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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
09:08 Uhr
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Rhein fast trocken: Verbände warnen vor Sprit-Engpass in Deutschland!

Rhein fast trocken: Verbände warnen vor Sprit-Engpass in Deutschland!
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands wichtigste Wasserstraße fällt als Transportweg praktisch aus – und an den Tankstellen könnte es bald eng werden. Mehrere Verbände warnen wegen der historisch niedrigen Pegelstände im Rhein vor steigenden Preisen für Benzin und Diesel, teils sogar vor regionalen Versorgungslücken. „Wenn der Wasserstand so bleibt, steht die Spritknappheit unmittelbar bevor“, sagte der Sprecher des Tankstellenverbands TIV, Herbert Rabl, der Rheinischen Post.

12 Zentimeter – und es soll noch schlimmer kommen

Der Referenzpegel Kaub zwischen Koblenz und Mainz meldete Medienberichten zufolge am 12. August lediglich 12 Zentimeter. Zum Vergleich: Der bisherige Tiefstwert seit Messbeginn lag bei 25 Zentimetern im Dürrejahr 2018. Für das Wochenende wurde zuletzt sogar ein Absinken in Richtung vier Zentimeter prognostiziert.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt spricht deshalb von einer faktischen Zweiteilung des Flusses. Geschäftsführer Jens Schwanen erklärte gegenüber der Rheinischen Post, der Rhein sei damit im Prinzip nicht mehr durchgängig befahrbar; gewerblicher Gütertransport sei in der Region bei solchen Wasserständen nicht mehr möglich.

188 Lastwagen für ein einziges Schiff

Wer glaubt, man könne das einfach auf Straße und Schiene umbuchen, unterschätzt die Dimensionen. Der Verband Fuels und Energie en2x rechnet damit, dass allein der Ersatz eines Frachtschiffs 188 Lastwagen erfordert. Verbandschef Christian Küchen warnte gegenüber der Bild, man weiche bei Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl auf Züge und Tankwagen aus – doch auch deren Kapazitäten seien begrenzt.

Die Wahrscheinlichkeit vorübergehender, regional begrenzter Versorgungsengpässe steige damit, so Küchen. Mehrere Bundesländer – darunter Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und das Saarland – haben laut Medienberichten das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für betroffene Transporte bereits gelockert.

Der Staat als teuerster Beifahrer

Der ADAC sieht im Niedrigwasser einen von mehreren Preistreibern, weil die Logistikkosten steigen. Doch die eigentliche Last kommt aus Berlin: Energiesteuer, CO2-Abgabe, Beitrag zum Erdölbevorratungsverband und obendrauf die Mehrwertsteuer machen einen Großteil des Preises an der Zapfsäule aus.

Passend dazu lief der befristete „Tankrabatt“ – die Senkung der Energiesteuer um 14,04 Cent je Liter, mit Mehrwertsteuereffekt rund 17 Cent – am 30. Juni 2026 aus. Seither ist Tanken wieder deutlich teurer. Aus Sicht unserer Redaktion offenbart die Lage vor allem eines: Eine Industrienation, deren Versorgung an einem Flusspegel hängt, hat jahrzehntelang zu wenig in Schiene, Fahrrinnen und Lagerhaltung investiert.

Was Bürger jetzt spüren

Für Pendler, Handwerker und Speditionen bedeutet das erneut: höhere Kosten, dünnere Margen, weniger Netto. Und während über Klimaneutralität bis 2045 und 500 Milliarden Euro Sondervermögen debattiert wird, fehlt es an banaler Krisenresilienz – von Ausweichkapazitäten bis zu funktionierenden Bahnstrecken.

Immerhin: Der Erdölbevorratungsverband hält gesetzlich Reserven für 90 Tage vor. Ein flächendeckender Ausfall ist damit unwahrscheinlich. Aber die Botschaft bleibt unbequem – Lieferketten sind fragil, und Kaufkraft schmilzt schneller als Gletscher. Wer Vermögen breit streuen will, zieht traditionell auch physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenerprobte Beimischung in Betracht.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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