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Kettner Edelmetalle
13.04.2026
06:23 Uhr

Straße von Hormus: Europas Flughäfen steuern auf Kerosin-Kollaps zu

Straße von Hormus: Europas Flughäfen steuern auf Kerosin-Kollaps zu

Was sich seit Wochen abzeichnete, nimmt nun bedrohliche Konturen an: Die weitgehende Blockade der Meerenge von Hormus durch den Iran könnte Europas Flugverkehr in eine beispiellose Krise stürzen. Innerhalb weniger Wochen drohe eine „systemische Treibstoffknappheit" an europäischen Flughäfen, warnte der Generaldirektor des Flughafen-Dachverbands ACI Europe, Olivier Jankovec, in einem Schreiben an die Europäische Union. Die Sommerreisesaison – für Millionen Europäer der Höhepunkt des Jahres – steht auf der Kippe.

Italien rationiert bereits – und das mitten in den Osterferien

Dass es sich hierbei nicht um bloße Panikmache handelt, zeigt ein Blick nach Italien. Dort wurde über die Osterfeiertage an mehreren Flughäfen das Kerosin bereits rationiert. In Venedig und Bologna durften zivile Passagiermaschinen nicht mehr vollgetankt werden – maximal 2000 Liter pro Flugzeug waren erlaubt. Piloten sei geraten worden, italienische Airports möglichst mit vollen Tanks anzufliegen. Ein Zustand, der an Krisenszenarien erinnert, die man eigentlich in der Vergangenheit wähnte.

Und Europa? Die EU-Taskforce Energieunion trat zwar zusammen und räumte ein, dass Flugzeugtreibstoff „aufgrund seiner Abhängigkeit von Importen die Hauptsorge" bleibe. Gleichzeitig beschwichtigte man jedoch: Es bestehe „kein unmittelbares Risiko für die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung". Eine Freigabe zusätzlicher Vorräte sei nicht notwendig. Man warnte lediglich vor „möglichen längerfristigen Risiken". Wer sich bei dieser Formulierung an die berühmte Vogel-Strauß-Politik erinnert fühlt, liegt vermutlich nicht ganz falsch.

Die Achillesferse der europäischen Energieversorgung

Der Kern des Problems liegt tief – und er offenbart einmal mehr die fatale Abhängigkeit Europas von geopolitisch instabilen Lieferketten. Durch die Straße von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft. Der Iran hatte nach dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroperationen Ende Februar die strategische Wasserstraße praktisch dichtgemacht. Zwar lasse Teheran inzwischen wieder vereinzelt Schiffe passieren, beanspruche jedoch die volle Kontrolle über die Auswahl der Schiffe und deren Ladung. Eine Souveränitätsanmaßung, die den internationalen Seehandel de facto zum Spielball iranischer Machtpolitik macht.

Mitte der Woche kündigte der Iran an, im Rahmen einer mit den USA vereinbarten Waffenruhe die Durchfahrt für zwei Wochen zu gestatten. Doch Experten zufolge habe der Schiffsverkehr bislang kaum zugenommen. Versprechen aus Teheran – man kennt ihren Wert.

Europas strategische Blindheit rächt sich

Jankovec forderte die EU auf, kollektive Einkäufe von Flugzeugtreibstoff für die europäischen Länder zu organisieren, Lagerbestände zu überwachen und alternative Bezugsquellen zu erschließen. Forderungen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten – und die schmerzhaft verdeutlichen, wie wenig Europa in den vergangenen Jahren für seine energiepolitische Resilienz getan hat. Statt strategische Reserven aufzubauen und Lieferketten zu diversifizieren, hat man sich in Brüssel lieber mit Regulierungsbürokratie und ideologisch motivierten Klimazielen beschäftigt.

Die aktuelle Krise ist ein Weckruf. Europa hat es versäumt, seine Energieversorgung krisenfest aufzustellen. Die Abhängigkeit von nahöstlichem Öl ist nicht neu – sie wurde nur jahrelang ignoriert. Erst wurde man von russischem Gas abhängig, jetzt zeigt sich die nächste Flanke. Wer glaubt, mit Windrädern und Solarpanelen auch Flugzeuge betanken zu können, der lebt in einer gefährlichen Illusion.

Was bedeutet das für den Bürger?

Für Millionen Deutsche, die ihren Sommerurlaub bereits gebucht haben, könnte die Lage unangenehm werden. Steigende Ticketpreise, gestrichene Flüge, möglicherweise sogar Rationierungen wie in Italien – all das ist keine dystopische Fantasie mehr, sondern ein realistisches Szenario. Und die wirtschaftlichen Folgen reichen weit über den Tourismus hinaus: Frachtflüge, Geschäftsreisen, die gesamte Logistikkette – alles hängt am Tropf des Kerosins.

Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier klare Kante zeigt und nicht nur auf Brüsseler Beschwichtigungen vertraut. Deutschland braucht eine eigenständige Strategie zur Sicherung seiner Energieversorgung – und zwar eine, die auf Realismus statt auf Wunschdenken basiert. Die geopolitische Lage im Nahen Osten wird sich nicht durch Appelle und Taskforces beruhigen lassen. Wer in einer solchen Situation nicht vorsorgt, handelt fahrlässig gegenüber den eigenen Bürgern.

Einmal mehr zeigt sich: Physische Rohstoffe und reale Werte sind in Krisenzeiten das Fundament jeder Volkswirtschaft. Ob Öl, Gas oder Edelmetalle – wer über greifbare Ressourcen verfügt, steht in der Krise besser da als jener, der auf digitale Versprechen und politische Absichtserklärungen setzt.

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