
Pleitewelle in Österreich: Fünftes Jahr in Folge steigende Insolvenzen – und kein Ende in Sicht
Während Politiker in Wien und Berlin nicht müde werden, von wirtschaftlicher Erholung und grüner Transformation zu schwadronieren, spricht die nackte Realität eine gänzlich andere Sprache. 6.809 Firmenpleiten hat Statistik Austria für das Jahr 2025 registriert – ein Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich die Insolvenzwelle in der Alpenrepublik bereits im fünften Jahr in Folge fort. Eine Trendwende? Nicht einmal am Horizont erkennbar.
Die Kernbranchen bluten aus
Besonders alarmierend ist, dass es nicht etwa Nischenbranchen oder exotische Geschäftsmodelle trifft, sondern das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Der Dienstleistungssektor führt die traurige Statistik mit 1.970 Insolvenzen an. Dicht dahinter folgt der Handel mit 1.125 Pleiten, und die Baubranche – einst Garant für Wohlstand und Beschäftigung – verzeichnete 1.097 Zusammenbrüche. Selbst die Gastronomie und das Beherbergungswesen, traditionell eine Stütze der österreichischen Wirtschaft, mussten 898 Insolvenzen hinnehmen.
Manuela Lenk, Generaldirektorin von Statistik Austria, bestätigte diese düstere Bilanz. Die drei am stärksten betroffenen Wirtschaftsbereiche seien Dienstleistungen, Handel und Bau gewesen. Was sie diplomatisch als statistische Feststellung formulierte, ist in Wahrheit ein Alarmsignal erster Güte.
Das vierte Quartal: Trügerische Beruhigung
Wer im vierten Quartal 2025 einen Silberstreif am Horizont erkennen möchte, muss schon sehr kreativ mit Zahlen umgehen. Zwar lagen die 1.669 Insolvenzen rund zwei Prozent unter dem Vorjahresquartal – doch gegenüber dem dritten Quartal stiegen sie um 2,8 Prozent. Von Entspannung kann also keine Rede sein. Die Verteilung liest sich wie ein Trauerspiel: 449 Pleiten bei Finanz- und sonstigen Dienstleistungen, 298 im Bau, 276 im Handel und 224 in Gastronomie und Beherbergung.
Neugründungen – Hoffnungsschimmer oder Strohfeuer?
Auf den ersten Blick mag es tröstlich erscheinen, dass auch die Zahl der Unternehmensneugründungen zugelegt hat. 67.642 neue rechtliche Einheiten wurden 2025 angemeldet, ein Plus von rund 2.400 gegenüber dem Vorjahr. Doch Statistik Austria selbst mahnt zur Vorsicht: Eine Registrierung sei lediglich als Absichtserklärung zu verstehen und bedeute keineswegs, dass tatsächlich eine wirtschaftliche Tätigkeit aufgenommen werde. Noch bedenklicher: Im vierten Quartal gingen die Neugründungen um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Das Gründungsklima kühlt sich also bereits wieder ab, bevor es richtig warm geworden ist.
Ein europäisches Symptom
Was in Österreich geschieht, ist kein isoliertes Phänomen. Auch in Deutschland kämpfen Unternehmen mit explodierenden Energiekosten, einer erdrückenden Bürokratie und einer Wirtschaftspolitik, die ideologische Wunschträume über unternehmerische Realitäten stellt. Das von der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mag auf dem Papier beeindruckend wirken – doch wer soll die Zinsen dieser Schuldenberge bezahlen, wenn die Unternehmen reihenweise in die Knie gehen?
Die Pleitewelle in Österreich sollte auch deutschen Unternehmern und Bürgern als Warnung dienen. Denn die Ursachen sind diesseits und jenseits der Grenze identisch: eine Politik, die den Mittelstand mit Regulierungen erstickt, Energiepreise, die international nicht wettbewerbsfähig sind, und eine Geldpolitik, deren Folgen noch lange nicht ausgestanden sind. Wer in solchen Zeiten sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen – physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten erwiesen und gehören als Beimischung in jedes breit gestreute Portfolio.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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