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07.01.2026
17:47 Uhr

Tennismatch statt Krisenmanagement: Berlins Bürgermeister Wegner beim Sport, während die Stadt im Dunkeln saß

Tennismatch statt Krisenmanagement: Berlins Bürgermeister Wegner beim Sport, während die Stadt im Dunkeln saß

Es ist ein Bild, das sich tief ins kollektive Gedächtnis der Berliner einbrennen dürfte: Während am vergangenen Samstag rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Unternehmen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf ohne Strom ausharren mussten, schwang der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seelenruhig den Tennisschläger. Was zunächst wie eine böswillige Unterstellung klingen mag, entpuppt sich als bittere Realität – bestätigt durch die Senatskanzlei selbst.

Die Chronologie einer Blamage

Der Terroranschlag auf die Berliner Stromversorgung ereignete sich am frühen Samstagmorgen kurz nach sechs Uhr. Stunden vergingen, ehe sich der oberste Krisenmanager der Hauptstadt zu Wort meldete. Erst um 17 Uhr – also satte elf Stunden nach dem Anschlag – setzte Wegner einen dürren, floskelhaften Beitrag auf der Plattform X ab. Von persönlicher Präsenz vor Ort keine Spur.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt am Sonntagmorgen präsentierte der CDU-Politiker dann eine Version der Ereignisse, die sich nun als bestenfalls unvollständig, schlimmstenfalls als bewusste Irreführung herausstellt. Er habe sich den ganzen Tag zu Hause „eingeschlossen" und versucht zu koordinieren, so Wegner wörtlich. Eine Darstellung, die der rbb nun mit Fakten konfrontiert hat.

Zwischen 13 und 14 Uhr: Tennis am Stadtrand

Die Wahrheit sieht anders aus. Wie die Senatskanzlei auf Anfrage des öffentlich-rechtlichen Senders einräumen musste, verbrachte Wegner die Mittagszeit zwischen 13 und 14 Uhr auf einem Tennisplatz am Stadtrand. Seine Rechtfertigung im Interview mit der Welt? Er habe „einfach mal den Kopf freikriegen" müssen, schließlich arbeite er bereits seit kurz nach acht Uhr. Sein Mobiltelefon sei selbstverständlich „auf Laut" gestellt gewesen.

Man muss sich diese Argumentation auf der Zunge zergehen lassen: Nach gerade einmal fünf Stunden „Arbeit" – wohlgemerkt vom heimischen Büro aus, während draußen zehntausende Bürger froren und bangten – benötigte der Regierende Bürgermeister eine sportliche Auszeit. Die betroffenen Familien, die Alten und Kranken, die Gewerbetreibenden mit verderbenden Waren in ihren Kühlhäusern – sie alle hatten offenbar weniger Anspruch auf mentale Erholung.

Ein Sprecher, der mehr verschleiert als erklärt

Besonders pikant erscheint im Nachhinein die Kommunikation der Senatskanzlei. Ein Sprecher hatte am Samstag mitgeteilt, der Bürgermeister sei den ganzen Tag in Berlin gewesen. Diese Formulierung erweckte gezielt den Eindruck, Wegner sei in der Stadt unterwegs und vor Ort tätig gewesen. Tatsächlich beschränkte sich seine Krisenarbeit auf Telefonate aus dem Homeoffice – unterbrochen von einer Tennispartie.

Die Frage drängt sich auf: Was geschah eigentlich vor 13 Uhr und nach 14 Uhr? Wird hier eine einzelne Stunde Freizeitvergnügen als kleineres Übel präsentiert, um von einem möglicherweise noch größeren Versagen abzulenken? Die Berliner haben ein Recht darauf, den vollständigen Tagesablauf ihres obersten Krisenmanagers zu erfahren.

Parallelen zum Ahrtal – ein Muster der Gleichgültigkeit

Unweigerlich werden Erinnerungen an die Flutkatastrophe im Ahrtal wach, als politische Verantwortungsträger ebenfalls durch Abwesenheit glänzten. Es scheint sich ein beunruhigendes Muster abzuzeichnen: In Krisenzeiten, wenn die Bevölkerung ihre gewählten Vertreter am dringendsten braucht, verschwinden diese in der Versenkung – oder eben auf den Tennisplatz.

Helmut Schmidt, der während der Hamburger Sturmflut 1962 als Innensenator die Koordination übernahm und Tag und Nacht vor Ort war, würde sich im Grabe umdrehen. Damals verstand man unter politischer Führung noch etwas anderes als das Verfassen von Social-Media-Beiträgen aus dem heimischen Arbeitszimmer.

Die CDU und ihr Glaubwürdigkeitsproblem

Für die CDU, die sich gerne als Partei der Ordnung und des Krisenmanagements inszeniert, ist dieser Vorfall ein weiterer Tiefschlag. Kai Wegner, der sich in der Vergangenheit lieber auf CSD-Paraden und Pride-Veranstaltungen zeigte, offenbart einmal mehr, wo seine wahren Prioritäten liegen. Die harte Arbeit des Regierens, das Kümmern um die alltäglichen Sorgen der Bürger – all das scheint diesem Typus Politiker fremd zu sein.

Wo war eigentlich Bundeskanzler Friedrich Merz, während in der Hauptstadt ein Terroranschlag verübt wurde? Auch diese Frage bleibt bislang unbeantwortet. Die neue Große Koalition, die mit dem Versprechen angetreten ist, „Verantwortung für Deutschland" zu übernehmen, macht bereits in den ersten Monaten eine denkbar schlechte Figur.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Der Fall Wegner ist mehr als nur ein individuelles Versagen. Er ist symptomatisch für eine politische Klasse, die den Kontakt zur Bevölkerung längst verloren hat. In einer Zeit, in der Deutschland mit steigender Kriminalität, maroder Infrastruktur und wachsender gesellschaftlicher Spaltung kämpft, leistet sich die Hauptstadt einen Bürgermeister, der bei einem Terroranschlag Tennis spielt.

Die Berliner, die am Samstag im Dunkeln saßen, werden sich an diesen Tag erinnern. Und sie werden sich erinnern, was ihr Regierender Bürgermeister in dieser Stunde der Not für wichtiger hielt als seine Pflicht gegenüber den Bürgern. Die nächste Wahl kommt bestimmt – und das Gedächtnis der Wähler ist länger, als mancher Politiker glauben mag.

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