Die westliche Hemisphäre im Fokus
Besonders bemerkenswert ist die geplante Schaffung eines „Americom" – eines vereinigten Amerikas-Kommandos. Das bisherige US Southern Command und US Northern Command, zuständig für militärische Operationen in der westlichen Hemisphäre, würden unter diesem neuen Dach zusammengeführt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Amerika zuerst, und zwar im eigenen Hinterhof.
„Die Vereinigten Staaten müssen in der westlichen Hemisphäre vorherrschend sein – als Bedingung für unsere Sicherheit und unseren Wohlstand."
Diese Formulierung aus der kürzlich veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie des Weißen Hauses liest sich wie eine Neuauflage der Monroe-Doktrin. Der sogenannte „Trump Corollary" macht deutlich, dass Washington künftig weniger geneigt sein dürfte, seine Ressourcen in fernen Weltregionen zu binden.
Was bedeutet das für Europa?
Für die europäischen NATO-Partner sollten die Alarmglocken schrillen. Eine Herabstufung des European Command signalisiert unmissverständlich, dass die USA ihre militärische Präsenz auf dem alten Kontinent überdenken. Die Zeiten, in denen amerikanische Steuerzahler großzügig für Europas Sicherheit aufkamen, während sich die Verbündeten in bequemer Abhängigkeit sonnten, neigen sich offenbar dem Ende zu.
Interessanterweise wurde die Idee eines eigenständigen US Arctic Command, das ursprünglich diskutiert wurde, offenbar wieder verworfen. Dennoch zeigt allein die Tatsache, dass solche Überlegungen angestellt werden, wie grundlegend das Pentagon seine globale Aufstellung hinterfragt.
Zentralisierung alsachtinstrument
Die Zusammenlegung verschiedener Regionalkommandos unter wenigen Dachstrukturen verfolgt ein klares Ziel: mehr Kontrolle für die Pentagon-Führung. Hegseth scheint entschlossen, die oft beklagte Bürokratie und Redundanz im amerikanischen Militärapparat zu beschneiden. Ob dies tatsächlich zu mehr Effizienz führt oder lediglich neue Probleme schafft, wird sich zeigen müssen.
Eines steht jedoch fest: Die Ära der unbegrenzten amerikanischen Sicherheitsgarantien für alle und jeden geht zu Ende. Europa täte gut daran, endlich Verantwortung für die eigene Verteidigung zu übernehmen – eine Forderung, die konservative Stimmen seit Jahren erheben und die nun mit Nachdruck aus Washington untermauert wird.
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