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27.04.2026
13:39 Uhr

Pokerspiel am Persischen Golf: Teheran lockt mit Hormus-Deal, Trump setzt auf Telefon-Diplomatie

Pokerspiel am Persischen Golf: Teheran lockt mit Hormus-Deal, Trump setzt auf Telefon-Diplomatie

Während die Welt gebannt auf den schwelenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran blickt, deutet sich eine überraschende Wendung an. Die Mullahs in Teheran haben offenbar einen neuen Vorschlag auf den Verhandlungstisch gelegt, der die strategisch hochsensible Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr öffnen könnte. Doch der Teufel steckt im Detail – und der nukleare Zankapfel bleibt dabei demonstrativ ausgeklammert.

Ein Vorschlag mit Schönheitsfehler

Wie der israelische Geheimdienst-Veteran und Axios-Reporter Barak Ravid berichtet, sieht Teherans Plan entweder eine erweiterte Waffenruhe oder gar ein dauerhaftes Kriegsende vor – im Gegenzug für die vollständige Öffnung der Meerenge. Das Pikante daran: Die Atomverhandlungen, eigentlich der Kern des Streits, sollen schlicht vertagt werden. Ein eleganter Schachzug aus iranischer Sicht, der jedoch in Washington auf wenig Begeisterung stoßen dürfte.

Donald Trump zeigte sich am Sonntag im Gespräch mit Fox News überraschend pragmatisch. Persönliche Treffen seien für ein Ende des Konflikts gar nicht notwendig, ließ der US-Präsident verlauten. "Wenn sie reden wollen, können sie zu uns kommen oder uns anrufen. Es gibt ja Telefone. Wir haben schöne, sichere Leitungen", so Trump. Die Bedingung sei denkbar simpel: Keine Atomwaffen für den Iran – Punkt.

Die Pendel-Diplomatie des Abbas Araghchi

Während in Washington und Teheran taktiert wird, absolviert Irans Außenminister Abbas Araghchi ein bemerkenswertes Reiseprogramm. Der Mann pendelt zwischen Pakistan, Oman und Russland, als gäbe es kein Morgen. In Islamabad traf er sich mit Militärchef Asim Munir, Premierminister Shehbaz Sharif und seinem Amtskollegen Ishaq Dar. Sein Fazit nach dem Besuch: Es sei ein "sehr fruchtbarer Besuch" gewesen, allerdings bleibe unklar, ob die USA "die Diplomatie wirklich ernst meinen".

Bemerkenswert auch das Gefährt des iranischen Chefdiplomaten: Sein Regierungsjet trägt die Aufschrift "Minab 168" – eine Anspielung auf 168 Grundschulmädchen, die zu Beginn des Krieges durch einen US-Tomahawk-Angriff getötet worden sein sollen. Symbolpolitik in Reinform.

Über pakistanische Vermittler habe Araghchi laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars bereits "schriftliche Botschaften zu Irans roten Linien" an die amerikanische Seite übermittelt. Am Montag schließlich landete der iranische Außenminister in Sankt Petersburg zu Gesprächen mit Wladimir Putin. Der iranische Gesandte in Russland kommentierte das Treffen auf X mit deutlichen Worten: Beide Länder stünden vereint gegen die "totalitären Kräfte der Welt" und kämpften für eine Welt frei von "Unilateralismus und westlicher Dominanz".

Trumps Drohkulisse: Iranische Ölinfrastruktur vor dem Kollaps?

Trump präsentierte gegenüber Fox News auch ein durchaus drastisches Szenario: Die US-Blockade iranischer Häfen setze die Exportinfrastruktur des Landes massiv unter Druck. "Wenn enorme Mengen Öl durch dein System fließen und diese Leitung aus irgendeinem Grund geschlossen wird, weil du es nicht mehr in Container oder Schiffe füllen kannst – was ihnen passiert ist, weil sie wegen der Blockade keine Schiffe haben – dann explodiert diese Leitung von innen, sowohl mechanisch als auch in der Erde", so der US-Präsident. Drei Tage hätten die Iraner noch, dann komme es zum Kollaps.

Diese Einschätzung wird auch vom Critical Threats Project am American Enterprise Institute geteilt. Annika Ganzeveld erklärte gegenüber der New York Post, sobald die Tanks voll seien, müsse der Iran seine Ölfelder herunterfahren – mit dem Risiko langfristiger Schäden. Die Schätzungen, wie lange Teheran noch durchhält, variieren erheblich: von wenigen Tagen bis zu sieben Wochen.

