
Polen macht Schluss mit Gender-Ideologie in der Armee – Soldaten atmen auf
Während in weiten Teilen Westeuropas die ideologische Durchdringung staatlicher Institutionen ungebremst voranschreitet, setzt Polen ein bemerkenswertes Zeichen der Vernunft. Der polnische Verteidigungsminister und Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz hat eine geplante Schulung zu LGBT-Themen aus dem militärischen Fortbildungskatalog für 2026 ersatzlos gestrichen. Eine Entscheidung, die man sich in deutschen Ministerien kaum vorstellen könnte – und die gerade deshalb Beachtung verdient.
Gender-Kurse statt Kampfausbildung?
Was war geschehen? Unter dem wohlklingenden Titel „Menschenrechte und die Perspektive des Genders in Militäroperationen" sollten polnische Soldaten künftig in den Genuss einer Zusatzfortbildung kommen, die sich mit Gender- und LGBT-Themen befasst. Vorgeschlagen worden sei der Kurs von der Vorsitzenden des Rates für Frauen im Militär, Nina Kaczmarek, und anschließend vom Personalrat genehmigt worden. Kaczmarek, die seit 2012 in der Armee dient und ihr Amt als Frauenbeauftragte 2021 antrat, sollte eigentlich dafür sorgen, dass mehr Frauen den Streitkräften beitreten. Stattdessen landete man offenbar bei ideologischen Schulungsprogrammen.
Doch die Rechnung wurde ohne die Truppe gemacht. Nachdem das Portal Blask online über die geplante Fortbildung berichtete und anonymisierte Stellungnahmen von Soldaten einholte, wurde schnell deutlich: An der Basis herrscht blankes Unverständnis. Ein Soldat berichtete, man fasse sich in der Truppe angesichts dieses Vorschlags an den Kopf. Ein anderer brachte es auf den Punkt: Die Aufgabe der Armee sei es, sich auf Krisensituationen vorzubereiten – nicht, sich mit ideologischen Themen zu beschäftigen. Der Kurs habe schlicht nichts mit dem täglichen Leben von Soldaten zu tun.
Scharfe Kritik aus der Opposition
Auch die politische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der PiS-Abgeordnete Andrzej Śliwka fand deutliche Worte und spottete im Radiosender Republika: Während sich die ganze Welt, allen voran die USA unter Präsident Trump, von der „woken" Kultur abwende, präsentiere Kosiniak-Kamysz solche Erfindungen. Er warte nur noch darauf, dass der Minister mit der Idee biologisch abbaubarer Raketen oder elektrischer Panzer um die Ecke komme. Eine Spitze, die sitzt – und die den Kern des Problems trifft.
Der ehemalige Verteidigungsminister und stellvertretende PiS-Vorsitzende Mariusz Błaszczak ging noch einen Schritt weiter. Man dürfe sich solchen „erpresserischen Forderungen von unvernünftigen Menschen" nicht beugen, die letztlich dazu führten, dass die Vereinigten Staaten aus Europa verdrängt würden. Eine bemerkenswerte geopolitische Einordnung, die zeigt, wie eng die Gender-Debatte mittlerweile mit der transatlantischen Sicherheitsarchitektur verknüpft ist.
Ein Lehrstück für Deutschland
Was in Polen innerhalb weniger Tage korrigiert wurde, wäre in Deutschland vermutlich zum festen Bestandteil der Bundeswehr-Ausbildung geworden – garniert mit Diversity-Beauftragten, Regenbogenfahnen an Kasernen und verpflichtenden Sensibilisierungsworkshops. Man erinnere sich nur an die zahlreichen Initiativen der vergangenen Jahre, die deutsche Streitkräfte weniger kampffähig, dafür aber „diverser" machen sollten. Während die Bundeswehr unter chronischem Materialmangel, Personalnot und maroder Infrastruktur leidet, scheint die ideologische Umerziehung der Truppe hierzulande Priorität zu genießen.
Polen zeigt, dass es auch anders geht. Dass eine Armee in erster Linie eine Armee sein muss – ein Instrument der Landesverteidigung, kein Experimentierfeld für gesellschaftspolitische Utopien. In Zeiten, in denen der Krieg in der Ukraine die europäische Sicherheitsordnung fundamental erschüttert hat und die Bedrohungslage an der NATO-Ostflanke so ernst ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr, sollte jeder Ausbildungsplatz, jede Schulungsstunde der militärischen Einsatzbereitschaft dienen. Nicht der Verbreitung von Gender-Theorien.
Dass ausgerechnet Kosiniak-Kamysz, der keineswegs dem konservativen Lager der PiS angehört, sondern der liberaleren Polnischen Volkspartei, diese Kurskorrektur vornahm, macht die Sache umso bemerkenswerter. Offenbar gibt es in Polen parteiübergreifend noch ein Grundverständnis dafür, was eine funktionierende Armee ausmacht – und was nicht. Ein Grundverständnis, das man sich auch in Berlin dringend wünschen würde.

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