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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
15:34 Uhr

Schwerer Unfall auf der A20: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister im Krankenhaus

Schwerer Unfall auf der A20: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister im Krankenhaus

Ein Donnerstagmorgen, der für Wolfgang Blank alles andere als routinemäßig verlief. Der parteilose Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns wurde bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 20 erheblich verletzt. Sein Dienstwagen – ein BMW – kollidierte gegen 09:30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bad Sülze und Tessin mit einem Sicherungsfahrzeug der Autobahnmeisterei und überschlug sich anschließend. Auch der Fahrer des Ministers erlitt schwere Verletzungen.

Sicherungswagen wechselte auf die linke Spur

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befuhr der ministerielle Dienstwagen die linke Fahrspur der Richtungsfahrbahn Lübeck, als ein Sicherungswagen der Autobahnmeisterei von der Standspur auf eben jene linke Spur wechseln wollte. Der Sicherungswagen sollte offenbar eine Baustelle absichern. Es kam zum Zusammenstoß, in dessen Folge der BMW gegen die Mittelleitplanke geschleudert wurde und sich überschlug. Ein Szenario, das man sich in seiner Dramatik kaum ausmalen möchte.

Beide Insassen des Dienstwagens mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Fahrer des Sicherungsfahrzeugs kam mit leichten Verletzungen davon. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Marode Infrastruktur als stiller Mitverursacher?

Man darf sich an dieser Stelle durchaus die Frage stellen, in welchem Zustand sich die deutsche Autobahninfrastruktur befindet – und ob solche Unfälle nicht auch Symptome eines viel tieferliegenden Problems sind. Die A20, einst als wichtige Ost-West-Verbindung im Norden konzipiert, ist seit Jahren eine Dauerbaustelle. Wer regelmäßig auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, kennt das Bild: Engstellen, provisorische Fahrbahnführungen, unübersichtliche Baustellenbereiche. Deutschland, das Land der Ingenieure, leistet sich eine Infrastruktur, die mancherorts an Schwellenländer erinnert.

Jahrzehntelang wurde in diesem Land an der falschen Stelle gespart. Während Milliarden in ideologisch motivierte Projekte flossen, verfielen Brücken, Straßen und Schienenwege. Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt zunächst vielversprechend – doch wer die Zeche zahlt, steht bereits fest: der deutsche Steuerzahler, und zwar über Generationen hinweg. Ob das Geld dann tatsächlich dort ankommt, wo es dringend gebraucht wird – nämlich auf unseren Straßen und nicht in den Taschen von Beraterfirmen und Bürokratieapparaten –, bleibt abzuwarten.

Gute Besserung – und ein Weckruf

Zunächst einmal wünschen wir Minister Blank und seinem Fahrer eine rasche und vollständige Genesung. Schwere Verletzungen bei einem Überschlag auf der Autobahn – das ist kein Kavaliersdelikt, das ist lebensbedrohlich. Dass ein Landesminister auf dem Weg zu seinen Amtsgeschäften derart verunglückt, sollte jedoch auch als Mahnung verstanden werden. Die Sicherheit auf deutschen Autobahnen ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Land.

Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen rasch Klarheit über den genauen Unfallhergang bringen. Und es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall nicht einfach als bedauerlicher Einzelfall abgehakt wird, sondern als das, was er auch ist: ein weiteres Indiz dafür, dass Deutschlands Infrastruktur dringend mehr Aufmerksamkeit verdient als warme Worte in Koalitionsverträgen.

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