
Royale Vetternwirtschaft: Wie die Queen ihren Skandal-Sohn ins Amt hievte
Es ist eine Enthüllung, die das ohnehin angeschlagene Bild der britischen Royals weiter ramponiert: Die im September 2022 verstorbene Königin Elizabeth II. hat persönlich dafür gesorgt, dass ihr Sohn Andrew einen einflussreichen Regierungsposten erhielt. Aus jüngst freigegebenen Regierungsdokumenten, die im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die Monarchin den damaligen Herzog von York mit Nachdruck als britischen Handelsbeauftragten installieren wollte. Eine Personalie, die heute, im Licht der Epstein-Enthüllungen, einen besonders bitteren Beigeschmack hat.
Ein Brief, der alles enthüllt
Das entscheidende Dokument datiert vom 25. Februar 2000. Verfasst wurde es von David Wright, dem damaligen Chef der Handelsorganisation British Trade International (BTI), und adressiert an den damaligen britischen Außenminister. Wright berichtete von einem „ausführlichen Gespräch" mit dem Privatsekretär der Queen. Das Ergebnis: Es sei der ausdrückliche „Wunsch" Ihrer Majestät, dass Andrew den Posten des Sondergesandten erhalte. Die Königin sei „sehr daran interessiert", dass ihr Sohn eine prominente Rolle bei der Förderung nationaler Interessen übernehme.
Mit anderen Worten: Die mächtigste Frau des Königreichs nutzte ihren Einfluss, um ihrem Sprössling einen Spitzenposten zu sichern. Vetternwirtschaft im Buckingham Palace, freundlich verpackt als königlicher Wunsch.
Zehn Jahre auf Steuerzahler-Kosten
Von 2001 bis 2011 reiste Andrew als Handelsbeauftragter durch die Welt. Offiziell unbezahlt – doch die Kosten für luxuriöse Hotels, Privatjets und das standesgemäße Auftreten wurden brav vom britischen Steuerzahler übernommen. Ein Geschäftsmodell, das in seiner Dreistigkeit kaum zu überbieten ist: Die königliche Familie genießt die Privilegien, der einfache Bürger zahlt die Rechnung.
Die Epstein-Verbindung
Besonders brisant wird die Angelegenheit durch die mittlerweile bekannten Verstrickungen Andrews mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Andrew wird vorgeworfen, in seiner Funktion als Handelsbeauftragter geheime Geschäftsinformationen an Epstein weitergegeben zu haben. Im Februar dieses Jahres wurde er im Rahmen der Ermittlungen zur Epstein-Affäre vorübergehend festgenommen. König Charles III. hatte seinem Bruder bereits zuvor sämtliche königlichen Titel und Ehren entzogen. Andrew Mountbatten-Windsor, wie er sich seither nennen muss, bestreitet jegliches Fehlverhalten.
Auch Premier Starmer gerät unter Druck
Die Affäre weitet sich aus und erreicht inzwischen die Regierungsspitze. Auch der ehemalige britische Wirtschaftsminister und Ex-Botschafter in den USA, Peter Mandelson, wurde im Zuge der Epstein-Enthüllungen vorübergehend festgenommen. Ihm werde vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und im Gegenzug Geld erhalten zu haben. Premierminister Keir Starmer selbst hatte Mandelson zum Botschafter in Washington ernannt – obwohl ihm nach Berichten bekannt gewesen sei, dass Mandelson auch nach Epsteins erster Verurteilung 2008 weiterhin Kontakt zu dem Sexualstraftäter pflegte. Eine Personalentscheidung, die heute peinliche Fragen aufwirft.
Ein System der Mauschelei
Was die freigegebenen Dokumente offenbaren, ist mehr als nur ein royaler Faux pas. Es ist ein Lehrstück darüber, wie politische und gesellschaftliche Eliten sich gegenseitig Posten zuschieben, ohne dass die üblichen Überprüfungsverfahren greifen würden. Wäre Andrew nicht der Sohn der Queen gewesen – hätte irgendjemand ihn jemals als Handelsbeauftragten ernsthaft in Erwägung gezogen? Die Frage stellen heißt, sie zu beantworten.
Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teilweise an prominente Bekannte – darunter eben auch Andrew – vermittelt zu haben. 2008 wurde er zunächst zu einer milden Strafe von lediglich 18 Monaten Haft verurteilt, dank eines hochumstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft. Nach seiner erneuten Festnahme 2019 fand man ihn tot in seiner New Yorker Gefängniszelle. Offiziell hieß es: Suizid. Eine Version, an der bis heute viele Beobachter zweifeln.
Was bleibt: Misstrauen gegen die Eliten
Die Akte Andrew zeigt einmal mehr, dass die etablierten Machtstrukturen – ob royal oder politisch – nach eigenen Regeln spielen. Während der Bürger sich an Gesetze halten muss, scheinen für die oberen Zehntausend andere Maßstäbe zu gelten. Das ist nicht nur in Großbritannien so, sondern auch hierzulande ein wachsendes Problem. Vertrauen in Institutionen entsteht nicht durch Vertuschung, sondern durch Transparenz. Und gerade die jüngsten Enthüllungen zeigen: Wer auf Stabilität setzt, sollte sein Vertrauen vielleicht weniger in politische und royale Versprechungen legen – sondern in werthaltige, krisenfeste Anlagen wie physische Edelmetalle, die seit Jahrtausenden ohne den Segen einer Königin ihren Wert behalten.
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