
Trumps eiserne Faust über Venezuela: Wie Washington das ölreiche Land nach dem Maduro-Sturz kontrollieren will

Nur wenige Tage nach dem spektakulären Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sickern nun brisante Details über die amerikanische Strategie für das südamerikanische Land durch. Was sich dabei offenbart, ist ein Lehrstück in Machtpolitik – roh, ungeschminkt und ohne die üblichen diplomatischen Floskeln, die man aus früheren US-Administrationen gewohnt war.
Washingtons Forderungskatalog: Knallharte Bedingungen für die Übergangsregierung
Die neue Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, einst engste Vertraute Maduros, sieht sich einem regelrechten Ultimatum aus Washington gegenüber. Die Forderungen lesen sich wie ein Diktat einer Besatzungsmacht: kompromisslose Bekämpfung des Drogenhandels, sofortige Ausweisung iranischer und kubanischer Akteure sowie ein vollständiges Ende der Ölexporte an US-Gegner. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier noch von Diplomatie die Rede sein kann – oder ob wir Zeugen einer neuen Form des amerikanischen Imperialismus werden.
Besonders aufschlussreich ist die Haltung Washingtons zur Demokratie. Freie Wahlen? Ja, irgendwann vielleicht. Aber einen festen Zeitplan gibt es nicht. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter formulierte es mit entwaffnender Offenheit: „Natürlich sind Wahlen etwas, das wir sehen wollen, aber das ist derzeit kein Thema in den Gesprächen mit Rodríguez." So viel also zur vielgepriesenen Demokratieförderung, die Washington sonst so gerne als moralische Rechtfertigung für seine Interventionen heranzieht.
Strafverfolgung oder Regimewechsel? Die semantischen Spielchen des Weißen Hauses
Präsident Trump selbst bemüht sich um eine bemerkenswerte Umdeutung der Ereignisse. Es handle sich keineswegs um einen Regimewechsel, sondern lediglich um eine „Strafverfolgungsaktion gegen einen Drogenboss". Diese Formulierung ist so durchsichtig wie dreist. Denn während man Maduro als Drogenkartell-Chef brandmarkt, musste das Justizministerium unter Pam Bondi einräumen, dass die zentrale Behauptung – Maduro sei Anführer des sogenannten „Cartel de los Soles" – auf wackligen Füßen steht. Der Begriff sei in Wahrheit ein Slangausdruck aus den 1990er Jahren, den venezolanische Medien für bestechliche Beamte erfunden hatten.
Die Parallelen zu früheren amerikanischen Interventionen sind frappierend. Man erinnere sich an die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak, die nie gefunden wurden. Das Muster bleibt dasselbe: Ein Vorwand wird konstruiert, um den eigentlichen Zweck zu verschleiern – den Zugriff auf Bodenschätze und strategische Ressourcen.
Zuckerbrot und Peitsche: Die Erpressungsstrategie
Washington setzt auf eine klassische Kombination aus Anreizen und Drohungen. Einerseits lockt man mit Sanktionserleichterungen und dem Zugriff auf eingefrorene Vermögenswerte, die sich mutmaßlich in Katar und der Türkei befinden. Andererseits lässt Trump keinen Zweifel daran, was bei mangelnder Kooperation droht: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Schlag führen."
Außenminister Marco Rubio sekundiert seinem Präsidenten mit der Warnung, man wolle verhindern, dass Venezuela erneut zu einem „Drehkreuz für Gegner wie Iran oder die Hisbollah" werde. Die geopolitische Dimension ist unübersehbar: Es geht um Einflusssphären, um die Kontrolle über strategisch wichtige Regionen – und natürlich um das schwarze Gold.
Das „instabile Schlangennest" in Caracas
Doch wie stabil ist die neue Ordnung überhaupt? Insider berichten von rivalisierenden Machtzentren innerhalb der ehemaligen Maduro-Elite. Ein Regierungsvertreter beschrieb die Situation als „instabiles Schlangennest". Rodríguez, die nun als steuerbare Übergangsfigur fungieren soll, steht zwischen allen Stühlen. Ihre Position ist prekär, ihre Handlungsspielräume begrenzt.
Die internationale Reaktion auf das amerikanische Vorgehen fällt gemischt aus. Venezuela hat bereits Russland, China und den Iran um Hilfe gebeten. Berichten zufolge liefert Moskau bereits Waffen an Caracas. Die Gefahr einer Eskalation ist real, die Fronten verhärten sich.
Was bleibt vom Völkerrecht?
Die Ereignisse in Venezuela werfen grundsätzliche Fragen auf. Kann eine Supermacht nach Belieben Regierungen stürzen, solange sie nur einen passenden Vorwand findet? Was bedeutet staatliche Souveränität noch in einer Welt, in der militärische Macht das letzte Wort hat? Trump selbst macht keinen Hehl aus seinen wahren Motiven. Er spricht offen vom venezolanischen Öl und dem Einstieg amerikanischer Unternehmen in den Energiesektor des Landes.
Diese Ehrlichkeit ist auf eine perverse Weise erfrischend. Keine Phrasen von Demokratieförderung und Menschenrechten, keine moralischen Rechtfertigungen – nur nackte Interessenpolitik. Ob das die internationale Ordnung stabiler macht, darf bezweifelt werden.
Ein Blick auf die Zukunft
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob Trumps Venezuela-Strategie aufgeht. Die Geschichte lehrt, dass Regimewechsel von außen selten zu stabilen Verhältnissen führen. Afghanistan, Irak, Libyen – die Liste gescheiterter Interventionen ist lang. Ob Venezuela eine Ausnahme bilden wird, bleibt abzuwarten.
Für Anleger und Investoren bedeuten diese geopolitischen Verwerfungen vor allem eines: Unsicherheit. In solchen Zeiten bewährt sich einmal mehr die zeitlose Weisheit, einen Teil des Vermögens in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber zu halten. Diese haben sich über Jahrhunderte als Stabilitätsanker in turbulenten Zeiten erwiesen und bieten einen Schutz, den keine Regierung und keine Zentralbank gewähren kann.
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