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27.01.2026
06:13 Uhr

Telefonische Krankschreibung: Deutsche Bürger stellen sich gegen Merz

Telefonische Krankschreibung: Deutsche Bürger stellen sich gegen Merz

Die telefonische Krankschreibung bleibt ein Zankapfel der deutschen Gesundheitspolitik. Während Bundeskanzler Friedrich Merz die Regelung scharf kritisiert und deren Abschaffung fordert, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage ein völlig anderes Bild: Die überwältigende Mehrheit der Deutschen will an der bequemen Ferndiagnose festhalten. Ein Ergebnis, das tief blicken lässt.

Zwei Drittel der Bevölkerung gegen den Kanzler

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Satte 62 Prozent der Befragten wollen die telefonische Krankschreibung beibehalten. Nur 35 Prozent unterstützen die Position des Kanzlers und plädieren für eine Abschaffung. Eine Ohrfeige für Merz, der sich mit seiner Kritik offenbar gegen den Volkswillen stellt – oder etwa doch nicht?

Denn bei genauerer Betrachtung der Umfrageergebnisse offenbaren sich interessante Bruchlinien in der deutschen Gesellschaft. Die Zustimmung zur Telefonkrankschreibung ist keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern folgt klaren demografischen und sozialen Mustern.

Die Generation Bequemlichkeit führt die Statistik an

Besonders aufschlussreich ist die Altersverteilung der Befürworter. Bei den 18- bis 29-Jährigen erreicht die Zustimmung astronomische 85 Prozent. Man könnte fast meinen, diese Generation habe das Konzept des persönlichen Arztbesuchs bereits vollständig aus ihrem Repertoire gestrichen. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es immerhin noch 66 Prozent, während bei den über 60-Jährigen nur noch gut jeder Zweite die Regelung unterstützt.

Ist es Zufall, dass ausgerechnet jene Altersgruppe, die am wenigsten Berufserfahrung mitbringt und statistisch gesehen am häufigsten krankfeiert, die telefonische Krankschreibung am vehementesten verteidigt? Die ältere Generation, die noch weiß, was es bedeutet, sich für einen Krankenschein tatsächlich zum Arzt zu bemühen, zeigt sich deutlich skeptischer.

Selbständige versus Angestellte: Ein Klassenkampf um den gelben Schein

Noch aufschlussreicher ist die soziale Trennlinie, die sich durch die Umfrageergebnisse zieht. Während 69 Prozent der abhängig Beschäftigten die Regelung unterstützen, spricht sich unter den Selbständigen eine Mehrheit von 55 Prozent für deren Abschaffung aus. Wer selbst für jeden verlorenen Arbeitstag mit dem eigenen Geldbeutel haftet, entwickelt offenbar ein anderes Verhältnis zur Arbeitsunfähigkeit als jemand, der bei vollem Lohnausgleich zu Hause bleiben kann.

Politische Lagerbildung: Links für Bequemlichkeit, rechts für Verantwortung

Die politische Dimension der Umfrage überrascht kaum. Fast geschlossen stehen die Anhänger der Linkspartei hinter der telefonischen Krankschreibung. Auch bei Grünen und SPD finden sich klare Mehrheiten für die Beibehaltung. Die Union zeigt sich gespalten – ein Spiegelbild der innerparteilichen Zerrissenheit zwischen konservativen Grundwerten und dem Drang zur Mitte.

Bemerkenswert ist, dass die AfD-Anhänger mehrheitlich gegen die telefonische Krankschreibung votieren. Hier zeigt sich einmal mehr, dass konservative Wähler offenbar noch ein Gespür dafür haben, dass Rechte auch mit Pflichten einhergehen sollten.

Die unbequeme Wahrheit hinter den Zahlen

Was diese Umfrage letztlich offenbart, ist ein tiefgreifendes Problem der deutschen Arbeitskultur. Der Krankenstand in Deutschland erreicht seit Jahren Rekordwerte, und die telefonische Krankschreibung hat diesen Trend zweifellos befeuert. Dass ausgerechnet jene Gruppen die Regelung am stärksten verteidigen, die am meisten von ihr profitieren, sollte zu denken geben.

Bundeskanzler Merz mag mit seiner Kritik gegen die Mehrheitsmeinung schwimmen. Doch manchmal ist es die Aufgabe einer Regierung, unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Die Frage ist nur, ob diese Große Koalition den Mut dazu aufbringt – oder ob sie sich einmal mehr dem Pfad des geringsten Widerstands hingibt.

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