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Kettner Edelmetalle
19.05.2026
16:56 Uhr

Trump zögert beim Iran-Schlag: Wie die Golfstaaten Washington in die Bremsspur zwangen

Trump zögert beim Iran-Schlag: Wie die Golfstaaten Washington in die Bremsspur zwangen

Es war alles bereit. Die Flugzeuge betankt, die Befehle formuliert, die Ziele markiert. Doch dann griff Donald Trump zum Telefon – und entschied sich um. Der für Dienstag angesetzte Militärschlag gegen den Iran wurde im letzten Moment verschoben. Nicht etwa, weil Washington kalte Füße bekommen hätte. Nein, es waren ausgerechnet die arabischen Schwergewichte am Persischen Golf, die den US-Präsidenten zum Innehalten bewegten.

Drei Anrufe, die einen Krieg verzögerten

Auf seiner hauseigenen Plattform Truth Social ließ Trump die Welt wissen, was hinter den Kulissen gelaufen sei. Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed al-Nahyan, hätten ihn gebeten, den Angriffsbefehl zurückzuhalten. Ihr Argument: Es liefen «ernsthafte Verhandlungen», ein Abkommen sei weiterhin in Reichweite. Trump gab nach – fürs Erste.

Das Ziel bleibe gleichwohl unverrückbar, betonte der US-Präsident: Der Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Konkrete Konturen eines möglichen Deals nannte er nicht. Stattdessen ließ er offen, ob es sich bei der Verschiebung um echte Diplomatie oder lediglich um eine taktische Atempause handle.

Harte Worte am Wochenende, weiche Geste am Montag

Noch am Wochenende hatte sich Trump in martialischer Pose präsentiert. Nach einer Sitzung seines nationalen Sicherheitsteams ließ er Teheran wissen, das Land müsse sich «schnell bewegen, sonst bleibt nichts mehr übrig». Das Nachrichtenportal Politico berichtete, die amerikanischen Streitkräfte hätten ihre Vorbereitungen in der Region zuletzt deutlich sichtbar verstärkt. Truppen, Schiffe, Kampfflugzeuge – alles in Position.

Trotz des Aufschubs sei der Angriffsplan keineswegs vom Tisch, betonte Trump. Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine hätten den klaren Auftrag erhalten, jederzeit zu einem «grossangelegten Angriff» bereit zu sein, falls keine «akzeptable Vereinbarung» zustande komme. Ein Damoklesschwert, das über Teheran schwebt – und zwar an einem dünner werdenden Faden.

Warum die Golfstaaten zittern

Die Intervention von Doha, Riad und Abu Dhabi kommt nicht von ungefähr. Sollte Washington tatsächlich zum Großschlag ausholen, lägen die ersten Vergeltungsziele Teherans in direkter Reichweite – nämlich vor der eigenen Haustür. Die amerikanischen Militärbasen in der Golfregion, die Ölterminals, die Hafenanlagen: All das wäre in Sekundenschnelle in iranischer Schussweite. Wer also Frieden predigt, schützt zugleich die eigenen Wolkenkratzer. Ein durch und durch nachvollziehbares Eigeninteresse.

Hinzu kommt die Frage der Hormus-Straße, jener Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels fließt. Eine Eskalation würde die Energiemärkte in Schockstarre versetzen – mit unmittelbaren Folgen für die ohnehin angeschlagenen Volkswirtschaften Europas. Allen voran Deutschland, das nach Jahren grüner Energiepolitik energiepolitisch ohnehin auf einem Pulverfass sitzt.

Was bedeutet das für Anleger und Sparer?

Während in Washington telefoniert und in Teheran gezittert wird, schauen die Finanzmärkte gebannt zu. Geopolitische Verwerfungen dieser Größenordnung haben historisch eines stets bewirkt: Sie haben Sachwerte gestärkt und Papierwerte in den Sog der Unsicherheit gerissen. Wer in solchen Zeiten ausschließlich auf Aktien oder Staatsanleihen vertraut, dem sei ein Blick auf die Geschichte empfohlen. Kriege, Krisen und Eskalationen haben jedes Mal jene belohnt, die einen Teil ihres Vermögens in physischen Edelmetallen abgesichert hatten. Gold und Silber kennen keine Sanktionen, keine Embargos, keine politischen Stimmungswechsel.

Ob Trumps Geduld am Ende belohnt wird oder ob die Bomben doch noch fallen – niemand vermag es derzeit zu sagen. Klar ist nur eines: Die Welt steht erneut an einem Wendepunkt, und Deutschland würde sich gut beraten zeigen, endlich eine eigenständige außenpolitische Linie zu entwickeln, statt im transatlantischen Schlepptau zwischen den Fronten zerrieben zu werden.

Hinweis der Redaktion

Die vorliegenden Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener gründlicher Recherche basieren beziehungsweise nach Rücksprache mit einem qualifizierten Berater getroffen werden. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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