
Trumps Zehn-Tage-Ultimatum: Steht ein Krieg gegen den Iran bevor?
Die Welt hält den Atem an. US-Präsident Donald Trump hat bei der feierlichen Einweihung seines sogenannten „Friedensrats" in Washington eine Bemerkung fallen lassen, die es in sich hat – und die sämtliche Alarmglocken in den Hauptstädten dieser Welt schrillen lässt. „Ihr werdet es in den nächsten zehn Tagen wissen", erklärte der 79-Jährige mit jener beiläufigen Nonchalance, die nur er beherrscht, wenn es um Fragen von Krieg und Frieden geht.
Zwischen Diplomatie und Drohgebärde
Konkret sprach Trump davon, dass man möglicherweise „noch einen Schritt weitergehen" müsse – oder eben auch nicht. Vielleicht komme man zu einer Einigung mit Teheran. Die Entscheidung über einen möglichen militärischen Schlag gegen das Mullah-Regime falle jedenfalls in den kommenden zehn Tagen. Eine Aussage, die in ihrer kalkulierten Ambivalenz typisch für den amtierenden US-Präsidenten ist: Sie hält alle Optionen offen, maximiert den Druck und lässt Freund wie Feind im Ungewissen.
Trump lobte in seiner Rede ausdrücklich die amerikanischen Bombenangriffe auf iranische Atomanlagen im vergangenen Juni 2025 und den daraufhin – so seine Darstellung – „sofort" eingetretenen Frieden im Nahen Osten. Eine Interpretation der Ereignisse, die man durchaus als großzügig bezeichnen darf, bedenkt man die anhaltenden Spannungen in der Region. Doch eines machte der Präsident unmissverständlich klar: „Der Iran kann keine Nuklearwaffen haben. Es kann keinen Frieden im Nahen Osten geben, wenn sie Nuklearwaffen haben."
Der „Friedensrat" – Trumps Alternative zur UNO?
Der Rahmen, in dem diese brisante Ankündigung fiel, war nicht weniger bemerkenswert. Trump hatte Vertreter aus über 40 Ländern sowie Beobachter aus einem Dutzend weiterer Staaten zu seinem neu geschaffenen „Friedensrat" geladen. Eine Veranstaltung, die Kritiker bereits als Versuch werten, eine Konkurrenzorganisation zu den Vereinten Nationen aus der Taufe zu heben. Angesichts der notorischen Ineffizienz und ideologischen Schlagseite der UN mag man sich allerdings fragen, ob ein solcher Gegenentwurf nicht längst überfällig wäre.
Minutenlang lobte Trump die Anführer jener „acht Kriege", die er angeblich beendet haben will. Für einen besonders kuriosen Moment sorgte dabei Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan, der unter dem Applaus der Anwesenden aufstehen und dem aserbaidschanischen Machthaber Ilham Alijew lächelnd die Hand schütteln musste. Inszenierte Versöhnung als Realpolitik – oder bloßes Theater? Die Grenzen verschwimmen bei Trump bekanntlich fließend.
Sieben Milliarden für Gaza – ein Tropfen auf den heißen Stein
Im Zentrum der konstituierenden Sitzung des Friedensrats stand der Wiederaufbau des vom Krieg verwüsteten Gazastreifens, wo ein fragiles Waffenstillstandsabkommen nach wie vor Bestand hat. Trump verkündete, die Ratsmitglieder hätten insgesamt sieben Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau zugesagt. Experten schätzen den tatsächlichen Bedarf jedoch auf ein Vielfaches dieser Summe. Darüber hinaus sollen die Mitgliedsstaaten Tausende Soldaten für internationale Stabilisierungs- und Polizeikräfte bereitstellen.
Europa muss wachsam bleiben
Für Deutschland und Europa stellt sich angesichts dieser Entwicklungen einmal mehr die drängende Frage nach der eigenen sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit. Während Trump mit der Entschlossenheit eines Pokerspielers agiert, der weiß, dass er das größte Blatt am Tisch hält, wirkt die europäische Außenpolitik oft wie ein zahnloser Tiger. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz wäre gut beraten, die kommenden Tage mit höchster Aufmerksamkeit zu verfolgen. Ein militärischer Konflikt mit dem Iran hätte nicht nur geopolitische Konsequenzen von historischem Ausmaß – er würde auch die ohnehin angespannten Energiemärkte in Aufruhr versetzen und die europäische Wirtschaft empfindlich treffen.
Eines ist gewiss: In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wenn Staatenlenker mit Krieg und Frieden jonglieren wie mit Spielkarten, ist der Griff zum Bewährten keine Panik – sondern schlichte Vernunft.

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