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Kettner Edelmetalle
07.01.2026
13:29 Uhr

Trumps Grönland-Strategie: Wie die USA die arktische Insel in vier Schritten übernehmen könnten

Was wie ein geopolitischer Fiebertraum klingt, nimmt immer konkretere Formen an: Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump verfolgen offenbar einen systematischen Plan zur Übernahme Grönlands. Die rohstoffreiche und strategisch bedeutsame Arktisinsel gehört zwar zum Königreich Dänemark, doch das scheint Washington wenig zu kümmern. Neun EU-Beamte, NATO-Insider und Diplomaten haben gegenüber internationalen Medien ein beunruhigendes Szenario skizziert, das erschreckende Parallelen zu Wladimir Putins expansionistischem Vorgehen aufweist.

Schritt 1: Einflussnahme zur Förderung der Unabhängigkeitsbewegung

Kaum im Amt, begann die Trump-Administration, die Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark zu propagieren. Ein souveränes Grönland könnte eigenständig Abkommen mit den USA schließen – ohne Kopenhagens Zustimmung. Die Strategie scheint aufzugehen: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2025 würden 56 Prozent der Grönländer für die Unabhängigkeit stimmen.

Besonders brisant: Amerikaner mit Verbindungen zu Trump sollen bereits verdeckte Einflussoperationen auf der Insel durchführen. Der dänische Geheimdienst PET warnt explizit, dass Grönland „Ziel von Einflusskampagnen verschiedener Art" sei. Experten vergleichen diese Taktiken mit Moskaus Vorgehen in Moldawien, Rumänien und der Ukraine – eine Mischung aus Online-Manipulation und Vor-Ort-Aktivitäten mit dem Ziel, bestimmte politische Positionen größer und populärer erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich sind.

Schritt 2: Ein verlockendes Angebot unterbreiten

Sollte Grönland tatsächlich für die Unabhängigkeit stimmen, wäre der nächste Schritt, die Insel unter amerikanischen Einfluss zu bringen. Eine direkte Eingliederung als US-Bundesstaat lehnen zwar 85 Prozent der Grönländer ab, doch es gibt Alternativen.

Seit Mai kursieren Berichte, dass Washington einen sogenannten „Compact of Free Association" anstrebt – ähnlich den bestehenden Abkommen mit Mikronesien, den Marshallinseln und Palau. Im Gegenzug für Dienstleistungen, Schutz und Freihandel erhielte das US-Militär uneingeschränkten Zugang zum Territorium.

„Dänemark hat nie gesagt, dass sie Grönland ‚brauchen'. Dänemark hat gesagt, dass Grönland eine Ausgabe ist und sie uns verlassen würden, wenn wir unabhängig werden. Trumps Aussage ist also viel positiver als alles, was wir je von Dänemark gehört haben."

So äußerte sich der grönländische Oppositionsabgeordnete Kuno Fencker, der an Trumps Amtseinführung teilnahm. Doch Experten warnen: Trump sei bekannt dafür, Verhandlungspartner zu übervorteilen und Zusagen nicht einzuhalten.

Schritt 3: Europa ins Boot holen

Die europäischen Verbündeten Dänemarks würden sich gegen jeden Versuch wehren, Grönland von Kopenhagen zu trennen. Doch die Trump-Administration hat einen Trumpf in der Hand: die Ukraine. Ein EU-Diplomat skizzierte ein mögliches Szenario, bei dem Europa festere Sicherheitsgarantien für Kiew erhält – im Austausch für eine erweiterte US-Rolle in Grönland. Eine bittere Pille, aber möglicherweise leichter zu schlucken als Trumps Vergeltungsmaßnahmen in Form von Sanktionen oder einem Rückzug aus den Friedensverhandlungen.

Schritt 4: Die militärische Option

Was geschieht, wenn Grönland oder Dänemark Nein sagen? Stephen Miller, Trumps stellvertretender Stabschef, erklärte unmissverständlich: „Niemand wird militärisch gegen die USA um die Zukunft Grönlands kämpfen."

Die militärischen Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die USA unterhalten bereits rund 500 Militärangehörige auf der Pituffik Space Base im Norden Grönlands. Grönland selbst verfügt über keine Territorialarmee, Dänemarks Arktis-Kommando besitzt lediglich vier Inspektionsschiffe, einige Hubschrauber und ein Seeaufklärungsflugzeug.

„Die USA könnten Nuuk in einer halben Stunde oder weniger unter Kontrolle bringen", warnt Lin Mortensgaard vom Dänischen Institut für Internationale Studien. Ein dänischer Politiker brachte es auf den Punkt: „Es könnten fünf Hubschrauber sein... er würde nicht viele Truppen brauchen. Die Grönländer könnten nichts dagegen tun."

Das Ende der NATO?

Eine Invasion hätte keine rechtliche Grundlage und würde laut Experten „das Ende der NATO bedeuten". Der Verlust des Vertrauens wichtiger Verbündeter könnte zu einer Reduzierung des Geheimdienstaustauschs und des Zugangs zu europäischen Stützpunkten führen – beides wäre für Amerikas Sicherheit verheerend.

Für Europa und insbesondere Deutschland sollte dieses Szenario ein Weckruf sein. Während sich die Bundesregierung mit ideologischen Nebenschauplätzen beschäftigt, verschieben sich die geopolitischen Machtverhältnisse in atemberaubendem Tempo. Die Frage ist nicht mehr, ob Trump seine Drohungen ernst meint – sondern wie weit er zu gehen bereit ist.

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