TankerTrackers.com meldete am Sonntag, der Iran habe rund 4,6 Millionen Barrel Öl an seinen Terminals geladen, weitere vier Millionen Barrel hätten die US-Blockade offenbar irgendwie umgangen. Der iranische Schifffahrtsverband behauptet derweil, der maritime Handel sei keineswegs zum Erliegen gekommen – Schiffe erreichten weiterhin die Häfen, wenn auch über alternative Routen wie die kaspischen Nordhäfen oder Schienenverbindungen nach China und Zentralasien.

Israel zündelt im Beqaa-Tal

Während die diplomatischen Drähte glühen, zeigt sich an einer anderen Front, wie brüchig vermeintliche Friedenslösungen im Nahen Osten sein können. Die seit drei Wochen geltende Waffenruhe im Libanon existiert offenbar nur noch auf dem Papier. Erstmals seit Beginn des Waffenstillstands flog die israelische Armee Angriffe tief ins Beqaa-Tal – gegen mutmaßliche Hisbollah-Infrastruktur. Israel rechtfertigt die Eskalation mit wiederholten Hisbollah-Verstößen, die Schiitenmiliz wiederum sieht israelische Bodentruppen auf libanesischem Territorium als legitime Ziele.

Der maronitische Präsident Joseph Aoun versuchte derweil, den Bewohnern südlibanesischer Dörfer Verhandlungen mit Israel schmackhaft zu machen: Diese seien "kein Verrat", sondern notwendig für die Stabilität. Verrat werde vielmehr "von jenen begangen, die ihr Land in einen Krieg führen, um ausländischen Interessen zu dienen". Ein bemerkenswerter Satz, der weit über den libanesischen Kontext hinaus zu denken gibt.

Teherans Führung uneins über Atom-Frage

Innerhalb der iranischen Führung herrscht offenbar Uneinigkeit darüber, wie flexibel man sich in der Nuklearfrage zeigen sollte. Die Trump-Administration hatte im Vorjahr – auf Drängen Israels und proisraelischer Kräfte in den USA – eine maximalistische Position eingenommen: Der Iran solle niemals wieder Nuklearmaterial anreichern, selbst nicht weit unterhalb waffenfähiger Konzentrationen.

Viele Beobachter werteten dies als gezielte Provokation. Eine Forderung, von der Israel genau gewusst habe, dass der Iran ihr niemals zustimmen würde – und die damit den Krieg geradezu erzwungen habe. Premierminister Netanjahu selbst räumte ein, er habe diesen Krieg "40 Jahre lang ersehnt". Die US-Geheimdienste sind sich seit langem einig: Der Iran entwickelt keine Atomwaffe. Netanjahu warnt seit 1992 – also seit 34 Jahren – vor einer angeblich unmittelbar bevorstehenden iranischen Atombombe. Bislang vergeblich.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Gemengelage am Persischen Golf zeigt einmal mehr, wie schnell geopolitische Brandherde globale Energiepreise und Finanzmärkte ins Wanken bringen können. Sollten die iranischen Ölfelder tatsächlich zwangsweise heruntergefahren werden müssen, dürfte sich der Druck auf die globalen Energiemärkte massiv verstärken. Inflation, Unsicherheit und Marktverwerfungen wären die unmittelbare Folge – ein Szenario, das auch deutsche Verbraucher und Sparer empfindlich treffen würde.

In solchen Zeiten geopolitischer Verwerfungen zeigen physische Edelmetalle wie Gold und Silber regelmäßig ihre Stärke als Krisenwährung. Wer sein Vermögen breit aufstellt und einen sinnvollen Anteil in physischen Edelmetallen hält, schafft sich einen verlässlichen Anker gegen die Stürme, die von Washington, Teheran oder Tel Aviv aus die globalen Märkte erschüttern können. Die Geschichte zeigt: Wenn die Diplomatie versagt und das Pulver trocken gehalten werden muss, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel dargestellten Informationen und Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben weder Anlage- noch Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und seine Investmententscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargestellten Inhalte übernehmen wir keine Gewähr. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen sollte stets ein qualifizierter Berater konsultiert werden.

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