
Schüsse vor dem Supermarkt: Wenn die schwäbische Provinz zur Kulisse für Bandenkriminalität wird

Eningen unter Achalm, ein 11.000-Seelen-Ort am Fuße der Schwäbischen Alb. Kein Berliner Problembezirk, kein Duisburger Brennpunkt, keine Kölner Ringe. Und doch spielte sich hier am Mittwochabend eine Szene ab, die man vor zwanzig Jahren allenfalls aus amerikanischen Krimiserien gekannt hätte: Ein maskierter Mann springt auf Höhe eines Lidl-Marktes vor ein fahrendes Auto und drückt ab.
Vier Insassen, ein Schuss, ein Verletzter
Im Mercedes saßen nach Angaben der Polizei vier Personen. Der 39-jährige Fahrer wurde durch einen Splitter leicht verletzt und brachte den Wagen wenige Meter weiter zum Stehen. Dass es bei einem Leichtverletzten blieb, dürfte weniger dem Können des Schützen als schlichtem Glück geschuldet sein. Ein Zentimeter anders – und Baden-Württemberg hätte am Donnerstagmorgen über einen Mord gesprochen.
Der Täter flüchtete zu Fuß über einen parallel zur Straße verlaufenden Fußweg in Richtung Reutlingen. Beschrieben wird er als etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß, bekleidet mit einem grauen Jogginganzug, Kapuze über dem Kopf, Mund-Nasen-Schutz vor dem Gesicht. Man mag es zynisch finden, aber offenbar hat die Corona-Zeit auch der organisierten Kriminalität einen kulturellen Dienst erwiesen: Wer heute vermummt durch die Fußgängerzone läuft, fällt niemandem mehr auf.
Hubschrauber, Hundeführer, Streifenwagen – und am Ende: nichts
Die Polizei fuhr auf, was der Apparat hergab. Zahlreiche Streifenwagen, Polizeihundeführer, ein Hubschrauber am Nachthimmel über der Achalm. Das Ergebnis: zunächst kein Fahndungserfolg. Die Kriminalpolizei ermittelt, Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Reutlingen unter 07121 942-3333 entgegen.
Ein Großaufgebot der Polizei, ein Hubschrauber über einer schwäbischen Kleinstadt – und der Schütze verschwindet einfach in der Nacht. Das ist kein Einzelfallpech, das ist Symptom.
Das Muster, das niemand mehr Einzelfall nennen sollte
Man muss kein Kriminologe sein, um zu erkennen, dass ein gezielter Schuss auf ein besetztes Fahrzeug mitten im Ortsgebiet keine Beziehungstat aus Eifersucht sein dürfte. Wer sich maskiert vor ein fahrendes Auto stellt und schießt, sendet eine Botschaft. Solche Botschaften kennt man aus Milieus, in denen der Staat längst nicht mehr das Gewaltmonopol beansprucht, sondern bestenfalls noch die Spurensicherung übernimmt. Erst kürzlich sorgten Schüsse in Köln mit vier Verletzten für Schlagzeilen – offenbar im Zuge eines Streits zwischen Großfamilien.
Und genau hier liegt der wunde Punkt: Was jahrelang als Phänomen der Großstädte abgetan wurde, ist längst in der Fläche angekommen. In Orten, in denen man nachts die Haustür früher offen ließ. Die Politik hat diese Entwicklung über Jahre hinweg mit einer Mischung aus Verharmlosung, statistischer Schönfärberei und moralischer Belehrung begleitet. Wer die Zusammenhänge zwischen ungesteuerter Zuwanderung, importierten Konfliktkulturen und dem Aufbau paralleler Machtstrukturen benannte, wurde reflexhaft in die rechte Ecke geschoben – während die Polizeiliche Kriminalstatistik Jahr für Jahr neue Rekorde meldete.
Der Bürger zahlt – und bekommt Unsicherheit zurück
Die Bundesregierung debattiert über Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe, über Klimaneutralität im Grundgesetz und über die Wiederbelebung eines Zivildienstes. Über eine Polizei, die personell und rechtlich tatsächlich handlungsfähig wäre, über konsequente Abschiebungen von Straftätern, über eine Justiz, die schnell und hart urteilt statt milde und spät – darüber spricht man ungern. Es passt schlecht ins Selbstbild.
Unsere Redaktion vertritt hier eine klare Haltung, und wir wissen uns damit in Gesellschaft eines großen Teils der deutschen Bevölkerung: Ein Staat, der seine Bürger nicht vor Schüssen auf dem Supermarktparkplatz schützen kann, hat seine elementarste Aufgabe verfehlt. Sicherheit ist kein Luxusgut, das man gegen Gesinnungspolitik eintauschen darf. Deutschland braucht wieder Politiker, die für dieses Land regieren – und nicht gegen es.
Was bleibt
Der Schütze von Eningen ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen laufen. Und die Anwohner werden sich künftig fragen, ob der Weg zum Discounter noch derselbe ist wie früher. Vertrauen entsteht über Jahrzehnte – und zerbricht in Sekunden. Genau wie eine Autoscheibe.
In unsicheren Zeiten suchen viele Bürger nach Beständigkeit – nicht nur im Straßenbild, sondern auch beim eigenen Vermögen. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie Krisen, Währungsreformen und politische Fehlentscheidungen überdauern. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können Edelmetalle ein solider Baustein zur langfristigen Vermögenssicherung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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