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25.10.2026
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Trump droht Havanna: „Um Kuba kümmern wir uns auf dem Rückweg!“

Trump droht Havanna: „Um Kuba kümmern wir uns auf dem Rückweg!“
Symbolbild: KI-generiert

US-Präsident Donald Trump hat Kuba offen mit einer Intervention gedroht, womöglich auch mit Gewalt. Bei einer Wahlkampfkundgebung im floridianischen Fort Myers sagte er am Freitag, dem 23. Oktober, die USA würden sich „auf dem Rückweg aus dem Iran“ um die kommunistische Karibikinsel kümmern. Im selben Atemzug stellte er neue Angriffe auf Teheran in Aussicht.

Ein Kriegsschiff, 50 Meter vor der Küste

Zuvor hatte Trump die Aufrüstung des US-Militärs unter seiner Regierung gelobt, ebenso die diesjährigen Einsätze in Venezuela und gegen Kuba. Als jemand aus dem Publikum nach Kuba fragte, winkte er ab.

„Er will wissen: ‚Was ist mit Kuba?‘ Ich bitte euch. Keine Sorge. Um Kuba kümmern wir uns auf dem Rückweg aus dem Iran.“

Trump nannte das einen „Zwischenstopp“ für US-Kriegsschiffe, die aus dem Nahen Osten heimkehren. Eines davon solle etwa 50 Yards vor der Küste haltmachen. Dann würden die Kubaner die Hände heben, und Außenminister Marco Rubio könne den „Deal“ zu Ende bringen. Diplomatie per Kanonenboot, wie im 19. Jahrhundert, nur mit Applaus aus der Wahlkampfhalle.

Rubio wirbt offen um Informanten für die CIA

Rubio stammt von kubanischen Einwanderern ab. Kurz nach der Rede legte er auf X nach und rief Kubaner zur Zusammenarbeit mit dem Auslandsgeheimdienst auf:

„An alle, die in Kuba einen positiven Wandel herbeiführen wollen: Jetzt ist die Zeit. Die Enttäuschung über gebrochene Versprechen, Korruption und das privilegierte Leben einiger weniger – nutzen Sie diese Gelegenheit, den gewünschten Wandel durch eine diskrete Partnerschaft mit der CIA herbeizuführen.“

Ein Außenminister, der in sozialen Netzwerken öffentlich Spione anwirbt? Das hat es so wohl selten gegeben.

Havanna reagierte prompt. Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla wies jede Drohung zurück, die aus den Ambitionen der USA gegenüber Kuba erwachse. Die Küsten seiner Insel seien zwar von schönen Stränden gesäumt, aber auch rau und unwirtlich für alle, die mit feindseligen Absichten und Herrschaftsanspruch kämen.

Monatelanger Druck: Washington zieht die Schlinge zu

Ganz neu sind die Drohungen nicht. Trump und Mitglieder seiner Regierung haben schon früher militärische Schritte gegen Kuba angedeutet. Der Kurs gegenüber Havanna wurde dabei stetig verschärft:

  • Im Januar unterzeichnete Trump ein Dekret, das Zölle gegen Länder erlaubt, die Öl an Kuba liefern.
  • Das Justizministerium erwirkte Anklagen gegen frühere kubanische Funktionäre.
  • Außen- und Finanzministerium verhängten mehrere Sanktionsrunden gegen Amtsträger, Staatsbetriebe, Schiffe und Finanznetzwerke.

Den Hintergrund bildet Venezuela. Medienberichten zufolge setzten US-Truppen dort am 3. Januar Präsident Nicolás Maduro fest. Caracas hatte zuvor etwa die Hälfte des kubanischen Öls geliefert. Seitdem melden Beobachter massive Engpässe und landesweite Stromausfälle, teils von bis zu 22 Stunden am Tag.

Iran: Kommt die nächste „kleine Epic Fury“?

Noch brisanter ist der Blick auf den Nahen Osten. Am 28. Februar hatte Trump die Bombenkampagne „Operation Epic Fury“ gegen den Iran befohlen. Die bewaffnete Konfrontation nähert sich nun der Acht-Monats-Marke, begleitet von einem gewaltigen Flottenaufmarsch der US-Marine.

„Vielleicht machen wir noch eine kleine Epic Fury, oder sie stimmen zu. Wenn sie klug sind, sagen sie einfach: ‚Kommen wir zur Sache.‘ Aber ich bezweifle, dass sie das tun, denn vielleicht sind sie nicht klug.“

Der US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, hatte am selben Tag in einem Podcast erklärt, neue US-Schläge gegen den Iran könnten schon am Wochenende erfolgen.

Wahlkampfgetöse oder Ernstfall?

Kritiker dürften einwenden, Trump habe gezielt das Publikum in Florida bedient, wo viele Exilkubaner leben und die Zwischenwahlen anstehen. Doch das Jahr 2026 hat gezeigt: Aus markigen Worten wurden im Weißen Haus mehrfach reale Militäreinsätze. Europa schaut dabei, wie so oft, vor allem zu.

Für Sparer heißt das: Die Welt bleibt ein Pulverfass, und mit ihr Ölpreise, Lieferketten und Märkte. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Phasen über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie daher sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich.

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