300.000
Kunden
Sicherer
Versand
18:09 Uhr
KI-generiert

Schuldspruch in London: Russell Brands „Nur drei“-Taktik scheitert!

Schuldspruch in London: Russell Brands „Nur drei“-Taktik scheitert!
Symbolbild: KI-generiert

Der britische Komiker Russell Brand ist schuldig gesprochen worden. Eine Jury am Southwark Crown Court in London verurteilte den 51-Jährigen am Donnerstag, dem 5. November 2026, wegen einer Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe. Ihm droht eine lange Haftstrafe. Das Strafmaß steht noch aus.

Damit ist eine der bizarrsten Verteidigungsstrategien der jüngeren britischen Justizgeschichte gescheitert. Bis zuletzt hatte Brand alle Vorwürfe bestritten.

Ein Fan, eine Bar, ein Urteil

Medienberichten zufolge geht es bei der Verurteilung wegen Vergewaltigung um eine junge Anhängerin. Brand habe sie 2009 nach einem seiner Auftritte im Londoner Hammersmith Apollo kennengelernt. Einer der sexuellen Übergriffe betreffe eine Frau in einer Bar im Stadtteil Soho im Jahr 2004.

Angeklagt war Brand in sieben Punkten. Es ging um sechs Frauen und Vorfälle zwischen 1999 und 2009. Ob die Geschworenen ihn in den übrigen drei Punkten freigesprochen haben oder noch beraten, war nach ersten Berichten offen. Dabei handelt es sich um zwei weitere Vorwürfe der Vergewaltigung und einen versuchten unsittlichen Übergriff. Für diese Punkte gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Begleitet wurde Brand im Gericht von seiner Ehefrau Laura Gallacher.

„Nur drei Vergewaltigungen in zehn Jahren?“

Zum Skandal wurde vor allem das Schlussplädoyer. Brands Anwalt Ian Winter KC hatte am Montag, also nur drei Tage vor dem Urteil, das ausschweifende Liebesleben seines Mandanten zum Argument für einen Freispruch gemacht. Vor den acht Männern und vier Frauen der Jury sagte er:

„What matters is he had an immense amount of sex and none of it was unlawful.“

Sinngemäß meinte er: Entscheidend sei, dass Brand ungeheuer viel Sex gehabt habe und nichts davon rechtswidrig gewesen sei. Der Anwalt fragte die Geschworenen sogar, warum es denn in zehn Jahren „nur drei Vergewaltigungen“ gewesen sein sollten. Die Jury sah das offenkundig anders. Die Rechnung „viele Partnerinnen, also wenig Schuld“ ging nicht auf. Der Gerichtssaal ist eben kein Statistikseminar.

Eine angebliche Zahl von 5.000 Frauen kursierte in diesem Zusammenhang. Sie war aber nie eine Zählung von Partnerinnen. Ein früherer Freund hatte ausgesagt, Brand habe ihm einmal von diesem Ziel erzählt. Brand bestritt das im Zeugenstand.

Die BBC gerät erneut unter Druck

Die Verteidigung behauptete zudem, eine Enthüllungssendung des Senders Channel 4 aus dem Jahr 2023 habe den „Brunnen der Justiz vergiftet“. Nach dieser Sendung und einem Bericht der „Sunday Times“ hatte Scotland Yard im September 2023 Ermittlungen aufgenommen. Im April 2025 folgte die Anklage. Die Vergewaltigung, für die Brand nun verurteilt wurde, kam erst später hinzu. Weitere Frauen hatten sich gemeldet, und die Anklage wurde am 23. Dezember um zwei Punkte aus dem Jahr 2009 erweitert.

Pikant ist der Fall für die BBC. Von 2006 bis 2008 moderierte Brand bei BBC Radio 2. Er ging nach einem Skandal um Telefonstreiche, mit denen er den Schauspieler Andrew Sachs bloßgestellt hatte. Medienberichten zufolge erhöht das Urteil den Druck auf den Sender. Gefragt wird, wie er seine Stars kontrolliert hat. Nach den Affären um Jimmy Savile und Huw Edwards drängt sich die Frage auf, wie oft ein mit Gebühren finanzierter Sender noch wegsehen darf.

Prominente Fürsprecher stehen blamiert da

Nach seinem Abschied vom Fernsehen ließ sich Brand christlich taufen. Er erfand sich als Kritiker des Establishments neu und nannte die Anklage politisch motiviert. Elon Musk stellte sich 2023 öffentlich hinter ihn. Tucker Carlson forderte laut dem Branchenblatt „Variety“ die Trump-Regierung sogar auf, Brand vor den aus seiner Sicht „politischen und absurden“ Vorwürfen zu „retten“.

Die US-Moderatorin Megyn Kelly ging früh auf Distanz. Sie bat ihr Publikum damals, wenigstens offen dafür zu bleiben, dass die Frauen die Wahrheit sagen könnten. Das Urteil zeigt: Wer gegen den Mainstream ist, steht deshalb nicht über dem Gesetz. Kritik am Establishment verdient Gehör. Ein Freibrief ist sie nicht. Ob Brand Rechtsmittel einlegt, wird sich zeigen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“