
Strom-Rationierung in Deutschland: Wenn die Energiewende zur Mangelverwaltung verkommt

Es ist ein Szenario, das man eigentlich nur aus vergilbten Geschichtsbüchern über die Mangelwirtschaft der DDR kannte – oder aus Kriegszeiten. Doch nun, im Jahr 2026, ist die Realität in der Bundesrepublik angekommen: In deutschen Großstädten wird Strom nicht mehr einfach bestellt, er wird zugeteilt. Portioniert. Rationiert. Willkommen in der schönen neuen Welt der grünen Planwirtschaft, die selbst dann munter weiterläuft, wenn keine Grünen mehr am Kabinettstisch sitzen.
Hamburg macht ernst: Strom nur noch nach Verteilschlüssel
Ausgerechnet Hamburg, Deutschlands zweitgrößte Metropole und einer der wichtigsten Industrie- und Hafenstandorte des Landes, startet im zweiten Halbjahr 2026 ein Verfahren, das mit freier Marktwirtschaft nichts mehr zu tun hat. Großverbraucher bekommen künftig nicht mehr automatisch den Netzanschluss, den sie benötigen. Sie erhalten einen zugewiesenen Anteil – festgelegt durch einen Netzbetreiber, der nach einem behördlich abgesegneten Schlüssel verteilt.
Die Hamburger Energienetze verpacken diesen Vorgang in das schön klingende Verwaltungswort „Repartierungsverfahren“. Doch wer sich vom Beamtendeutsch nicht blenden lässt, erkennt schnell: Hier wird schlicht rationiert.
„Die aktuelle Spitzenlast im Hamburger Stromnetz liegt bei 1,8 Gigawatt. Allein in den vergangenen Monaten haben wir aber Anfragen für Netzanschlüsse in einer Größenordnung von zwei Gigawatt bekommen“, wird der Geschäftsführer der Hamburger Energienetze zitiert.
Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Die reine Nachfrage nach Neuanschlüssen übersteigt bereits jetzt die gesamte heutige Spitzenlast einer Millionenstadt. Betroffen sind Rechenzentren, Batteriespeicher, Wasserstoff-Elektrolyseanlagen und Power-to-Heat-Anlagen – ausgerechnet jene Dinge also, die für die viel beschworene „Energiewende“ angeblich so unverzichtbar sind.
Der Staat erschafft das Problem – und teilt dann gnädig zu
Und hier liegt die eigentliche Absurdität begraben. Die Ursache dieser Rationierung ist kein plötzlicher Wirtschaftsboom, kein Aufschwung, keine sprudelnde Konjunktur. Nein – der Grund sind die politischen Klimaneutralitätsvorgaben höchstselbst. Alles soll auf Strom umgestellt werden: Wärme, Mobilität, Industrie. Doch während man den Bürgern Wärmepumpen und Elektroautos regelrecht aufzwingt, kommt der Netzausbau nicht hinterher. Hamburg möchte sogar „Spitzenreiter“ sein und bereits 2040 klimaneutral werden. Man erntet nun die Früchte dieser ideologischen Überheblichkeit.
Das Muster ist immer dasselbe: Erst werden vollmundige Klimaziele beschlossen, dann stellt sich heraus, dass die physische Realität der Stromnetze partout nicht mitspielen will. Die Rechnung? Die zahlen am Ende Wirtschaft und Bürger – über explodierende Energiekosten und eine Inflation, die längst zum Dauerzustand geworden ist.
Vom fairen Windhundverfahren zur Behördenzuteilung
Bislang galt das sogenannte Windhundverfahren: Wer zuerst kam, mahlte zuerst. Simpel, nachvollziehbar, fair. Damit ist nun Schluss. An seine Stelle tritt ein staatlich beaufsichtigtes Zuteilungsverfahren, das die Netzbetreiber in „enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur“ entwickeln. Im Klartext: Eine Bundesbehörde wacht künftig darüber, ob und wie Bürger und Unternehmen überhaupt noch an Strom gelangen.
Ob nach dem „Pro-Kopf-Modell“ oder dem „Pro-Rata-Modell“ verteilt wird – am Ende bekommen alle weniger, als sie brauchen. Und manche gar nichts. Wer eine neue Fabrik bauen will, stellt sich in eine Warteschlange und hofft auf ein Almosen aus dem Netz.
Hamburg ist kein Einzelfall – ein Flickenteppich der Not
Berlin, Bremen und Frankfurt praktizieren dieses Rationierungssystem teils bereits seit 2024 – nur berichtet kaum jemand darüber. In Berlin gingen für 2025 satte 70 Anfragen ein, bedient wurden am Ende gerade einmal 37. Zehn Bewerber gingen komplett leer aus. In Bremen müssen sich Unternehmen vertraglich verpflichten, ihren Verbrauch auf Anweisung zu drosseln – und zahlen für die bloße Chance auf eine Zuteilung eine Reservierungsgebühr von 1.500 Euro pro Megawatt. Von 315 nachgefragten Megawatt wurden ganze 75 zugeteilt.
Und Frankfurt? Dort priorisiert man nach politischer Wunschliste: Zuerst Wärmepumpen und Ladesäulen, dann Projekte mit „Treibhausgasneutralitätsbezug“, und ganz zum Schluss – der ganz normale Unternehmer ohne grünen Stempel. Wer besonders schnell Kapazität will, muss sich verpflichten, seinen Betrieb binnen zwei Minuten vom Netz nehmen zu können. Man stelle sich vor, ein Rechenzentrum oder eine Fabrik in 120 Sekunden abzuschalten. Wirklichkeitsfremder geht es kaum.
Das Symptom einer Politik gegen das eigene Land
Das Repartierungsverfahren ist nicht das eigentliche Problem – es ist nur das Symptom. Die wahre Krankheit ist eine Energie- und Klimapolitik, die immer neue Ziele ausruft, ohne vorher sicherzustellen, dass die Leitungen überhaupt liegen. Und ausgerechnet in einer Zeit, in der Deutschland um jeden Industriestandort kämpfen müsste, in der selbst Konzerne wie VW in die Knie gehen und die Rezession zum Normalzustand geworden ist, betreibt man diese ideologische Selbstverstümmelung mit stoischer Sturheit weiter.
Es sei ausdrücklich betont: Diese Kritik ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern die eines erheblichen Teils der deutschen Bevölkerung, die längst spürt, wohin diese Fehlpolitik führt. Wir brauchen endlich wieder eine Politik, die für Deutschland regiert – und nicht gegen dessen Wirtschaft, dessen Wohlstand und dessen Bürger.
Was bedeutet das für Ihr Vermögen?
Wenn ein Staat beginnt, elementare Güter wie Strom zu rationieren, ist das ein untrügliches Alarmsignal. Steigende Energiekosten treiben die Inflation, entwerten schleichend Sparguthaben und nagen am Papiergeld. In solchen Zeiten der Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker – als Wertspeicher, den keine planwirtschaftliche Zuteilung entwerten kann. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Schutz, der unabhängig von politischer Willkür Bestand hat.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargelegten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste wird keine Haftung übernommen.

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















