
Showdown in New York: Iran kontert Trumps Auslöschungs-Drohung!

Ein Tag, zwei leere Stuhlreihen, eine Welt am Abgrund: Irans Präsident Massud Peseschkian hat am Mittwoch vor der UN-Generalversammlung in New York auf die Vernichtungsdrohung von US-Präsident Donald Trump geantwortet. Während er sprach, verließ die amerikanische Delegation Berichten zufolge demonstrativ den Saal. Hinter den Kulissen reden beide Seiten aber wieder miteinander.
Diplomatie mit der Brechstange
Den Anfang hatte Trump am Dienstag gemacht. Er nannte den Iran den weltweit führenden staatlichen Terrorförderer. Er müsse nun entscheiden, sagte er, ob es ein Abkommen gebe oder ob er die Islamische Republik „auslösche“.
Die Iraner standen daraufhin auf und gingen. Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi waren bei Trumps Rede ohnehin nicht im Saal. Einen Tag später revanchierten sich die Amerikaner auf dieselbe Art. Das wirkt wie ein Kindergartenstreit, allerdings zwischen zwei Staaten, die seit fast sieben Monaten Krieg gegeneinander führen.
„Wir waren Opfer des Terrorismus“
Peseschkian ging direkt auf Trumps Vorwurf ein. Der US-Präsident habe sein Land als Terroristen bezeichnet, dabei sei der Iran selbst Opfer des Terrorismus gewesen. Man habe sich verteidigt, aber keine Zivilisten angegriffen, behauptete er. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.
Danach sprach er über die Grundordnung der Welt. Er warnte vor einer Entwicklung, in der militärische Macht die Legitimität verdränge und Sanktionen die Diplomatie. Werde das Völkerrecht nur nach den Interessen der Mächtigen angewendet, könnten immer mehr Staaten zu dem Schluss kommen, dass sie sich für ihre Sicherheit allein auf die eigene Stärke verlassen müssten.
„Entweder werden wir die Sicherheit miteinander schaffen, oder wir werden die Unsicherheit miteinander ertragen.“
Die Tragödie von Minab
Am schärfsten wurde Peseschkian, als es um zivile Opfer ging. Die USA hätten eine Schule bombardiert, sagte er. Gemeint war die Shajareh-Tayyebeh-Grundschule in Minab im Süden des Landes. Dort sollen am 28. Februar zwei amerikanische Tomahawk-Marschflugkörper eingeschlagen sein.
Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission spricht von mehr als 150 Toten, darunter etwa 120 Kinder. Die Schule sei eindeutig als ziviles Objekt erkennbar gewesen, eine militärische Nutzung habe es nach ihren Erkenntnissen nicht gegeben. Die Kommission sieht Anhaltspunkte für ein mögliches Kriegsverbrechen. Washington weist diese Bewertung zurück. Recherchen zufolge gehörten veraltete US-Zieldaten und das KI-gestützte System Maven von Palantir zur Fehlerkette. Das zeigt, wohin es führen kann, wenn im Krieg Algorithmen mitentscheiden.
Atomstreit und Nadelöhr Hormus
In der Atomfrage blieb Teheran bei seiner bekannten Linie. Man strebe keine Atombombe an, werde aber nicht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie verzichten. Dem Westen warf Peseschkian doppelte Standards gegenüber Israel vor. Israel gilt allgemein als Atommacht, bestätigt oder dementiert das aber offiziell nicht.
Für die Weltwirtschaft war vor allem eine Bemerkung heikel. Andere Staaten könnten nicht an der Straße von Hormus verdienen und die Meerenge zugleich für Angriffe auf den Iran nutzen, sagte er. Durch dieses Nadelöhr läuft ein großer Teil des weltweiten Ölhandels. Für ein Industrieland wie Deutschland mit ohnehin hohen Energiepreisen ist das eine unangenehme Nachricht.
Gespräche über Vermittler
Trotz der harten Worte gibt es neue Kontakte. Nach Reuters-Angaben tauschten sich Araghtschi und Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner am Rande der Generalversammlung über Vermittler aus, zum ersten Mal seit Monaten. Teheran legte Wert darauf, dass es kein direktes Treffen gegeben habe. Trump nannte die Gespräche produktiv. Der Iran verlangt unter anderem ein Ende des Krieges und der US-Blockade seiner Häfen.
Ob daraus ein Frieden wird oder nur eine Atempause, ist offen. Viele Bürger sichern sich in solchen Zeiten mit physischem Gold und Silber ab. Edelmetalle gelten seit Jahrhunderten als Krisenschutz und können in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Beimischung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Informieren Sie sich selbst, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen. Für diese Entscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.
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