
Trumps Zollkeule gegen Iran-Handelspartner: Auch Deutschland im Fadenkreuz

Die amerikanische Außenpolitik kennt bekanntlich nur eine Sprache – und die wird in Dollar gemessen. US-Präsident Donald Trump hat nun erneut zum wirtschaftlichen Rundumschlag ausgeholt und verkündet, sämtliche Handelspartner des Iran mit drakonischen Strafzöllen zu belegen. Was auf den ersten Blick wie ein gezielter Schlag gegen das Mullah-Regime wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als weitreichende Maßnahme, die auch deutsche Wirtschaftsinteressen empfindlich treffen könnte.
25 Prozent Strafzoll – „endgültig und verbindlich"
Auf seiner Plattform Truth Social ließ Trump keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit seiner Ankündigung aufkommen. Jedes Land, das Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran tätigt, müsse künftig einen Zoll von 25 Prozent auf alle Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten entrichten. Die Anordnung sei „endgültig und verbindlich", so der US-Präsident in gewohnt markiger Manier.
Die Liste der betroffenen Staaten liest sich wie ein Who's Who der globalen Wirtschaftsmächte: China, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei zählen zu den wichtigsten Handelspartnern Teherans. Doch auch europäische Nationen, allen voran Deutschland, unterhalten trotz bestehender Sanktionen weiterhin wirtschaftliche Beziehungen zum Iran.
Deutschland zwischen den Fronten
Das deutsch-iranische Handelsvolumen belief sich im vergangenen Jahr auf rund 1,5 Milliarden Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 3,4 Milliarden Euro aus dem Jahr 2017, als das Atomabkommen noch intakt war. Dennoch könnte selbst dieses reduzierte Handelsvolumen nun zum Verhängnis werden. Die deutsche Wirtschaft, ohnehin gebeutelt von Energiekrise und strukturellen Problemen, sieht sich mit einer weiteren Belastung konfrontiert.
Man fragt sich unweigerlich: Wie lange kann sich Deutschland noch leisten, zwischen allen Stühlen zu sitzen? Die Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der undankbaren Aufgabe, einerseits die transatlantische Partnerschaft nicht zu gefährden und andererseits die wirtschaftlichen Interessen deutscher Unternehmen zu wahren.
Diplomatie als Feigenblatt?
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bemühte sich um beschwichtigende Töne. Militärische Optionen stünden zwar im Raum, doch Diplomatie sei „für den Präsidenten immer die erste Option". Eine bemerkenswerte Aussage angesichts der Tatsache, dass Trump mit seinen Zolldrohungen bereits Fakten schafft, bevor überhaupt diplomatische Gespräche begonnen haben.
Die Reaktionen aus den betroffenen Ländern dürften unterschiedlich ausfallen. Während kleinere Handelspartner möglicherweise einknicken werden, ist kaum zu erwarten, dass Schwergewichte wie China oder Indien ihre Iran-Politik aufgrund amerikanischen Drucks grundlegend ändern. Die Zeiten, in denen Washington unilateral die Spielregeln des Welthandels diktieren konnte, scheinen dem Ende zuzugehen – auch wenn Trump dies offenbar noch nicht realisiert hat.
Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer
Die Eskalation im Nahen Osten, die erst im Juni 2025 mit israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen und iranischen Vergeltungsschlägen einen vorläufigen Höhepunkt erreichte, macht die Situation noch brisanter. Trumps wirtschaftlicher Druck könnte das ohnehin fragile Gleichgewicht in der Region weiter destabilisieren.
Für den deutschen Bürger bedeutet dies vor allem eines: weitere Unsicherheit in einer Zeit, die ohnehin von wirtschaftlichen und geopolitischen Verwerfungen geprägt ist. Die Frage, ob die neue Bundesregierung einen eigenständigen außenpolitischen Kurs einschlagen wird oder weiterhin im Windschatten Washingtons segelt, bleibt vorerst unbeantwortet.
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Turbulenzen erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber traditionell als verlässlicher Wertspeicher. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio können sie zur Vermögenssicherung beitragen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine ausführliche eigene Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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