
Trumps Zoll-Hammer: 100 Prozent auf alle kanadischen Importe angedroht

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat erneut bewiesen, dass er in Sachen Handelspolitik keine Gefangenen macht. In einer dramatischen Eskalation des Konflikts mit dem nördlichen Nachbarn kündigte er auf seiner Plattform Truth Social an, sämtliche Importe aus Kanada mit einem Zollsatz von satten 100 Prozent zu belegen. Der Auslöser? Ein geplantes Handelsabkommen zwischen Kanada und China, das Trump offenbar als Affront gegen die amerikanischen Interessen betrachtet.
Ein Frontalangriff auf Premier Carney
Die Wortwahl des US-Präsidenten lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. In seinem Posting wetterte Trump gegen den kanadischen Premierminister Carney, den er bezeichnenderweise als "Gouverneur" titulierte – eine Herabsetzung, die in diplomatischen Kreisen kaum zu überhören sein dürfte. Kanada solle nicht zum "Umschlagplatz" für chinesische Waren werden, die dann in die Vereinigten Staaten gelangen könnten.
China wird Kanada auffressen, es vollständig verschlingen, einschließlich der Zerstörung seiner Unternehmen, seines sozialen Gefüges und seiner allgemeinen Lebensweise.
Mit dieser apokalyptischen Rhetorik versucht Trump offensichtlich, maximalen Druck auf Ottawa auszuüben. Doch bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Drohkulisse als das, was sie vermutlich ist: ein weiteres Kapitel im endlosen Trump-Theater der überzogenen Forderungen.
Die Kehrtwende in nur acht Tagen
Besonders pikant erscheint die zeitliche Dimension dieser Drohung. Noch vor gerade einmal acht Tagen hatte sich derselbe Donald Trump positiv über ein mögliches kanadisches Handelsabkommen mit China geäußert. Damals hieß es noch sinngemäß: Wenn Kanada einen Deal mit China bekommen kann, sollten sie das tun. Nun plötzlich die vollständige Kehrtwende – ein Muster, das man von diesem Präsidenten mittlerweile zur Genüge kennt.
Was steckt eigentlich hinter dem geplanten Abkommen zwischen Ottawa und Peking? Die Fakten sind weit weniger dramatisch als Trumps Rhetorik vermuten lässt. Im Kern geht es darum, dass chinesische Zölle auf kanadische Agrarprodukte gesenkt werden sollen. Im Gegenzug würde Kanada seine Zölle auf Elektrofahrzeuge aus China reduzieren. Ein klassisches Handelsabkommen also, wie es zwischen souveränen Staaten üblich ist.
Die wirtschaftlichen Realitäten
Was Trump bei seiner Drohung offenbar übersieht – oder bewusst ignoriert – sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den USA und Kanada. Die Vereinigten Staaten importieren erhebliche Mengen an Öl aus dem Nachbarland. Ein Zollsatz von 100 Prozent auf diese Importe würde die Benzinpreise an amerikanischen Tankstellen in astronomische Höhen treiben. Die amerikanischen Verbraucher, die Trump angeblich schützen will, wären die Leidtragenden einer solchen Politik.
Es drängt sich der Verdacht auf, dass wir hier einmal mehr Zeuge des typischen Trump-Spiels werden: Maximale Drohungen ausstoßen, um den Verhandlungspartner einzuschüchtern, nur um dann am Ende einen "großartigen Deal" zu verkünden, der in Wahrheit kaum von dem abweicht, was ohnehin möglich gewesen wäre.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
Angesichts solcher handelspolitischen Kapriolen und der damit verbundenen Unsicherheiten an den Weltmärkten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während Währungen und Handelsbeziehungen den Launen politischer Entscheidungsträger ausgeliefert sind, behält Gold seinen intrinsischen Wert. Eine Beimischung von physischen Edelmetallen zu einem breit gestreuten Anlageportfolio erscheint in Zeiten wie diesen als durchaus sinnvolle Strategie zur Absicherung des eigenen Vermögens.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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