
Seltene Erden im Preisrausch: Warum der Rohstoff-Boom erst am Anfang steht
Während sich die deutsche Politik mit ideologischen Grabenkämpfen und milliardenschweren Schuldenpaketen beschäftigt, vollzieht sich auf den globalen Rohstoffmärkten eine tektonische Verschiebung, die weitreichende Konsequenzen für die gesamte Weltwirtschaft haben dürfte. Die Preise für Seltene Erden haben neue Höchststände erreicht – und ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht.
Der parabolische Anstieg bei Neodym
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Entwicklung am Beispiel von Neodym, einem der wichtigsten Vertreter der Seltenen Erden. Nachdem der Preis zwischen Mai und Oktober des vergangenen Jahres nur moderat gestiegen war, kam es in den letzten zwei Monaten zu einem geradezu parabolischen Anstieg, der das Oktober-Hoch deutlich übertraf. Wer sich mit Rohstoffzyklen auskennt, weiß: Das ist kein Zufall, sondern folgt einem historisch bewährten Muster.
Denn typischerweise laufen die Aktienkurse von Unternehmen im Bereich der Seltenen Erden den eigentlichen Rohstoffpreisen voraus. So legte etwa der Kurs von MP Materials – einem der bedeutendsten Produzenten – zwischen Mai und Oktober massiv zu, während die zugrunde liegenden Rohstoffpreise noch vergleichsweise träge dahindümpelten. Nun hat sich das Blatt gewendet: Die Aktien korrigieren, die Rohstoffpreise holen auf. Ein Zyklus, der sich erfahrungsgemäß wiederholt.
Rechenzentren als Preistreiber
Was steckt hinter diesem gewaltigen Nachfrageschub? Die Antwort ist so simpel wie beeindruckend: Künstliche Intelligenz und der damit verbundene Ausbau von Rechenzentren. Allein vier Tech-Giganten – Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft – planen für dieses Jahr Investitionsausgaben von rund 650 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es bereits beachtliche 360 Milliarden Dollar gewesen. Diese Zahlen sind schlicht atemberaubend und erklären, warum der Aufwärtsdruck auf industrielle Rohstoffe wie Seltene Erden, Lithium, Kupfer, Zinn, Nickel und Erdgas mindestens noch weitere zwölf Monate anhalten dürfte.
Der starke Anstieg des ISM-Index für Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im Januar könnte ein direktes Resultat dieser massiven Investitionspläne sein. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem fundamentalen Umbruch, angetrieben von einer technologischen Revolution, die einen unstillbaren Hunger nach strategischen Rohstoffen entfacht hat.
Deutschlands fatale Abhängigkeit
Für Deutschland sollte diese Entwicklung alle Alarmglocken schrillen lassen. Denn unser Land ist bei Seltenen Erden nahezu vollständig von Importen abhängig – und der Löwenanteil kommt ausgerechnet aus China. Peking kontrolliert nach wie vor den Großteil der weltweiten Förderung und Verarbeitung dieser strategisch unverzichtbaren Materialien. In einer Welt, in der Donald Trump mit seinen aggressiven Zollpolitiken die globalen Handelsströme durcheinanderwirbelt und geopolitische Spannungen zunehmen, ist diese Abhängigkeit nichts weniger als ein Sicherheitsrisiko.
Statt sich jahrelang mit Gender-Sternchen und Klimakleber-Debatten aufzuhalten, hätte die deutsche Politik gut daran getan, eine eigenständige Rohstoffstrategie zu entwickeln. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hier entschlossener handeln wird, bleibt abzuwarten. Die bisherigen Signale stimmen nicht gerade optimistisch – ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt zwar imposant, doch ob davon auch nur ein Bruchteil in die Sicherung kritischer Rohstofflieferketten fließt, darf bezweifelt werden.
Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten
Die Rohstoff-Rallye bei Seltenen Erden unterstreicht einmal mehr eine fundamentale Wahrheit: Physische Werte sind in einer zunehmend instabilen Welt durch nichts zu ersetzen. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte neben einer breiten Diversifikation auch physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährten Stabilitätsanker in Betracht ziehen. In Zeiten explodierender Staatsschulden, geopolitischer Verwerfungen und einer Inflation, die durch immer neue Ausgabenprogramme befeuert wird, bieten Edelmetalle jenen Schutz, den Papierwährungen schlicht nicht mehr garantieren können.
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