
Trump plant Milliarden-Subventionen für US-Ölkonzerne in Venezuela

Die geopolitischen Schachzüge der Trump-Administration nehmen immer deutlichere Konturen an. Nach der militärischen Festnahme des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro kündigt der US-Präsident nun an, amerikanische Ölgiganten mit Steuergeldern zu subventionieren, um Venezuelas marode Energieinfrastruktur wieder aufzubauen. Ein Vorhaben, das Fragen aufwirft – und gleichzeitig die knallharte Interessenpolitik Washingtons offenbart.
Trumps ambitionierter Zeitplan stößt auf Skepsis
In einem Interview mit NBC News erklärte Trump, dass US-Unternehmen ihre Operationen in Venezuela innerhalb von weniger als 18 Monaten wieder hochfahren könnten. Eine Aussage, die Experten regelrecht die Haare zu Berge stehen lässt. Denn nach deren Einschätzung würde der Wiederaufbau mindestens ein Jahrzehnt dauern und mehr als 100 Milliarden Dollar verschlingen.
„Ich denke, wir können es in kürzerer Zeit schaffen, aber es wird viel Geld kosten", so Trump. Die Ölkonzerne würden die Investitionen tätigen und anschließend von der US-Regierung oder durch Einnahmen entschädigt werden. Eine bemerkenswerte Formulierung, die letztlich bedeutet: Der amerikanische Steuerzahler soll für die Profitinteressen von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips geradestehen.
Venezuelas Ölindustrie – ein Trümmerfeld
Die venezolanische Ölindustrie gleicht einem Schlachtfeld der Misswirtschaft. Korruption, Brände, Diebstahl und jahrelange Unterinvestitionen haben das einst prosperierende System in die Knie gezwungen. Derzeit ist Chevron der einzige Ölgigant, der noch im Land operiert. Die meisten Konzerne scheuen großangelegte Reinvestitionen wie der Teufel das Weihwasser – und das aus gutem Grund.
Energieminister Chris Wright wird diese Woche auf der Goldman Sachs Energy Conference in Miami mit Führungskräften der Branche zusammentreffen. Man darf gespannt sein, welche Zusagen dort hinter verschlossenen Türen gemacht werden.
Geopolitisches Kalkül hinter der Großzügigkeit
Trump macht keinen Hehl aus seinen Beweggründen. Ein ölproduzierendes Venezuela sei gut für die Vereinigten Staaten, weil es den globalen Ölpreis drücke. Hier zeigt sich die nackte Realpolitik: Es geht nicht um Demokratie, nicht um Menschenrechte, sondern um handfeste wirtschaftliche Interessen.
„Jetzt haben wir ein Druckmittel, weil ihre Ölexporte beschlagnahmt wurden"
So formulierte es Parlamentspräsident Mike Johnson mit entwaffnender Offenheit. Die Beschlagnahmung venezolanischer Ölexporte verschaffe Washington Hebelwirkung über den politischen Übergang.
Kritik an der Militäroperation
Die Festnahme Maduros bleibt umstritten. Während Befürworter argumentieren, die Aktion habe den Drogenhandel gestört und Ölvermögen zurückerobert, warnen Kritiker vor Verstößen gegen internationales Recht. Eine langfristige Nation-Building-Mission ohne entsprechende Legitimation könnte sich als kostspieliges Abenteuer erweisen.
Maduro selbst plädierte am Montag in New York auf nicht schuldig. Er bezeichnete sich als „unschuldigen" und „anständigen Mann" – eine Selbsteinschätzung, die angesichts seiner Bilanz mehr als fragwürdig erscheint.
Stabilität vor Wahlen
Schnelle Wahlen schloss Trump aus. Das Land müsse zunächst stabilisiert werden. Die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gab an, seit Oktober keinen Kontakt mehr zum US-Präsidenten gehabt zu haben. Ein bemerkenswertes Detail, das zeigt: Washington verfolgt seine eigene Agenda – mit oder ohne die venezolanische Opposition.
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