
Raketen auf Umspannwerk: Anschlag auf Brandenburgs Stromherz!

Es ist ein Angriff auf das Nervensystem der deutschen Stromversorgung: Auf das Umspannwerk Preilack in der Gemeinde Turnow-Preilack (Landkreis Spree-Neiße), unmittelbar neben dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, sollen am Dienstag mit Sprengstoff bestückte, mutmaßlich selbstgebaute Raketen abgefeuert worden sein. Die Anlage wurde Medienberichten zufolge mehrfach getroffen. Ein Stromausfall blieb nach bisherigen Erkenntnissen aus.
Sprengvorrichtungen auf dem Gelände entschärft
Einsatzkräfte fanden auf dem Areal nach übereinstimmenden Berichten mehrere Spreng- und Brandvorrichtungen, die vor Ort unschädlich gemacht worden sein sollen. Ein Foto, das einer regionalen Tageszeitung vorliegt, zeigt demnach ein Flugkörper-Konstrukt unklarer, offenbar improvisierter Bauart.
Nach Angaben von Polizei und Netzbetreiber, über die Medien berichten, ermittelt das Landeskriminalamt. Welche Art von Geschossen verwendet wurde und wer dahintersteckt, ist bislang offen. Es gilt: Solange niemand identifiziert und rechtskräftig verurteilt ist, bleibt jede Zuschreibung Spekulation.
Warum ausgerechnet dieser Ort?
Jänschwalde ist kein beliebiger Standort. Das Kraftwerk in der Lausitz gilt als größtes Kraftwerk Brandenburgs und über Jahrzehnte als eine der zentralen Stützen der ostdeutschen Stromerzeugung. Umspannwerke wiederum sind die Drehkreuze des Netzes: Sie transformieren Spannungsebenen und verteilen den Strom weiter. Fällt ein solcher Knoten aus, kann es schlagartig dunkel werden – in Betrieben, Krankenhäusern, Wohnungen.
Genau deshalb wiegt der Vorfall schwer, auch wenn diesmal offenbar nichts Größeres passierte. Es sei, so ließe sich sagen, ein Warnschuss ins Herz der Versorgungssicherheit.
Kein Einzelfall: Deutschlands verwundbare Infrastruktur
Die Attacke reiht sich in eine längere Kette von Vorfällen ein. Im März 2024 legte ein brennender Strommast bei Grünheide die Tesla-Fabrik und Teile der Region lahm – eine linksextreme Gruppierung reklamierte die Tat für sich. Bereits 2022 hatten Aktivisten Angriffe auf Anlagen des Lausitzer Energiekonzerns eingeräumt, nachdem dort Feuer gelegt und Wasserleitungen beschädigt worden waren.
Hinzu kommen die seit Monaten diskutierten Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur und die Debatte über mögliche Sabotage aus dem Ausland. Aus Sicht unserer Redaktion offenbart sich hier ein unbequemer Befund: Ein Hochtechnologieland, das seine Energieversorgung immer komplexer und dezentraler aufstellt, macht sich zugleich angreifbarer.
Die unbequemen Fragen an die Politik
Wer schützt eigentlich die tausenden Umspannwerke, Trassen und Leitungen der Republik? Kritiker der Sicherheitspolitik verweisen seit Jahren darauf, dass der Objektschutz für kritische Infrastruktur zwischen Bund, Ländern und privaten Betreibern zersplittert sei – während Personal und Mittel bei der Polizei knapp bleiben.
Für viele Bürger dürfte die Botschaft dieses Tages simpel und unangenehm sein: Der Strom, der wie selbstverständlich aus der Steckdose kommt, hängt an wenigen, schlecht bewachten Punkten. Wer für Krisenvorsorge plädiert, wird jetzt bestätigt: Bargeldreserve, Vorräte – und, als Baustein zur langfristigen Vermögenssicherung, physische Edelmetalle, die keinen Serverstrom und keine Netzverbindung brauchen.
Die Ermittlungen laufen. Für alle Beteiligten gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.












