
Trump macht Selenskyj zum Sündenbock: Kreml-Chef Putin angeblich kompromissbereiter

In einem bemerkenswerten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj offen als Hindernis für einen Friedensschluss im Ukraine-Konflikt bezeichnet. Eine Aussage, die aufhorchen lässt und die ohnehin fragile diplomatische Lage weiter verkomplizieren dürfte.
Putins Bereitschaft zum „Deal" – Selenskyjs angebliche Blockade
Die Worte des amerikanischen Präsidenten könnten kaum deutlicher sein: „Ich glaube, er ist bereit, einen Deal zu machen", sagte Trump über den russischen Machthaber Wladimir Putin. Über die Ukraine hingegen äußerte er sich weitaus kritischer: „Ich glaube, die Ukraine ist weniger bereit, einen Deal zu machen." Auf die direkte Frage, warum die von Washington geführten Verhandlungen den größten europäischen Krieg seit 1945 noch nicht beenden konnten, antwortete Trump lapidar mit nur einem Wort: „Selenskyj".
Diese Schuldzuweisung ist bemerkenswert, bedenkt man, dass es Russland war, das im Februar 2022 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen seinen Nachbarn begann. Doch Trump scheint die Verantwortung für das Scheitern der Friedensbemühungen nun beim Angegriffenen zu suchen – eine Argumentation, die in ihrer Logik durchaus fragwürdig erscheint.
Das wechselhafte Verhältnis zweier Staatschefs
Die Beziehung zwischen Trump und Selenskyj gleicht einer Achterbahnfahrt. Mal herzlich, mal unterkühlt – die beiden Präsidenten haben seit Langem ein kompliziertes Verhältnis zueinander. Obwohl sich die Beziehungen im ersten Jahr von Trumps zweiter Amtszeit oberflächlich verbessert zu haben schienen, deuten die jüngsten Aussagen auf erneut aufkommende Spannungen hin.
Auf die Frage, warum er glaube, dass Selenskyj die Verhandlungen hinauszögere, blieb Trump vage: „Ich glaube einfach, dass es ihm schwerfällt, sich dazu durchzuringen." Eine Erklärung, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet.
Die Kernfrage: Territoriale Zugeständnisse
Im Zentrum des Konflikts steht eine schier unlösbare Frage: Wie soll mit Russlands Forderungen nach Gebietsabtretungen umgegangen werden? Selenskyj hat öffentlich jegliche territorialen Zugeständnisse an Moskau kategorisch ausgeschlossen und betont, die ukrainische Verfassung erlaube keine Abtretung von Staatsgebiet.
Die Sorge der Ukraine und ihrer Verbündeten ist nachvollziehbar: Eine Annexion der vom Kreml geforderten Gebiete könnte Russland als Sprungbrett für weitere militärische Aggressionen dienen. Die Ukraine stünde dann noch verwundbarer da als zu Beginn der Invasion 2022.
Mögliches Treffen in Davos
Ein Aufeinandertreffen der beiden Staatschefs könnte beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos stattfinden. Trumps Aussage dazu blieb jedoch gewohnt unverbindlich: „Ich würde ihn treffen – wenn er dort ist. Ich werde dort sein." Konkrete Pläne? Fehlanzeige.
Man erinnere sich: Im Wahlkampf hatte Trump vollmundig versprochen, den Ukraine-Krieg sofort nach seinem Amtsantritt zu beenden. Dieses Versprechen wirkt angesichts der aktuellen Entwicklungen wie ein ferner Traum. Stattdessen erleben wir ein diplomatisches Schauspiel, bei dem der Aggressor als kompromissbereit dargestellt wird, während das Opfer zum Störenfried stilisiert wird – eine Verkehrung der Tatsachen, die nachdenklich stimmen sollte.
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