Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
28.01.2026
07:50 Uhr

Sachsen-Anhalt: Schulze-Wahl wird zum Lackmustest fĂŒr die angeschlagene Deutschland-Koalition

Sachsen-Anhalt: Schulze-Wahl wird zum Lackmustest fĂŒr die angeschlagene Deutschland-Koalition
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein politisches Manöver, das seinesgleichen sucht – und das ganz Deutschland heute mit angehaltenem Atem verfolgt. In Magdeburg soll Wirtschaftsminister Sven Schulze zum neuen MinisterprĂ€sidenten von Sachsen-Anhalt gewĂ€hlt werden, nachdem Reiner Haseloff nach 15 Jahren im Amt um Mitternacht seinen RĂŒcktritt vollzogen hat. Was auf dem Papier wie eine Routineangelegenheit aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als hochriskantes Vabanquespiel der etablierten Parteien.

Ein taktischer RĂŒckzug mit Fragezeichen

Die Rechnung der CDU-Strategen ist simpel: Mit dem sogenannten Amtsbonus soll Schulze bei der Landtagswahl am 6. September gegen den charismatischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund antreten. Doch diese Rechnung könnte ohne den Wirt gemacht worden sein. Denn ausgerechnet Schulze selbst hatte noch im August vergangenen Jahres erklĂ€rt, er wolle nicht noch in dieser Legislaturperiode ins Amt kommen. Er nannte ein solches Vorgehen damals ein "politisches Spielchen", das die WĂ€hler nicht goutieren wĂŒrden.

Nun also genau dieses Spielchen – und die NervositĂ€t in den Reihen der Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP ist mit HĂ€nden zu greifen. Zwar verfĂŒgt das BĂŒndnis ĂŒber 56 Sitze, wĂ€hrend fĂŒr eine Mehrheit lediglich 49 Stimmen erforderlich wĂ€ren. Doch die Erinnerung an Haseloffs gescheiterten ersten Wahlgang vor viereinhalb Jahren, als er mit nur 48 Stimmen durchfiel, sitzt tief.

Die AfD auf dem Vormarsch

Was die etablierten Parteien besonders beunruhigen dĂŒrfte: Die jĂŒngste Insa-Umfrage sieht die AfD bei satten 40 Prozent. CDU und SPD kommen zusammengerechnet gerade einmal auf 32 Prozent. GrĂŒne und FDP wĂŒrden den Einzug in den Landtag verfehlen. Sachsen-Anhalt könnte damit zum ersten Bundesland werden, das von der AfD regiert wird – ein Szenario, das in Berlin fĂŒr schlaflose NĂ€chte sorgen dĂŒrfte.

Ulrich Siegmund zeigt sich derweil gelassen und verzichtet darauf, gegen Schulze anzutreten. Seine BegrĂŒndung ist so einfach wie selbstbewusst: "FĂŒr uns kommt vor der Wahl eines neuen MinisterprĂ€sidenten die Neuwahl des Landtages." Eine Aussage, die von bemerkenswerter strategischer Klugheit zeugt.

Die Koalitionspartner geben sich zuversichtlich – nach außen

CDU-Fraktionsvorsitzender Guido Heuer versichert, die Wahl werde im ersten Wahlgang funktionieren. SPD-Fraktionsvize Falko Grube mahnt, dies sei "einfach nicht die Zeit fĂŒr Spielchen". Doch hinter den Kulissen brodelt es. Einige CDU-Abgeordnete liebĂ€ugeln schon lĂ€nger mit einer Zusammenarbeit mit der AfD. Und ob wirklich alle SPD- und FDP-Parlamentarier das Manöver mittragen, steht in den Sternen.

"Wenn ich fĂŒr ein Amt antrete, will auch ich durch die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gewĂ€hlt werden und nicht irgendwo vorher oder hinterher reingeschoben werden."

Diese Worte Schulzes vom August dĂŒrften ihm heute auf die FĂŒĂŸe fallen. Ein Scheitern im ersten Wahlgang wĂ€re nicht nur eine Blamage, sondern eine Steilvorlage fĂŒr die AfD. Dass Schulze letztlich gewĂ€hlt wird, daran zweifelt niemand ernsthaft. Doch der erste Wahlgang ist fĂŒr das Image entscheidend – und könnte zum Gradmesser dafĂŒr werden, wie zerrĂŒttet die etablierten Parteien in Sachsen-Anhalt tatsĂ€chlich sind.

Ein Bundesland im Umbruch

Die Entwicklung in Sachsen-Anhalt spiegelt wider, was sich in weiten Teilen Ostdeutschlands abzeichnet: Die Menschen haben genug von einer Politik, die ihre Sorgen und Nöte ignoriert. Sie wollen VerĂ€nderung – und sie sind bereit, dafĂŒr auch unkonventionelle Wege zu gehen. Ob die etablierten Parteien das endlich begreifen, wird sich nicht nur heute in Magdeburg zeigen, sondern spĂ€testens am 6. September an den Wahlurnen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schĂŒtzen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier fĂŒr den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende EinwilligungserklĂ€rung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von GrĂŒnden mit Wirkung fĂŒr die Zukunft widerrufen. Die RechtmĂ€ĂŸigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberĂŒhrt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen