
Staatsfonds ziehen sich aus China zurück: Politische Spannungen fordern ihren Tribut

Die Investitionsströme staatlicher Anleger nach China sind im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen. Während die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt 2024 noch stolze 10,3 Milliarden US-Dollar von Staatsfonds, öffentlichen Pensionskassen und Zentralbanken einsammeln konnte, schrumpfte diese Summe 2025 auf magere 4,3 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von satten 58 Prozent.
Geopolitik vergiftet das Investitionsklima
Die Zahlen, die der Datenanbieter Global SWF ermittelt hat, sprechen eine deutliche Sprache. Die Organisation, die weltweit 792 staatliche Investoren beobachtet, sieht die Ursachen klar in der zunehmenden Politisierung der Anlageentscheidungen. Westliche Staatsfonds, insbesondere aus Kanada und Europa, hätten ihre Engagements in China bewusst zurückgefahren und größere Transaktionen gemieden, erklärte Diego Lopez, Gründer und Geschäftsführer der Plattform.
Was noch 2024 als kluge Diversifikationsstrategie galt – nämlich die Abkehr von überentwickelten Märkten hin zu aufstrebenden Volkswirtschaften wie China – erwies sich 2025 als Sackgasse. Der Mangel an bedeutenden Abschlüssen durchkreuzte diese Pläne gründlich.
Tech-Geopolitik als Haupttreiber
Winston Ma, Dozent an der New York University School of Law und ehemaliger Nordamerika-Chef der China Investment Corporation, bringt es auf den Punkt: Die technologische Rivalität zwischen den Großmächten habe den Investitionsrückgang maßgeblich befeuert. Als regierungsnahe Investoren seien Staatsfonds naturgemäß vorsichtig bei geopolitischen Risiken geworden – zumal einige chinesische Technologie-Startups bereits in ihren Anfangsjahren auf US-Sanktionslisten gelandet seien.
Golfstaaten halten die Stellung
Bemerkenswert ist, wer trotz aller Widrigkeiten weiterhin in China investiert. Singapurs Temasek führte die Liste der Kapitalgeber mit 1,3 Milliarden US-Dollar an, gefolgt von Abu Dhabis Mubadala Investment und der Qatar Investment Authority. Die Golfstaaten scheinen sich von den westlichen Bedenken weniger beeindrucken zu lassen.
Lopez zeigt sich dennoch überrascht vom Ausmaß des Rückgangs. Schließlich hätten chinesische Staatsfonds selbst weiter an Größe gewonnen und ihre Beziehungen zu den Partnern am Golf intensiviert. Die bilateralen Verflechtungen zwischen Peking und den arabischen Ölstaaten könnten künftig selektive Chancen eröffnen, so die vorsichtige Prognose der Experten.
Ein Warnsignal für die Weltwirtschaft
Der massive Rückzug staatlicher Investoren aus China ist mehr als nur eine Fußnote in den Finanzstatistiken. Er offenbart die tektonischen Verschiebungen in der globalen Wirtschaftsordnung. Wenn selbst langfristig orientierte Staatsfonds, die traditionell weniger anfällig für kurzfristige Marktschwankungen sind, ihre China-Engagements derart drastisch kürzen, sollten auch private Anleger aufhorchen.
Die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft in politische Blöcke macht deutlich, wie wichtig eine breite Streuung des eigenen Vermögens geworden ist. In Zeiten, in denen selbst vermeintlich sichere Staatsanleihen und etablierte Aktienmärkte von geopolitischen Verwerfungen erschüttert werden können, gewinnen physische Edelmetalle als krisenfeste Vermögensbeimischung an Bedeutung. Gold und Silber kennen keine Sanktionslisten und keine politischen Grenzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen sowie eigene Recherchen durchführen.
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