
Trump bereitet Amerika auf einen langen Krieg vor – und schiebt Biden die Schuld zu

Während im Nahen Osten die Bomben fallen und der Iran unter dem Dauerbeschuss amerikanischer und israelischer Streitkräfte steht, setzt US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Botschaft ab, die es in sich hat: Die Vereinigten Staaten seien bereit, diesen Krieg „unbegrenzte Zeit" zu führen. Eine Aussage, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.
Munitionsvorräte „praktisch unbegrenzt" – doch nicht überall
Trump prahlte damit, dass die amerikanischen Munitionsvorräte in der mittleren und oberen mittleren Qualitätsstufe noch nie so umfangreich und hochwertig gewesen seien wie heute. Man verfüge über einen „praktisch unbegrenzten Vorrat" an diesen Waffen, mit denen Kriege über einen nicht absehbaren Zeitraum „sehr erfolgreich" geführt werden könnten. Klingt nach einem Mann, der seine Anhänger auf etwas Großes einstimmt – oder besser gesagt: auf etwas sehr Langes.
Doch dann kommt der Haken. Im „obersten Qualitätsbereich" – gemeint sind offenbar die modernsten und präzisesten Waffensysteme – sehe die Lage weniger rosig aus. Hier sei man noch nicht dort, wo man hinwolle. Und wer trägt die Schuld? Natürlich sein Vorgänger Joe Biden, der zu viele Waffen an die Ukraine abgegeben habe, ohne die Bestände aufzufüllen. Ein klassischer Trump-Schachzug: Erst die eigene Stärke demonstrieren, dann den politischen Gegner für etwaige Schwächen verantwortlich machen.
Eskalation im Nahen Osten erreicht neue Dimension
Die militärischen Fakten sprechen derweil eine unmissverständliche Sprache. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums hätten amerikanische und israelische Streitkräfte bereits Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarde, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze zerstört. Der Iran sei keineswegs wehrlos geblieben und habe seinerseits Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert. Besonders alarmierend: Iranische Drohnen hätten sowohl die US-Botschaft in der saudischen Hauptstadt Riad als auch die amerikanische Vertretung in Kuwait getroffen.
Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, dass sich hier ein Flächenbrand zusammenbraut, der weit über die Grenzen des Iran hinausreicht. Wenn Botschaften in Drittstaaten angegriffen werden, ist die Schwelle zu einem regionalen Großkonflikt längst überschritten.
Merz eilt nach Washington – Deutschland wieder einmal Zaungast
Drei Tage nach Beginn der Angriffe auf den Iran traf Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington ein, um sich mit Trump im Weißen Haus zu beraten. Man darf gespannt sein, welche Rolle Deutschland in diesem Konflikt spielen wird – oder besser gesagt: welche Rolle man uns zuweist. Denn die Wahrheit ist bitter: Nach Jahren der Bundeswehr-Vernachlässigung unter wechselnden Regierungen steht Deutschland militärisch so schwach da wie kaum zuvor. Das 500-Milliarden-Sondervermögen, das die neue Große Koalition auf den Weg gebracht hat, wird seine Wirkung – wenn überhaupt – erst in Jahren entfalten.
Unterdessen bereitet der Reisekonzern Tui bereits die Rückholung deutscher Urlauber aus dem Nahen Osten vor. Erste Flüge seien geplant, die Geschwindigkeit hänge von der Sicherheitslage ab, so Vorstandschef Ebel. Eine Sicherheitslage, die sich stündlich verschlechtern könnte.
Was bedeutet das für die Märkte und Ihr Vermögen?
Kriege dieser Größenordnung haben stets massive Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte. Die Ölpreise dürften weiter steigen, die Inflation könnte erneut anziehen, und die ohnehin fragile Weltwirtschaft steht vor einer weiteren Belastungsprobe. In solchen Zeiten geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben in der Geschichte jeden Krieg, jede Krise und jede Währungsreform überdauert – eine Eigenschaft, die man von Papiergeld und digitalen Versprechen nicht behaupten kann.
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