
Pulverfass Hormus: Trump erklärt Waffenruhe mit dem Iran für beendet – „Böse, kranke Menschen“

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das fragile Kartenhaus im Nahen Osten wieder in sich zusammenfällt. Was diplomatische Optimisten als Wendepunkt feierten, entpuppt sich einmal mehr als das, was es von Beginn an war: ein brüchiger Waffenstillstand auf tönernen Füßen. Nach neuerlichen iranischen Angriffen auf Tankschiffe in der Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump den mühsam ausgehandelten Waffenstillstand mit dem Mullah-Regime für gescheitert erklärt.
Drei beschossene Tanker und die amerikanische Antwort
Am Dienstag sollen die iranischen Revolutionsgarden drei Tankschiffe mit Projektilen beschossen und damit eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt an den Rand des Abgrunds gebracht haben. Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten: In der Nacht auf Mittwoch feuerten US-Streitkräfte in etwa 80 heftige Luftschläge auf iranische Militärstützpunkte und Hafenanlagen ab. Teheran wiederum konterte mit Raketensalven auf die amerikanischen Angriffe – ein gefährlicher Schlagabtausch, der jederzeit außer Kontrolle geraten könnte.
„Ich mag diese Leute nicht, wissen Sie das?“ – so charakterisierte Trump die Führung in Teheran unverblümt.
Deutliche Worte statt diplomatischer Floskeln
Beim NATO-Gipfel in Ankara nahm der US-Präsident kein Blatt vor den Mund. Die Anführer des iranischen Regimes bezeichnete er als „böse, kranke Menschen“. Auf die Frage nach der Zukunft der Waffenruhe antwortete er knapp: „Für mich ist sie beendet.“ Trump warf den Iranern ein doppeltes Spiel bei den Verhandlungen vor. Eine Klarheit, die man von deutschen Spitzenpolitikern in dieser Deutlichkeit wohl vergeblich sucht – hierzulande verliert man sich lieber in schwammigen Formulierungen und einer Appeasement-Rhetorik, die im Ernstfall niemanden schützt.
Verhandlungspoker oder echter Bruch?
Ob Trumps zornige Worte tatsächlich eine Rückkehr zum offenen Krieg bedeuten oder ob es sich – ganz nach seinem bekannten Muster – um ein Druckmittel handle, um dem Iran weitere Zugeständnisse abzuringen, bleibt vorerst offen. Der Präsident scheint sich eine Hintertür offenhalten zu wollen: Seine Diplomaten sollen auch künftig mit Vertretern des Iran verhandeln. Eine Basis für eine neue Waffenruhe sehe er persönlich jedoch nicht.
Das bisherige Abkommen, das sogenannte „Islamabad-Memorandum“, war ohnehin nur als temporäre Vereinbarung gedacht – ein diplomatisches Sprungbrett mit einem Zeitfenster von 60 Tagen, um Antworten auf die tieferliegenden Konflikte wie die Atomfrage und die regionalen Milizen zu finden. Schon der Weg dorthin war steinig und zog sich über drei Monate, begleitet von gegenseitigen Provokationen. Während Trump wiederholt mit der „völligen Zerstörung“ drohte, torpedierten die Revolutionsgarden die Gespräche durch Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus.
Was bedeutet das für uns?
Bezeichnend war die Szene in Ankara, als Trump seine neuerlichen Drohungen aussprach – auf dem Sessel neben ihm saß der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Zwei Brandherde, ein Kontinent im Ausnahmezustand. Für den deutschen Bürger stellt sich die entscheidende Frage: Was passiert mit den Energiepreisen, wenn die Straße von Hormus, durch die ein Großteil des weltweiten Ölhandels fließt, ins Chaos stürzt? Eine geopolitische Eskalation dieser Größenordnung schlägt unweigerlich auf die Märkte durch.
In Zeiten, in denen Kriege wieder Realität werden, Handelsrouten blockiert und Papierwährungen von Notenbankpolitik und Krisen gebeutelt sind, zeigt sich der Wert beständiger Sachwerte. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in geopolitischen Stürmen als Anker der Vermögenssicherung dienen. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können Edelmetalle jene Stabilität bieten, die politische Versprechen längst nicht mehr garantieren.
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