
Silber durchbricht 100-Dollar-Marke: Historischer Meilenstein erschüttert die Märkte

Was vor wenigen Jahren noch als kühne Prognose belächelt wurde, ist nun Realität geworden: Der Silberpreis hat erstmals in der Geschichte die magische Grenze von 100 Dollar pro Unze überschritten. Mit einem Tageshoch von 100,33 Dollar markiert das weiße Edelmetall einen Wendepunkt, der die Finanzwelt in Atem hält. Parallel dazu kratzt Gold an der 5.000-Dollar-Marke und notiert bei beeindruckenden 4.972 Dollar.
Eine Rally, die ihresgleichen sucht
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Seit Jahresbeginn hat Silber bereits um fast 40 Prozent zugelegt. Im gesamten Jahr 2025 haben sich die Preise mehr als verdoppelt. Was treibt diese beispiellose Entwicklung an? Es ist ein toxischer Cocktail aus geopolitischen Spannungen, handelspolitischer Unsicherheit und dem schwindenden Vertrauen in die traditionellen Währungssysteme.
Die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump hat die Märkte in einen Zustand permanenter Nervosität versetzt. Seine aggressive Zollpolitik, die bereits zu massiven Verwerfungen im Welthandel geführt hat, schürt nun auch Ängste um die Edelmetallmärkte. Die Befürchtung, dass Silber von US-Zöllen betroffen sein könnte, löste einen regelrechten Ansturm auf physisches Metall aus.
Short Squeeze in London als Vorbote
Bereits im Oktober kam es in London zu einem historischen Short Squeeze, als Händler verzweifelt versuchten, ihre Positionen zu decken. Tonnenweise wurde Silber nach New York verschifft – ein Vorgang, der die strukturellen Schwächen des globalen Silbermarktes schonungslos offenlegte. Denn dieser befindet sich bereits seit fünf Jahren in einem chronischen Angebotsdefizit.
Die Infragestellung der Unabhängigkeit der Federal Reserve durch Präsident Trump hat die Nachfrage nach sicheren Häfen zusätzlich angeheizt.
Händler am Limit: Kaufrausch überfordert den Markt
Von Shanghai bis New York herrscht ein regelrechter Kaufrausch. In China stürzen sich Anleger auf Silber als erschwingliche Alternative zum mittlerweile astronomisch teuren Gold. In den Vereinigten Staaten berichten Händler von chaotischen Zuständen – die Nachfrage übersteigt schlichtweg alle Kapazitäten. Wer heute physisches Silber erwerben möchte, muss mit erheblichen Wartezeiten rechnen.
Die Citigroup hatte bereits im Januar prognostiziert, dass Silber die Dreistelligkeit erreichen würde. Gleichzeitig sagte die Bank voraus, dass Gold auf 5.000 Dollar steigen könnte – eine Prognose, die sich nun bewahrheitet. Goldman Sachs hat sein Jahresendziel für Gold sogar auf 5.400 Dollar angehoben und erwartet, dass Zentralbanken monatlich etwa 60 Tonnen des gelben Metalls kaufen werden.
Industrielle Nachfrage unter Druck
Silber ist weit mehr als nur ein Finanzwert. Als effizienter elektrischer Leiter spielt es eine zentrale Rolle in der Industrie, insbesondere in der Solarbranche. Doch die gestiegenen Preise zwingen Unternehmen zum Umdenken. Laut Daten von Shanghai Metals Market dürfte der Silberverbrauch der Solarindustrie in diesem Jahr um etwa 17 Prozent sinken – eine Folge von Einsparmaßnahmen, Substitutionen und einem erwarteten Rückgang der weltweiten Solarinstallationen.
Die geopolitische Dimension
Die Spannungen zwischen Washington und seinen europäischen Verbündeten haben sich in den vergangenen Wochen dramatisch verschärft. Die Versuche, eine Einigung zur Beendigung des Ukraine-Krieges zu erzielen, sind bislang gescheitert. Diese Unsicherheiten treiben Anleger in die vermeintlich sicheren Häfen der Edelmetalle.
Trumps Ankündigung, die Vorstellungsgespräche für den nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve abgeschlossen zu haben, hat die Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der amerikanischen Zentralbank wiederbelebt. Wenn selbst die mächtigste Notenbank der Welt zum Spielball politischer Interessen zu werden droht, erscheint physisches Edelmetall als letzter Anker der Stabilität.
Basel III als Katalysator
Ein weiterer Faktor, der häufig übersehen wird: Im Rahmen der Basel-III-Regulierung wird physisches Silber zunehmend als hochwertiges, liquides Anlagegut eingestuft. Mit einer Risikogewichtung von null Prozent wird es in den Eigenkapitalreserven der Banken dem Bargeld gleichgestellt – ein fundamentaler Wandel in der Bewertung des Edelmetalls.
Für konservative Anleger, die ihr Vermögen vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung schützen möchten, bestätigt diese Entwicklung einmal mehr die zeitlose Weisheit: In Zeiten der Unsicherheit bewähren sich physische Edelmetalle als verlässlicher Wertspeicher. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihre Kaufkraft bewahrt – eine Eigenschaft, die Papiergeld und digitale Währungen niemals werden bieten können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Erwerb von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
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