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Kettner Edelmetalle
23.01.2026
11:51 Uhr

Trumps Machtdemonstration: US-Flotte nimmt Kurs auf den Iran

Trumps Machtdemonstration: US-Flotte nimmt Kurs auf den Iran

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Höhepunkt. US-Präsident Donald Trump verkündete am Donnerstag, dass eine beachtliche Streitmacht amerikanischer Kriegsschiffe – von ihm selbst als „Armada" bezeichnet – bereits auf dem Weg in Richtung Iran sei. Eine Ankündigung, die in Teheran auf scharfe Reaktionen stößt und die ohnehin fragile Lage in der Region weiter destabilisieren könnte.

Flugzeugträger und Zerstörer auf dem Vormarsch

Nach Informationen von US-Beamten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters wird der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln gemeinsam mit mehreren Lenkwaffenzerstörern in den kommenden Tagen im Nahen Osten eintreffen. Die Flottenverbände hatten bereits vergangene Woche den Asien-Pazifik-Raum verlassen. Darüber hinaus prüfe das Pentagon die Entsendung zusätzlicher Luftabwehrsysteme, um amerikanische Stützpunkte vor möglichen iranischen Vergeltungsschlägen zu schützen.

„Wir haben viele Schiffe, die in diese Richtung unterwegs sind, nur für den Fall", erklärte Trump Reportern an Bord der Air Force One auf dem Rückflug vom Weltwirtschaftsforum in Davos. Der Präsident fügte hinzu, er würde es vorziehen, wenn nichts passiere, doch beobachte man die Situation sehr genau. Eine klassische Mischung aus Drohgebärde und vermeintlicher Friedensrhetorik, wie sie für die Trump-Administration typisch ist.

Teheran reagiert mit scharfen Warnungen

Die iranische Führung zeigt sich von der amerikanischen Machtdemonstration wenig beeindruckt – zumindest nach außen hin. General Mohammed Pakpur, Kommandeur der Revolutionsgarden, warnte die USA und Israel eindringlich vor „Fehlkalkulationen" und deren folgenschweren Konsequenzen. Die Revolutionsgarden hätten „den Finger am Abzug", so der General in einer Erklärung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Pakpur mahnte Washington und Jerusalem, keine falschen Schlüsse aus dem Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Juni zu ziehen, „damit sie kein noch schmerzlicheres und bedauerlicheres Schicksal ereilt". Eine Drohung, die angesichts der iranischen Raketenfähigkeiten durchaus ernst genommen werden muss.

Blutige Niederschlagung der Proteste als Auslöser

Die aktuelle Eskalation steht in direktem Zusammenhang mit den Massenprotesten im Iran, die Ende Dezember ausgebrochen waren. Was als Unmut über die desolate Wirtschaftslage begann, entwickelte sich rasch zu einer landesweiten Bewegung gegen das Regime in Teheran. Die Antwort der iranischen Sicherheitskräfte war brutal: Nach offiziellen Angaben der iranischen Behörden wurden 3117 Menschen getötet. Menschenrechtsorganisationen gehen von einer weitaus höheren Opferzahl aus.

Trump hatte bereits während der Niederschlagung der Proteste mit militärischen Konsequenzen gedroht und Teheran davor gewarnt, Demonstranten zu töten oder das Atomprogramm wieder aufzunehmen. Ob die „Armada" tatsächlich zum Einsatz kommt oder lediglich als Druckmittel dient, bleibt abzuwarten. Eines jedoch ist gewiss: Die Welt blickt mit angehaltenem Atem auf den Persischen Golf.

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