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Schattenkrieg in der Ukraine: Spielt die CIA gegen Trump?

Schattenkrieg in der Ukraine: Spielt die CIA gegen Trump?
Symbolbild: KI-generiert

Donald Trump geht öffentlich auf Distanz zu Wolodymyr Selenskyj, doch der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll in der Ukraine einfach weitermachen. Das behauptet der US-Journalist Aaron Maté in einem Interview mit dem früheren Richter Andrew Napolitano, aufgezeichnet am 3. November, dem Wahltag der Midterms. Seine These: Geheimdienste und Weißes Haus arbeiteten in Kiew womöglich gegeneinander.

Zwölf Bunker an der russischen Grenze

Maté stützt sich auf eine Recherche der New York Times vom Februar 2024. Laut dem Bericht hat die CIA über rund acht Jahre ein Netz von Spionagestützpunkten aufgebaut. Dazu gehören zwölf geheime Standorte entlang der russischen Grenze, die Washington finanziert und teilweise ausgerüstet haben soll.

Nach Darstellung der Zeitung begann die Partnerschaft im Februar 2014, als Präsident Viktor Janukowitsch nach Russland floh. Maté geht noch weiter: Die CIA habe die ukrainischen Nachrichtendienste nach dem Umsturz praktisch von Grund auf neu errichtet und kontrolliere sie bis heute.

Drohnen auf Raffinerien und ein Präsident, der umschwenkt

Brisanter ist eine andere Behauptung. Die ukrainische Drohnenkampagne gegen russische Energieanlagen habe die CIA selbst ersonnen, sagt Maté, und zwar die CIA unter Trump. Der Präsident habe das mitgetragen, bis er vor den Midterms etwas für die Wähler gebraucht habe. Denn der Krieg gegen den Iran habe die Energiepreise nach oben getrieben.

Die Chronologie passt zumindest ins Bild. Mitte Oktober verkündete Trump eine „Energie-Waffenruhe“ zwischen Moskau und Kiew. Reuters zufolge erklärte Selenskyj am 15. Oktober, die Ukraine halte sich nicht mehr daran. Trump reagierte nach Medienberichten mit scharfer Kritik, und aus Kiew hieß es, US-Gesandte hätten mit dem Entzug von Geheimdienstinformationen gedroht. Maté hält dagegen, die CIA arbeite seines Wissens normal weiter, helfe bei der Zielauswahl und liefere Aufklärung. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.

Wer bestimmt eigentlich Washingtons Kurs?

Napolitano fragte, ob CIA und der britische MI6 gegen das Weiße Haus arbeiteten. Maté antwortete, es gebe gar keine einheitliche Linie. Auf der einen Seite stünden Vizepräsident J.D. Vance und Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard, auf der anderen Außenminister Marco Rubio, Mike Waltz und der frühere Sondergesandte Keith Kellogg.

Rubio habe den Friedensplan von Jared Kushner und Steve Witkoff nach kurzem Aufruhr im Kongress zerpflückt, so Maté. Gemessen an Trumps erklärten Zielen, also einem Friedensabkommen und einer neuen Führung in Kiew, verfolgten CIA und MI6 seiner Ansicht nach eindeutig andere Interessen. Seine Behauptung, zugesagte Patriot-Raketen kämen erst Ende 2030, ließ sich nicht bestätigen. Aktuelle Berichte sprechen lediglich von Verzögerungen.

Das Geld der Milliardäre

Heikel wird es beim Thema Finanzierung. Wolle ein Dienst etwas außerhalb der offiziellen Bücher erledigen, finde sich oft ein „befreundeter Milliardär“ oder ein Konzern, sagte Maté. Als Beispiel nannte er George Soros. Dessen Stiftungen gaben 2015 an, seit dem Ende der Sowjetunion 181 Millionen Dollar in die Ukraine gesteckt zu haben. Die Zahl ist belegt. Die Renaissance-Stiftung beziffert ihre Ausgaben inzwischen auf rund 380 Millionen Dollar.

Ob Teile dieser Gelder mit westlichen Geheimdiensten zu tun hatten, kann Maté nicht belegen. Er räumte selbst ein, das werde man vielleicht nie erfahren. Es bleibt eine Vermutung ohne Beweis.

Und Deutschland zahlt mit

Für deutsche Leser ist das mehr als ein Streit unter Amerikanern. Die Bundesregierung gehört zu den größten Geldgebern Kiews, die Steuerzahler tragen die Last. Wenn selbst in Washington unklar ist, wer den Kurs vorgibt, sollte man in Berlin fragen dürfen, wofür das Geld eigentlich ausgegeben wird. Bisher hört man von dort wenig dazu.

Gleichzeitig steigen durch die Kriege in Osteuropa und im Nahen Osten die Energiepreise, und das trifft die ohnehin geschwächte deutsche Industrie. Viele Sparer legen deshalb einen Teil ihres Vermögens in physischem Gold und Silber an, weil diese Metalle von keiner Regierung und keinem Geheimdienst abhängen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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