Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
03.09.2026
06:14 Uhr
KI-generiert

Rekord bei Teilzeit: Deutschland verliert 239.000 Vollzeitjobs

Rekord bei Teilzeit: Deutschland verliert 239.000 Vollzeitjobs
Symbolbild: KI-generiert

Vier von zehn BeschĂ€ftigten arbeiten in Deutschland inzwischen in Teilzeit. Die Quote kletterte im zweiten Quartal 2026 auf 40,3 Prozent – ein Rekordwert. Die Zahlen stammen aus der Arbeitszeitrechnung des Instituts fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und zeichnen das Bild eines Arbeitsmarkts im Umbruch.

Binnen eines Jahres legte die Teilzeitquote um 0,4 Prozentpunkte zu. Rund 16,9 Millionen Menschen arbeiteten zuletzt in Teilzeit, etwa 25,1 Millionen in Vollzeit. Unterm Strich kamen rechnerisch rund 85.000 TeilzeitkrĂ€fte hinzu – wĂ€hrend etwa 239.000 Vollzeitstellen verschwanden.

Die Industrie blutet – der Sozialsektor wĂ€chst

Hinter der Statistik steckt eine tektonische Verschiebung zwischen den Branchen. Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht bauen BeschĂ€ftigung auf – Bereiche, in denen Teilzeit seit jeher weit verbreitet ist. Das verarbeitende Gewerbe dagegen schrumpft, und dort trifft es ĂŒberwiegend Vollzeitstellen.

Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“, ordnet die Lage so ein:

„Die Konjunktur hat sich zuletzt gefestigt, die Arbeitszeit der BeschĂ€ftigten zieht deshalb wieder etwas an. Aber die Krisenbranche Industrie verliert viele Vollzeitstellen, sodass insgesamt dennoch weniger Stunden gearbeitet wurden“

Der Befund passt ins Gesamtbild: Medienberichten zufolge hat die deutsche Industrie allein im Jahr 2025 rund 120.000 ArbeitsplĂ€tze abgebaut; seit 2019 sollen im verarbeitenden Gewerbe etwa 420.000 Stellen weggefallen sein. Meist ohne spektakulĂ€re Massenentlassungen – schleichend, ĂŒber Fluktuation und nicht besetzte Stellen.

Mehr ErwerbstÀtige, aber nicht mehr Arbeit

Besonders bemerkenswert ist der Langfristvergleich. 1991 lag die Teilzeitquote bei rund 18,5 Prozent, damals arbeiteten etwa 6,5 Millionen Menschen in Teilzeit. Die Zahl der VollzeitbeschÀftigten sank seither von rund 28,8 auf 25,1 Millionen.

Noch aufschlussreicher: Die Zahl der ErwerbstĂ€tigen wuchs von 38,9 Millionen (1991) auf knapp 45,7 Millionen. Das gesamte unbereinigte Arbeitsvolumen aber liegt in beiden Vergleichsquartalen bei rund 14,4 Milliarden Stunden. Fast sieben Millionen zusĂ€tzliche ErwerbstĂ€tige – und keine einzige Stunde mehr Arbeit fĂŒr die Volkswirtschaft.

Der Mythos vom faulen Teilzeitler

Wer nun reflexhaft auf die TeilzeitkrĂ€fte zeigt, liegt daneben. Sie arbeiten heute im Schnitt 18,88 Wochenstunden – 1991 waren es nur 16,50. Bei den VollzeitkrĂ€ften ging die betriebsĂŒbliche Wochenarbeitszeit dagegen leicht zurĂŒck, von 39,06 auf 38,32 Stunden. Über alle BeschĂ€ftigten hinweg sind es aktuell 30,50 Stunden.

Kurzfristig zeigt der Trend weiter nach unten: GegenĂŒber dem Vorjahresquartal sank das Arbeitsvolumen um 0,5 Prozent, saison- und kalenderbereinigt gegenĂŒber dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Nach der Erholung im Anschluss an die Corona-Jahre gehe es mit dem Arbeitsvolumen inzwischen bergab, so Weber.

Ein Warnsignal fĂŒr den Standort

Aus Sicht unserer Redaktion ist das mehr als eine Fußnote der Statistik. Wenn ausgerechnet die industrielle Wertschöpfung – jener Teil der Wirtschaft, der ExportĂŒberschĂŒsse, Steuern und SozialbeitrĂ€ge erwirtschaftet – Vollzeitstellen verliert, wĂ€hrend der ĂŒberwiegend staatlich oder beitragsfinanzierte Sektor wĂ€chst, verschiebt sich das Fundament des Wohlstands.

Hohe Energiepreise, ausufernde BĂŒrokratie und Rekordabgaben sind aus Sicht vieler Unternehmer die Treiber dieser Entwicklung. Eine Volkswirtschaft, die Jahr fĂŒr Jahr mehr Köpfe braucht, um dieselbe Stundenzahl zu leisten, lebt langfristig von der Substanz.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschÀtzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Wer Vermögen aufbaut oder sichert, sollte eigenstÀndig recherchieren und Entscheidungen in eigener Verantwortung treffen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schĂŒtzen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier fĂŒr den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende EinwilligungserklĂ€rung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von GrĂŒnden mit Wirkung fĂŒr die Zukunft widerrufen. Die RechtmĂ€ĂŸigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberĂŒhrt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen