
Seltene Erden: US-Unternehmen baut Anlage in Frankreich – mit europäischen Steuergeldern

Während China seine Exportbeschränkungen für strategisch wichtige Rohstoffe verschärft, bahnt sich in Europa eine bemerkenswerte Entwicklung an. Das amerikanische Unternehmen USA Rare Earth (USAR) wird eine Produktionsstätte im französischen Lacq errichten – finanziert nicht etwa vom heimischen US-Steuerzahler, sondern großzügig subventioniert von der französischen Regierung. Ein Vorgang, der Fragen aufwirft.
Millionenschwere Subventionen für amerikanisches Unternehmen
Die geplante Anlage soll jährlich 3.750 Tonnen Seltenerdmetalle und Legierungen produzieren. Was die Aktie des Unternehmens am Dienstag um satte elf Prozent in die Höhe schnellen ließ, ist jedoch weniger die Produktionskapazität als vielmehr das üppige Förderpaket aus Paris. Die französische Regierung hat im Rahmen ihres C3IV-Programms direkte Steuergutschriften genehmigt, die bis zu 45 Prozent der förderfähigen Ausrüstungskosten abdecken. Hinzu kommen bis zu 130 Millionen Euro für Immobilienkosten – umgerechnet rund 151 Millionen Dollar.
Damit nicht genug: Paris erwägt zusätzliche Unterstützung für Einstellungs- und Ausbildungsprogramme. Man fragt sich unwillkürlich, ob europäische Steuerzahler tatsächlich dafür aufkommen sollten, amerikanischen Unternehmen den Markteintritt zu vergolden.
Chinas Rohstoff-Würgegriff zwingt den Westen zum Handeln
Der Hintergrund dieser Entwicklung ist freilich nachvollziehbar. Peking kontrolliert den globalen Markt für Seltene Erden mit eiserner Hand und nutzt diese Dominanz zunehmend als geopolitische Waffe. Die jüngsten Exportbeschränkungen haben westliche Industrienationen in eine prekäre Abhängigkeit manövriert, die nun mit erheblichem finanziellem Aufwand durchbrochen werden soll.
Die neue Anlage wird gemeinsam mit der Carester SAS-Anlage betrieben, die ab Ende 2026 jährlich 1.600 Tonnen Seltenerdoxide verarbeiten soll. Zusammen sollen beide Standorte eine integrierte Lieferkette für die Verarbeitung Seltener Erden in Europa etablieren.
Transatlantische Versorgungssicherheit als Argument
Barbara Humpton, Vorstandsvorsitzende von USAR, betonte die strategische Bedeutung des Projekts:
„Die Entwicklung einer integrierten Plattform für die Verarbeitung Seltener Erden und die Metallherstellung in Frankreich stärkt die integrierte Wertschöpfungskette von USAR zum Nutzen der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeten."
Man darf diese Aussage durchaus kritisch hinterfragen. Während europäische Regierungen amerikanische Unternehmen mit Steuergeldern päppeln, profitieren in erster Linie US-Aktionäre von den steigenden Kursen. Die Frage, ob Europa nicht besser eigene Kapazitäten mit eigenen Unternehmen aufbauen sollte, bleibt unbeantwortet.
Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten
Die zunehmenden geopolitischen Spannungen um strategische Rohstoffe verdeutlichen einmal mehr, wie fragil globale Lieferketten geworden sind. In einem Umfeld, in dem Regierungen Milliarden in die Sicherung kritischer Ressourcen pumpen und die Inflation durch derartige Subventionsprogramme weiter angeheizt wird, gewinnen physische Edelmetalle als Vermögenssicherung an Bedeutung. Gold und Silber bleiben zeitlose Werte, die von politischen Launen und Subventionswettläufen unabhängig sind.
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