
Russische Rohöllieferungen steigen trotz Sanktionen - Bundesregierung in der Kritik
Trotz der Sanktionen der EuropĂ€ischen Union und der G-7-Staaten sind die russischen Rohöllieferungen in diesem FrĂŒhjahr um 50 Prozent gestiegen. Dies berichtet die âFinancial Timesâ unter Berufung auf Daten des Analyseunternehmens Kpler. Es scheint, als ob die MaĂnahmen, die dazu gedacht waren, Russland wirtschaftlich unter Druck zu setzen, nicht die gewĂŒnschte Wirkung erzielen.
Steigende Ălpreise und Einnahmen fĂŒr Russland
Nach SchĂ€tzungen der Wirtschaftshochschule in Kiew wĂŒrden wegen des Anstiegs der Ălpreise auch die Einnahmen Russlands aus dem ĂlgeschĂ€ft ansteigen. Die EuropĂ€ische Union, die G-7-Staaten und Australien hatten im Dezember 2022 eine Preisobergrenze von 60 Dollar pro Barrel fĂŒr russisches Ăl eingefĂŒhrt. Bei höheren Preisen drohen den Versicherungskonzernen, die die Lieferungen absichern, Sanktionen. Der aktuelle Marktpreis fĂŒr ein Barrel Ăl liegt jedoch bei rund 90 Dollar und erreichte in der vergangenen Woche mit 95 Dollar sogar ein 13-Monats-Hoch.
Russland umgeht westliche Sanktionen
Wie die âFinancial Timesâ weiter berichtet, ist es Russland gelungen, sein Ăl an andere Abnehmer zu verkaufen und bei drei von vier Ălexporten auf westliche Versicherungen zu verzichten. Dies stellt eine klare Missachtung der Sanktionen dar und zeigt, dass Russland Wege gefunden hat, die wirtschaftlichen MaĂnahmen zu umgehen.
Unruhen in der Ukraine
In der Zwischenzeit geht der Konflikt in der Ukraine weiter. Russland hat die sĂŒdukrainische Hafenstadt Odessa mit Drohnen und Raketen angegriffen. Medienberichten zufolge waren Explosionen zu hören und ein groĂes GebĂ€ude an der KĂŒste wurde getroffen und geriet in Brand. Die genaue Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt.
Kritik an der Bundesregierung
Unionsfraktionschef Friedrich Merz fordert die Bundesregierung zu einer raschen Entscheidung ĂŒber die Lieferung deutscher Marschflugkörper auf. âDie Amerikaner haben nun entschieden, Marschflugkörper zu liefern, ich bin gespannt, wie die Bundesregierung sich dazu stelltâ, sagte Merz der âAugsburger Allgemeinenâ. Der Westen mĂŒsse die Ukraine militĂ€risch so unterstĂŒtzen, dass sie den Krieg gegen Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin gewinnen könne. âWenn der Westen seine UnterstĂŒtzung einstellt, ist die Ukraine verloren, und wenn das Land verloren ist, ist unsere Freiheit ernsthaft gefĂ€hrdetâ, warnte der CDU-Chef.
Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung auf diese Forderung reagieren wird und ob die Sanktionen gegen Russland in Zukunft effektiver gestaltet werden können.
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik





















