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Kettner Edelmetalle
27.03.2026
07:05 Uhr

Republikaner rebellieren gegen Trump: Droht den USA ein neues Kriegsabenteuer im Iran?

Was als chirurgischer Militärschlag verkauft wurde, entpuppt sich offenbar als der nächste große Morast im Nahen Osten. Republikanische Abgeordnete im US-Kongress brechen zunehmend mit Präsident Donald Trump und seiner Iran-Strategie – und die Worte, die dabei fallen, haben es in sich. „Wir wurden in die Irre geführt", erklärte die republikanische Kongressabgeordnete Nancy Mace, nachdem sie wutentbrannt eine geheime Sicherheitsbriefung im Kapitol verlassen hatte.

Von „Tagen" zu Monaten – die altbekannte Eskalationsspirale

Das Muster ist so vertraut, dass es schmerzt. Zunächst hieß es aus dem Weißen Haus, die Militäroperation gegen den Iran werde lediglich „Tage" oder allenfalls wenige „Wochen" dauern. Dann legte das Pentagon einen gewaltigen Nachtragshaushalt von 200 Milliarden Dollar vor, um den Krieg zu finanzieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth rechtfertigte die astronomische Summe mit dem denkwürdigen Satz, es koste eben „Geld, die Bösen zu töten". Wer sich an die Anfänge des Irak-Krieges 2003 erinnert fühlt, liegt damit wohl nicht ganz falsch – nur dass der Iran sowohl geographisch als auch bevölkerungsmäßig doppelt so groß ist wie der Irak.

Mace machte unmissverständlich klar, dass sie gegen jede Finanzierung stimmen werde, sollten amerikanische Bodentruppen im Iran eingesetzt werden. „Wenn auch nur ein einziger Stiefel eines einzigen amerikanischen Soldaten iranischen Boden betritt, werde ich dagegen stimmen", schrieb sie auf der Plattform X. Sie werde nicht dafür votieren, die Söhne und Töchter South Carolinas in einen Bodenkrieg im Iran zu schicken.

Geheimbriefing sorgt für Eklat auf dem Capitol Hill

Der eigentliche Sprengstoff detonierte jedoch hinter verschlossenen Türen. Bei einer geheimen Unterrichtung des Verteidigungsausschusses des Repräsentantenhauses sollen den Abgeordneten drei militärische Ziele präsentiert worden sein: die Einnahme der strategisch bedeutsamen Öl-Exportinsel Kharg, die Sicherstellung iranischen Nuklearmaterials – und ein Regimewechsel. Dies stelle eine dramatische Abkehr von den vier öffentlich kommunizierten Zielen dar, die bislang die Zerstörung iranischer Raketen, der Marine, bewaffneter Stellvertretergruppen und nuklearer Kapazitäten umfassten.

Ein anonymer Abgeordneter, der an der Sitzung teilgenommen hatte, bezeichnete die Antworten der Regierung als „atemberaubend" und prognostizierte, die Details würden einem „den Verstand rauben". Mike Rogers, der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses und eigentlich ein loyaler Trump-Unterstützer, zeigte sich nach der Briefing ungewöhnlich aufgebracht. Man wolle mehr darüber erfahren, was vor sich gehe, erklärte er. Man bekomme schlicht „nicht genug Antworten".

Rund 7.000 Soldaten auf dem Weg in den Nahen Osten

Unterdessen befinden sich bereits rund 7.000 US-Bodentruppen auf dem Weg in die Region – darunter Einheiten der legendären 82. Luftlandedivision und der Marines. Spekulationen zufolge könnte Trump eine hochriskante Operation zur Einnahme der Insel Kharg planen, um die Straße von Hormus gewaltsam offenzuhalten. Es ist genau jene Art von militärischem Abenteuer, das in der Geschichte der amerikanischen Außenpolitik regelmäßig als kurzer, sauberer Einsatz begann und als jahrelanger Albtraum endete.

Die republikanische Basis murrt

Bemerkenswert ist, dass der Widerstand nicht nur von den üblichen libertären Verdächtigen wie Rand Paul und Thomas Massie kommt. Auch die konservative Abgeordnete Lauren Boebert aus Colorado fand deutliche Worte: Sie sei es leid, dass Geld anderswo ausgegeben werde, während Menschen in ihrem Bundesstaat sich das Leben nicht mehr leisten könnten. Man brauche jetzt eine „America First"-Politik – und keine neuen Kriege.

Senator Ted Cruz räumte in einem Interview ein, dass die aktuelle Situation für die Republikaner politisch „herausfordernd" sei. Die Frage, ob der Iran-Krieg die Partei bei den Zwischenwahlen die Senatsmehrheit kosten könnte, steht bereits im Raum. Auch in der MAGA-Bewegung wächst die Unzufriedenheit. Einflussreiche Stimmen beklagen, sie hätten genug von israel-zentrierten Rechtfertigungen für Trumps neuesten Krieg.

Ein Déjà-vu mit verheerenden Konsequenzen

Für Europa und insbesondere für Deutschland hat diese Entwicklung unmittelbare Auswirkungen. Eine Eskalation am Persischen Golf treibt die Ölpreise in die Höhe, befeuert die ohnehin grassierende Inflation und destabilisiert die Weltwirtschaft weiter. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – wird sie zum Kriegsschauplatz, dürften die wirtschaftlichen Schockwellen bis nach Berlin spürbar sein. Und das in einer Zeit, in der die neue Große Koalition unter Friedrich Merz bereits mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen die Schuldenlast künftiger Generationen in schwindelerregende Höhen treibt.

Die Geschichte lehrt uns, dass Kriege im Nahen Osten selten so verlaufen, wie ihre Architekten es versprechen. Der Irak sollte ein Spaziergang werden – er wurde zum Trauma einer ganzen Generation amerikanischer Soldaten und kostete Billionen Dollar. Afghanistan? Zwanzig Jahre und ein chaotischer Abzug. Nun also der Iran, ein Land mit 90 Millionen Einwohnern, einer kampferprobten Armee und einem Terrain, das jeden Invasor vor gewaltige Herausforderungen stellt.

Dass ausgerechnet republikanische Abgeordnete – und nicht nur die üblichen Kriegskritiker – die Notbremse ziehen wollen, spricht Bände. Es zeigt, dass selbst in Trumps eigener Partei die Erkenntnis reift: Ein weiterer endloser Krieg im Nahen Osten ist weder im Interesse Amerikas noch im Interesse der freien Welt. Die Frage ist nur, ob diese Erkenntnis rechtzeitig kommt – oder ob die Maschinerie des militärisch-industriellen Komplexes bereits eine Eigendynamik entwickelt hat, die sich politisch nicht mehr einfangen lässt.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und drohender Eskalationen suchen Anleger weltweit verstärkt nach sicheren Häfen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt – und könnten angesichts der aktuellen Entwicklungen einmal mehr ihre Stärke als Absicherung gegen geopolitische Risiken und inflationäre Verwerfungen unter Beweis stellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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