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Kettner Edelmetalle
19.08.2026
06:03 Uhr
KI-generiert

Schattenregierung? Wie ein Podcast-Hit die Trump-Debatte anheizt

Schattenregierung? Wie ein Podcast-Hit die Trump-Debatte anheizt
Symbolbild: KI-generiert

Ein dreistündiges Podcast-Interview sorgt seit Tagen für Wirbel in den alternativen Medien: Der israelisch-amerikanische Sicherheitsunternehmer Juval Aviv behauptet darin, in den USA existiere eine parallele Machtstruktur aus ehemaligen Spitzenbeamten, die das Land tatsächlich regiere. Donald Trump sei für diese Zirkel ursprünglich nur als unterhaltsame Ablenkung eingeplant gewesen. Aufgegriffen und ins Deutsche übertragen wurde der Beitrag am 19. August 2026 von einem alternativen Politikblog.

Die Behauptungen: „Sie regieren das Land wirklich“

Aviv beschreibt in dem Gespräch eine Gruppe, die sich ein- bis zweimal im Monat treffe und Entscheidungen fälle. Es handle sich, so seine Darstellung, nicht um einen Club oder eine Sekte, sondern um ein Team ehemaliger Amtsträger, die glaubten, zu wissen, was gut für Amerika sei. Als Namen fielen George H. W. Bush und Dick Cheney.

Auf die Frage, ob dieser Kreis bestimme, wer Präsident werde, habe Aviv bejaht – bei Trump habe man sich allerdings verkalkuliert. Der Plan sei gewesen, ihn die Medien beschäftigen zu lassen, während im Hintergrund weiterregiert werde. Den Iran-Krieg schreibt Aviv nach dieser Darstellung vor allem Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zu.

Wer ist der Mann, der das erzählt?

Genau hier lohnt sich der nüchterne Blick. Aviv ist Präsident der New Yorker Ermittlungsfirma Interfor und gilt als Quelle des Buches „Vengeance“ von George Jonas, das Steven Spielberg als Vorlage für seinen mehrfach oscarnominierten Film „München“ diente. Nur: Seine Biografie ist seit Jahrzehnten heftig umstritten.

Recherchen und Faktenchecks dokumentieren, dass ein damaliger israelischer Regierungsberater 1990 gegenüber US-Stellen schriftlich bestritt, dass Aviv jemals für israelische Nachrichtendienste gearbeitet habe. Nach der Veröffentlichung seines umstrittenen Berichts zum Lockerbie-Anschlag sei er von Diplomaten und Geheimdienstlern öffentlich als unglaubwürdig bezeichnet worden. Aviv selbst hat stets erklärt, man habe nie seine Fakten widerlegt, sondern nur den Überbringer attackiert. Andere Rechercheteams fanden wiederum ältere US-Dokumente, die auf eine frühere Verbindung zu israelischen Diensten hindeuten.

Warum solche Geschichten überhaupt zünden

Man muss keiner Erzählung von geheimen Zirkeln folgen, um zu erkennen, warum sie Millionen Klicks erzeugt. Der Nährboden ist das Vertrauensdefizit: Wenn Bürger den Eindruck haben, dass Entscheidungen über Krieg, Geld und Freiheit weit weg von Wahlurnen fallen, füllt jede spektakuläre Behauptung das Vakuum.

Aus Sicht unserer Redaktion ist die richtige Antwort darauf nicht der Glaube an Insider-Legenden, sondern hartnäckige Nachfrage: Wer entscheidet, wer haftet, wer zahlt? Diese Fragen stellen sich in Washington – und ebenso in Berlin und Brüssel, wo Sondervermögen, Klimaziele und Regulierungspakete beschlossen werden, deren Rechnung noch Enkel bezahlen dürften.

Was für Anleger bleibt

Belegbar ist die geopolitische Großwetterlage: Der Ukraine-Krieg dauert an, der Nahost-Konflikt ist seit 2025 offen eskaliert, Handelskonflikte belasten Europas Industrie. In solchen Phasen gilt seit jeher: Physische Edelmetalle sind kein Wunderwerkzeug, aber eine bewährte Versicherung gegen Vertrauensverlust – gerade weil sie ohne Gegenpartei auskommen und keiner Erzählung bedürfen.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Er ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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