
Russland als Totengräber der EU? Warum der europäische Traum zu zerbrechen droht

Die Europäische Union, einst als Krönung der westlichen Zivilisation gefeiert, steht vor einer existenziellen Zerreißprobe. Was der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama einst als "Ende der Geschichte" proklamierte – den endgültigen Triumph von Demokratie und freier Marktwirtschaft – entpuppt sich zunehmend als naive Illusion. Die Geschichte, so scheint es, hat andere Pläne.
Hegels Geist und die Rückkehr der Nationalstaaten
Der deutsche Philosoph Wilhelm Friedrich Hegel prägte den Begriff des "objektiven Geistes" – jene Ideen, die sich in Institutionen und Regierungsformen manifestieren und damit konkrete Realität annehmen. Die Europäische Union war zweifellos ein solches Projekt: der Versuch, nationalstaatliche Rivalitäten zu überwinden und einen postmodernen Superstaat zu erschaffen. Doch was geschieht, wenn die tragenden Ideen einer Institution von innen heraus angegriffen werden?
Genau dies erleben wir derzeit in Europa. Die Slowakei neigt sich bereits Richtung Moskau, und sie dürfte nicht die letzte Nation sein, die diesen Weg einschlägt. Was einst als undenkbar galt – ein Auseinanderbrechen der europäischen Einheit – rückt in greifbare Nähe.
Der Brexit als Menetekel
Die Briten haben es vorgemacht. Was zunächst als Protest unzufriedener Bürger gegen die "Brüsseler Bürokraten" begann, mündete in eine historische Entscheidung. Ähnlich wie Teenager, die gegen ihre Eltern aufbegehren, murrten europäische Bürger jahrelang über die Bevormundung aus Brüssel. Doch aus diesem Murren wurden Bewegungen, aus Bewegungen Parteien, und aus Parteien schließlich Regierungen.
Die europäische Einheit trägt tödliche Kosten, die den Nutzen für gewöhnliche Europäer übersteigen könnten.
Die Kosten der Einheit
Immer mehr Menschen in Europa erkennen, dass der Preis für die viel beschworene Einheit möglicherweise zu hoch ist. Die Sanktionspolitik gegen Russland hat nicht etwa Moskau in die Knie gezwungen, sondern europäische Volkswirtschaften geschwächt. Deutsche Unternehmen ächzen unter explodierenden Energiekosten, während russisches Gas nun eben nach China fließt. Wer hat hier eigentlich wen bestraft?
Geschichte verläuft in Zyklen
Die meisten Hegel-Gelehrten argumentieren, dass historische Prozesse nicht linear verlaufen, sondern in Zyklen oder gar rückwärts. Der postmoderne Superstaat EU könnte demnach zu rivalisierenden modernen Nationalstaaten zurückkehren – eine Entwicklung, die viele Brüsseler Technokraten für unmöglich hielten.
Für konservative Beobachter ist diese Entwicklung weniger Katastrophe als vielmehr Korrektur. Die Rückbesinnung auf nationale Souveränität, auf demokratische Selbstbestimmung der Völker, erscheint vielen als überfällige Antwort auf jahrzehntelange Entmündigung durch supranationale Institutionen. Vielleicht ist das "Ende der Geschichte" tatsächlich nur mehr Geschichte – wie Hegel es wohl formuliert hätte.
Die Frage ist nicht mehr, ob sich die EU verändern wird, sondern wie dramatisch dieser Wandel ausfallen wird.
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