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Trumps Wähler streiken: Warum die Republikaner so krachend verloren

Trumps Wähler streiken: Warum die Republikaner so krachend verloren
Symbolbild: KI-generiert

Die Republikaner haben bei den US-Zwischenwahlen eine schwere Niederlage erlitten. Nach übereinstimmenden Medienberichten erobern die Demokraten sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus. Die Nachwahlbefragung des Senders NBC zeigt, warum: Viele Menschen, die 2024 noch Donald Trump gewählt hatten, sind diesmal einfach nicht zur Wahl gegangen.

Zwei Jahre nach seinem Triumph steht der Präsident damit ohne Mehrheit im Kongress da. In Washington ist schon vom Machtverlust der „Lame Duck“ die Rede. Besonders deutlich fällt der Absturz bei zwei Gruppen aus, die Trump 2024 erst ins Weiße Haus gebracht hatten.

Junge und Hispanics wenden sich ab

Bei den 18- bis 29-Jährigen erreichten die Republikaner den vorläufigen Daten zufolge nur noch 25 Prozent. Vor zwei Jahren waren es 42 Prozent. Der Vorsprung der Demokraten in dieser Altersgruppe wuchs damit von 14 auf 46 Prozentpunkte. Das ist keine Delle mehr, sondern ein Erdrutsch.

Ähnlich sieht es bei den Hispanics aus. Diese Wählergruppe stand traditionell den Demokraten nahe, hatte sich zuletzt aber auffällig nach rechts bewegt. 2024 holten die Republikaner hier noch 45 Prozent, jetzt sind es nur noch 35 Prozent. Die Gruppen, die Trumps neue Koalition getragen hatten, sind also als Erste wieder abgesprungen.

Kein Seitenwechsel, sondern Wahlenthaltung

Bemerkenswert ist, was die Daten nicht zeigen: Massenhaft zu den Demokraten übergelaufen sind frühere Trump-Wähler nicht. Nur sechs Prozent der Trump-Wähler von 2024 gaben an, diesmal demokratisch gewählt zu haben, 91 Prozent blieben den Republikanern treu. Umgekehrt wechselten ehemalige Harris-Wähler kaum ins andere Lager.

Der Unterschied liegt bei der Mobilisierung. Unter den Midterm-Wählern waren frühere Harris-Anhänger mindestens so stark vertreten wie frühere Trump-Wähler. Dabei hatte Trump 2024 landesweit noch vorne gelegen. Wer 2024 nicht gewählt hatte, stimmte diesmal zu 67 Prozent für die Demokraten und nur zu 25 Prozent für die Republikaner.

Ein Linksruck in Amerika ist das also nicht. Für die Republikaner ist es trotzdem ein Warnsignal: Ihre eigenen Leute sind zu Hause geblieben.

Beide Parteien sind unbeliebt

Glänzen können auch die Sieger nicht. Laut der Befragung sehen nur 46 Prozent der Wähler die Demokraten positiv, bei den Republikanern sind es 41 Prozent. Die Mehrheit hat von beiden Parteien ein schlechtes Bild, und 16 Prozent mögen keine der beiden. Die Demokraten haben die Wahl vor allem gewonnen, weil die Wut auf die Regierung größer war als die Ablehnung der Opposition.

Die Wirtschaft entscheidet die Wahl

Der wichtigste Grund für die Niederlage dürfte die Wirtschaft sein. Bei Trumps ersten Zwischenwahlen 2018 bewerteten noch 68 Prozent der Wähler die wirtschaftliche Lage als gut oder ausgezeichnet. Heute sind es nur noch 25 Prozent. Laut Medienberichten sorgten sich viele Amerikaner im Wahlkampf vor allem um hohe Preise, außerdem waren viele mit dem Iran-Krieg unzufrieden.

Auch Trumps eigene Zustimmungswerte sind gesunken: von 45 Prozent im Jahr 2018 auf 38 Prozent. Damals verlor er nur das Repräsentantenhaus, diesmal beide Kammern. Berichten zufolge feierten die Demokraten sogar in republikanischen Hochburgen wie Texas und Kansas historische Erfolge. Trump soll den Siegern gratuliert, die Verantwortung für das Debakel aber von sich gewiesen haben.

Was jetzt auf Washington zukommt

Mit der Mehrheit im Kongress entscheiden die Demokraten künftig über den Haushalt. Beobachter rechnen außerdem mit Untersuchungsausschüssen gegen die Regierung. Bis 2028 dürfte es in Washington deshalb vor allem Blockaden geben, auch bei Zöllen, Staatsschulden und Haushaltsstreit.

Gleichzeitig zeigt die Wahl, wie schnell Wähler ihr Vertrauen entziehen, wenn das Geld im Alltag nicht mehr reicht. Davon ist auch die Regierung in Berlin nicht ausgenommen. Wer sein Vermögen vor solchen politischen Schwankungen schützen will, kann physisches Gold und Silber als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Depot in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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