
Traditionsunternehmen Feneberg am Abgrund: 3000 Arbeitsplätze in Gefahr

Ein Paukenschlag erschüttert das Allgäu und die gesamte süddeutsche Einzelhandelslandschaft. Der traditionsreiche Edeka-Partner Feneberg, ein Familienunternehmen mit Sitz in Kempten, hat Insolvenz angemeldet. Was sich hinter den nüchternen Worten „Schutzschirmverfahren" verbirgt, ist nichts weniger als der Kampf ums nackte Überleben eines regionalen Schwergewichts.
Über 70 Filialen und tausende Existenzen auf dem Spiel
Die Dimension dieser Pleite ist gewaltig. Rund 3000 Mitarbeiter bangen nun um ihre berufliche Zukunft. Mehr als 70 Filialen, verteilt über das Allgäu, Schwaben, Oberschwaben, Oberbayern, die malerische Bodensee-Region und sogar das österreichische Kleinwalsertal, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Zwar beteuert die Unternehmensführung, dass der Geschäftsbetrieb zunächst weiterlaufe und die Löhne gesichert seien – doch wie lange noch? Viele Märkte stehen bereits auf der Kippe, wie aus Unternehmenskreisen verlautet.
Das Amtsgericht Kempten hat dem Antrag auf ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung stattgegeben. Ein juristisches Konstrukt, das der angeschlagenen Geschäftsführung erlaubt, vorerst am Steuer zu bleiben – freilich unter der wachsamen Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters. Der erfahrene Insolvenz-Experte Martin Hörmann von der Kanzlei Grub Brugger wurde mit dieser heiklen Aufgabe betraut.
Die Ursachen: Ein toxischer Cocktail aus Altlasten und Strukturproblemen
Was hat das einst stolze Familienunternehmen in diese prekäre Lage gebracht? Die Unternehmensführung nennt einen ganzen Strauß an Gründen: anhaltende Verluste, erdrückende Pensionsverpflichtungen und tiefgreifende strukturelle Probleme im Filialnetz. Hinzu kommen die Nachwirkungen der Insolvenz der früheren Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods, die offenbar tiefe Wunden hinterlassen hat.
„Wir wollen Feneberg wirtschaftlich stabilisieren, möglichst viele Filialen und Arbeitsplätze erhalten und damit eine tragfähige Perspektive für die Zukunft schaffen"
So die offiziellen Worte der beauftragten Kanzlei. Ob diese Hoffnung mehr ist als bloße Beschwichtigung, wird sich zeigen müssen.
Selbst Millionenhilfe von Edeka reichte nicht aus
Besonders pikant: Der Mutterkonzern Edeka hatte bereits mit einem zweistelligen Millionendarlehen ausgeholfen. Doch selbst diese massive Finanzspritze konnte den Niedergang nicht aufhalten. Ein deutliches Zeichen dafür, wie tief die strukturellen Probleme bei Feneberg verwurzelt sind.
Chefin Amelie Feneberg wandte sich mit emotionalen Worten an ihre Belegschaft: „Wir als Familie stehen voll hinter diesem Schritt. Er war für uns nicht leicht, aber in Anbetracht der Umstände unumgänglich." Worte, die den Ernst der Lage kaum verschleiern können.
Ein Symptom einer größeren Krise
Die Feneberg-Insolvenz reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Unternehmenspleiten in Deutschland. Die Insolvenzzahlen haben mittlerweile den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten erreicht. Ein wirtschaftliches Umfeld, geprägt von explodierenden Energiekosten, bürokratischen Hürden und einer Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand systematisch zu ersticken scheint, fordert seinen Tribut.
Während die Politik sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert und mit fragwürdigen Prestigeprojekten Milliarden verpulvert, kämpfen traditionsreiche Familienunternehmen wie Feneberg ums Überleben. Die 3000 betroffenen Mitarbeiter und ihre Familien sind die Leidtragenden einer Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet – und von der Berliner Blase geflissentlich ignoriert wird.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und galoppierender Inflation erweist sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte breit zu streuen und auch auf bewährte Anlageklassen wie physische Edelmetalle zu setzen, die seit Jahrtausenden als Wertspeicher dienen und von keiner Unternehmensinsolvenz betroffen sein können.
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